• Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye und Uwe Rohbeck (Schatten) © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Annika Meier © Edi Szekely
  • Andreas Beck und Ekkehard Freye © Edi Szekely
  • Kornelius Heidebrecht © Edi Szekely
  • Uwe Rohbeck und Ekkehard Freye © Edi Szekely
  • Ekkehard Freye und Uwe Rohbeck © Edi Szekely
  • Uwe Rohbeck und Andreas Beck © Edi Szekely
  • Uwe Rohbeck und Andreas Beck © Edi Szekely
  • Annika Meier © Edi Szekely
  • Annika Meier und Uwe Rohbeck © Edi Szekely
  • Annika Meier und Uwe Rohbeck © Edi Szekely

Jörg Buttgereits NOSFERATU LEBT!

Schauspielhaus Dortmund (Studio)

von Jörg Buttgereit
nach Stoker, Murnau und Galeen

Uraufführung

Thomas Hutter reist nach Transsylvanien, um ein Haus zu verkaufen. Interessent Nosferatu verliebt sich in ein Bild von Hutters Frau und folgt Hutter zurück in dessen Heimatstadt. In Nosferatus Gepäck: Ratten und die Pest – das Verderben nimmt seinen Lauf …
Ein blutsaugender Vampir, der überlebt, indem er Leben stiehlt – zugleich die Geburt eines ganzen Filmgenres: Horrorspezialist Jörg Buttgereit blickt zurück auf eine Zeit, in der die Schreie der Heldinnen stumm waren und das Kinoblut noch nicht rot.
4. März 1922: Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens feiert in Berlin Premiere. Vorlage ist der berühmte Vampirroman: Dracula des Iren Bram Stoker. Da die Murnau-Produzenten keine Rechte am Dracula-Stoff haben, benennt Drehbuchautor Henrick Galeen den Vampir um: Nosferatu betritt die Welt, gespielt von Schauspieler Max Schreck. Eine schaurige Sensation!
Dass der berühmteste aller Vampire – wenn auch unauthorisiert – ausgerechnet im Deutschland zwischen den Weltkriegen seinen ersten Auftritt in bewegten Bildern bekommt, ist wohl kein Zufall. Es ist ein Land zwischen emotionaler Verunsicherung und Wirtschaftsboom. Das deutsche Kino dieser Zeit spiegelt diese Zerklüftung, fesselt, irritiert, erschreckt.
Nosferatu – und Das Cabinet des Dr. Caligari – markieren zugleich den Beginn eines völlig neuen Filmgenres, das direkt aus dem damaligen deutschen Unterbewusstsein geboren scheint und heute längst ein Hollywood-Erfolg ist: der Horrorfilm – mit Dämonen, Monstern und, so Filmtheoretiker Siegfried Kracauer, „Tyrannen, die sich eine unterwerfungsbereite Gesellschaft zu Willen machen“. Im Rückblick erscheinen sie erschreckend visionär, diese Kino-Alpträume der 1910er und 1920er Jahre. Wenige Jahre später wird Adolf Hitler die politische Bühne betreten.

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Besetzung

Pressestimmen

„Vampir- und Gothic-Horror-Fans sollten, nein müssen irgendwie versuchen, an Karten für ,Jörg Buttgereits Nosferatu lebt!' im kleinen Schauspielstudio zu kommen. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass diese Produktion über Monate hinweg ausverkauft sein wird.“
Dortmunder Kulturblog, 30. November 2014

