Gabriel Feltz

Feltz

Gabriel Feltz (geboren 1971 in Berlin) ist seit Beginn der Saison 2013/14 Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund und Chefdirigent der Dortmunder Philharmoniker. Nach dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera (2001- 2005) und den Stuttgarter Philharmonikern (2004- 2013) ist dies seine dritte Position als Generalmusikdirektor eines deutschen Orchesters in ununterbrochener Folge. Bei allen drei Klangkörpern konnte Gabriel Feltz innerhalb kurzer Zeit einen deutlichen Publikumszuwachs, interessante Programme und überzeugende musikalische Qualität erarbeiten. 2007 erhielten die Stuttgarter Philharmoniker unter Leitung von Gabriel Feltz den Prix Rachmaninow der Fundation Sergej Rachmaninow - in Würdigung des bis heute umfangreichsten Aufführungszyklus der Werke Rachmaninows im deutschsprachigen Raum. Von 2008 bis zum Sommer 2013 war er zudem 1. Gastdirigent am Theater Basel, welches in dieser Zeit zweimal als Opernhaus des Jahres ausgezeichnet wurde (Saison 2008-2009 und 2009-2010). Die von Gabriel Feltz geleiteten Produktionen hatten daran maßgeblichen Anteil.

 

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Feltz von 1989 und 1994 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Anschließend wurde er Assistent von Gerd Albrecht an der Hamburgischen Staatsoper. Erste Festengagements führten ihn an die Städtischen Bühnen Lübeck sowie an das Bremer Theater. Die Liste der von Feltz dirigierten Klangkörper im In- und Ausland ist lang, als Beispiele seien hier genannt: die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Rundfunkklangkörper des NDR (Hamburg und Hannover), des WDR und des MDR, das National Orchestra of Taiwan, die Bamberger Symphoniker, das Sinfonieorchester Basel, die Grazer Philharmoniker, das KBS Symphony Orchestra Seoul, das Gürzenich-Orchester Köln, das Radiosinfonieorchester Wien, die Belgrader Philharmoniker, das Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester, das Sinfonieorchester des dänischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das National Symphony Orchestra of Irland (RTE) und viele mehr.

 

2013/14 gab Feltz sein umjubeltes Debüt an der Komischen Oper Berlin mit der Premiere von Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten. An der Bayerischen Staatsoper München betreute er die Wiederaufnahme von Wagners Fliegendem Holländer. Den Höhepunkt der vergangenen Saison markierte die Aufführung von Gustav Mahlers 8.Sinfonie zum 200-jährigen Bestehen des Grazer Musikvereins, ein Konzert von über 550 Mitwirkenden für über 4000 Zuhörer.

 

Die Diskographie des Künstlers reicht von Mozart und Beethoven über Rachmaninow, Elgar, Prokofjew, Skrijabin und Richard Strauss bis zu Nono und Ligeti und ist eine der umfangreichsten, die ein Dirigent seiner Generation aufweisen. Gabriel Feltz begann 2007 mit der Einspielung aller Sinfonien Gustav Mahlers mit den Stuttgarter Philharmonikern. Der bei dem Label Dreyer-Gaido veröffentlichte Zyklus umfasst zum jetzigen Zeitpunkt die Symphonien 1-7 und 9 sowie die zehnte als Fragment. Die Internetkritik INFODAD.COM bezeichnete die Aufnahmen als den „ungewöhnlichsten und kontroversesten Zyklus“ der letzten Jahre“ und vergab 4 von 4 möglichen Bewertungssternen.

 

2013 erschien, ebenfalls mit den Stuttgarter Philharmonikern, dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno, der Mezzosopranistin Stella Doufexis und der Schauspielerin Julia Jentsch als Sprecherin, die Weltersteinspielung der gesamten Ballettmusik von Ottorino Respighis Belkis – Regina di Saba auf Blu-Ray und DVD. Der von Feltz geleitete Live-Mitschnitt war die erste vollständige Wiedergabe dieses von ihm besonders geschätzten Werkes seit der Uraufführung an der Scala di Milano 1932. Die im Oktober 2010 von ihm dirigierte AIDA AM RHEIN aus Basel, europaweit vom Schweizer Fernsehen, 3sat, RAI und dem ZDF-Theaterkanal live übertragen und auch als DVD erhältlich, erregte ebenfalls großes Aufsehen.

 

Künftige Engagements werden Gabriel Feltz neben seinen Dortmunder Verpflichtungen unter anderem zu Konzerten und Opernproduktionen nach Berlin, Zürich, Belgrad, Taipei (Taiwan), Köln und (Sendai) Japan und San Antonio (USA) führen.

 

Foto: (c) Magdalena Spinn



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