„Vieles ist hinreißend an diesem Abend. Buttgereit holt die Optik des frühen Kintopp auf die Bühne. Die Darsteller sind schwarz-weiß geschminkt. Es gibt keine Farben zwischen Hutters Wohnung mit dem Bett seiner Verlobten Ellen und dem Schloss des transsylvanischen Grafen Orlok. Und die Darsteller sprechen nur die nötigsten Dialoge, meistens werden eingeblendete Zwischentitel in kratzig-fleckiger Stummfilmanmutung eingeblendet. Dazu gibt es die ausladenden und überakzentuierten Gesten jener Epoche. Viele Außenszenen erscheinen an der Bühnenrückwand als Schattenspiel (Maximilian Steffan). Schon dieser visuelle Zauber lohnt den Besuch. Hinzu kommt Pianist Kornelius Heidebrecht, der live spielt, mit Hilfe von Computerloops auch Geräusche produziert und Lieder aus der Gruft singt wie ,Bela Lugosi’s dead'. Kaum zu glauben, aber der Mann trat mit schwerem Handicap an: Sein rechter Arm war eingegipst. Das Ensemble trifft traumwandlerisch die Bildsprache der 1920er Jahre. Ekkehard Freye spielt Hutter, der ins Schloss des Grafen reist, als treuherzigen Helden, der mal spitzlippig-keusch seine Verlobte küsst, mal ein Kruzifix als Schuhanzieher missbraucht. Andreas Beck ist der joviale Arbeitgeber Hutters, der transsylvanische Herbergsvater, der irre Verehrer des ‚Meisters’, der Fliegen fängt und isst und für Nosferatu das eigene Blut ins Weinglas zapft. Annika Meier spielt Hutters Verlobte Ellen als bleiche Gothic-Braut wie aus einem Tim-Burton-Film, herrlich abgedreht. Uwe Rohbeck mimt den Vampir, eine perfekte Kopie von Max Schreck bis in die sichellangen Fingernägel, wunderbar schaurig.“
Westfälischer Anzeiger, 30. November 2014

"Uwe Rohbeck spielt die zentrale Rolle des Nosferatu. Buttgereits Rollenbesetzung ist perfekt, denn Rohbecks Darstellung des Vampirs steht dem ,Origina'“-Nosferatu Max Schreck in nichts nach. Er hat auch ohne Stimme eine starke Ausstrahlung. Er wirkt mysteriös, unheimlich und manchmal rätselhaft, wie der Graf Dracula in dem zugrunde liegenden Roman. Allein durch Mimik und Bewegung zieht er das Publikum in seinen Bann."
ruhrbarone

„Stummfilm-Grusel live. Buttgereits Version des Schauermärchens vom transsylvanischen Blutfürsten besticht als liebevolle Hommage an eine ausgestorbene Filmgattung. Expressives Spiel, ausgefeiltes Licht (Rolf Giese), Maske, Kostüme und Bühnenbild (Susanne Priebs) verdichten ihre Stimmen zu einer ,Symphonie des Grauens', schon Untertitel von Murnaus Klassiker. (…) Genuss für Auge und Ohr.“
Ruhr Nachrichten, 1. Dezember 2014

",Der Tod ist ein Meister aus Deutschland!', heißt es im Finale von NOSFERATU LEBT! am Dortmunder Theater. Regisseur Jörg Buttgereit setzt mit seiner Theater-Inszenierung nicht nur Friederich Wilhelm Murnaus Filmklassiker von 1922 ein Denkmal, sondern schlägt eine unfassbare Brücke zwischen Film- und Zeitgeschichte, um seinen Zuschauern eines klar zu machen: die filmische Wiege des Horrorgenres liegt in Deutschland! Diese Rückbesinnung auf die Wurzeln einer damals jungen Genrebewegung, die bereits wenig später im Keim erstickt und zur Auswanderung gezwungen wurde, birgt bei Buttgereits Stück Hoffnung und Schrecken zugleich. Hoffnung darauf, dass nach so langer Zeit erkannt wird, dass Horrorgestalten wieder einen festen Platz in der deutschen Kulturlandschaft haben können. ,Der Tod ist ein Meister aus Deutschland!' – ein Zitat aus Paul Celans Gedicht ,Todesfuge' zum Holocaust – bezieht sich schließlich nicht bloß platt auf den geschichtlichen Kontext von Murnaus Film aus einem Deutschland zwischen zwei Weltkriegen – Siegfried Kracauer bezeichnete NOSFERATU später schließlich als die mediale Vorwegname Hitlers – sondern vielmehr auf den immensen Einfluss des Films auf alle zukünftigen Horrorfilmgeneration."
Deadline Magazin, 4. Dezember 2014

Kommentare

Besler Karl-Heinz, 02. Dezember 2014
Wieder mal eine tolle Inszenierung, viel Geschick in der Dramaturgie, die Schauspieler mit grosser Kunst kleiner Mimik, sehr sehenswert, in der kleinen Bühne sehr wirkungsvoll !!!
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01. März 2015

Beginn: 18:30 Uhr

ENDE: 19:45 Uhr

Einführung: 18:00 Uhr

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