Theater Dortmund :: Feine Jade
  • Immortal Beloved, Monica Fotescu-Uta, Howard Lopez Quintero © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Full Moon No Constancy, im Vordergrund Alessandra Spada © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Full Moon No Constancy, Sergio Carecci © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Full Moon No Constancy, im Vordergrund Monica Fotescu-Uta mit Howard Lopez Quintero, im Hintergrund von links: Denise Chiarioni (Gast) und Alessandra Spada © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Full Moon No Constancy, Marissa Parzei © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Full Moon No Constancy, Marissa Parzei © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Immortal Beloved: Ensemble © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Immortal Beloved: Barbara Melo Freire mit Arsen Azatyan © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Full Moon No Constancy: Monica Fotescu-Uta mit Howard Quintero Lopez © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Full Moon No Constancy: Marissa Parzei © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Immortal Beloved: Barbara Melo Freire © Bettina Stöß/Stage Picture
  • Immortal Beloved: Barbara Melo Freire mit Arsen Azatyan © Bettina Stöß/Stage Picture

Feine Jade

Opernhaus Dortmund

Zweiteiliger Ballettabend mit Choreografien von Edwaard Liang und Xin Peng Wang

Immortal beloved
Europäische Erstaufführung
Ballett von Edwaard Liang
Musik von Philip Glass

Full Moon No Constancy
Uraufführung
Tanzblicke von Xin Peng Wang
Musik von Julia Wolfe, David Lang, Michael Gordon, Meredith Monk, Robert Een und François Couperin

Unruhe und Getriebenheit. Der Job. Die Umstände. Die Verpflichtungen. Leben – fortwährende Ablenkung, die gar nicht mehr zur Besinnung kommen lässt, wovon sie ablenkt. Das Dasein zerrt an seinen Rahmenbedingungen. Wir haben den Wirt ohne die Rechnung gemacht.

Feine Jade vereint zwei Choreographien, die sich mit der Geschwindigkeit unserer Existenz, den Fliehkräften des Daseins, den Umlaufbahnen unserer Lebenswege, dem Wunsch nach Bezugspunkten und der Sehnsucht nach Besinnung und Beständigkeit inmitten einer bewegend-bewegten Welt auseinandersetzen.

Vor sechs Jahren reihte das renommierte Dance Magazine den in Taiwan geborenen Edwaard Liang unter die „Top 25 to Watch“ der Choreographen. Inzwischen hat der Absolvent der School of American Ballet, Träger zahlreicher renommierter Preise (Prix de Lausanne, Mae L. Wien Award), Ensemblemitglied des Nederland Dans Theater und des New York City Ballet, einen Weg quer durch die Welt eingeschlagen und für Les Ballets de Monte Carlo oder The Joffrey Ballet ebenso eindringliche Choreographien geschaffen wie für Stars wie Peter Boal oder Wendy Whelan. „Masterpieces“, feiert die amerikanische Presse seine Arbeiten. In Dortmund stellt er sich mit Immortal beloved vor, einer Schöpfung an der Schnittstelle von Poesie und Geschwindigkeit.

Xin Peng Wangs Full Moon No Constancy ist inspiriert von einem Gedicht des englischen Romantikers Percy Shelley: Der Mond ist ein „freudloses Auge, dem nichts soviel wert ist, um beständig am Himmel zu stehen.“ Wangs Kreation ist eine poetische Tour de force zwischen unterschiedlichen Aggregatszuständen, Bewegung und Stillstand, Bleiben und Gehen, Ein- und Ausrasten. In der Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler HC Gilje aus Norwegen werden Schritte zu Blicken, Blicken nach vorne, Seitenblicken, Blicken zurück, Augenblicken. Wem gelten sie? Was hemmt ihre Flüchtigkeit und lässt sie irgendwo den einen Moment länger verweilen, der ihnen eine Absicht stiftet?

Alles bewegt sich.
Aber was bewegt uns?

Pressestimmen

"Der Taiwanese (Edwaard Liang) aus den USA hat zum ersten Violinkonzert von Philip Glass eine hochvirtuose Szenenfolge geschaffen, in der sieben Tänzer und drei Tänzerinnen Höchstschwierigkeiten aneinander reihen. Es ist ein halbstündiger, sehr intensiv getanzter Jahrmarkt - auch der Gefühle-, in den die Compagnie lustvoll und mit einer beeindruckenden Präzision und mit viel Tempo eintaucht. [...] Xin Peng Wang hat mit seiner vortrefflichen Compagnie, die auch hier wieder so großartig tanzt, wie man es sich vor Beginn seiner Amtszeit nie erträumt hätte, diese Beständigkeit eines hohen künstlerischen Niveaus nach Dortmund gebracht. Dieses Ensemble ist die eigentliche "Feine Jade", die Kostbarkeit aus China."
Julia Gaß, Ruhrnachrichten

"Als sehr erfreulicher Neuzugang präsentiert sich in beiden Balletten auch die Kanadierin Marissa Parzei. Immer wieder geistert sie durch den Raum, während die anderen − ohne dass eine Geschichte oder konkrete Figuren erkennbar wären − als großes Ensemble zu den harschen, leidenschaftlichen Rhythmen etwa von Meredith Monk und David Lang tanzen. Ein Kontrastprogramm zwischen Poesie und neoklassischer Strenge. [...] Xin Peng Wang ganz cool und doch romantisch mysteriös − das ist neu. Das hat was."
Marieluise Jeitschko, tanznetz

"Zehn Jahre Xin Peng Wang haben die Dortmunder Kultur ganz schön verändert. In dieser Dekade hat der chinesische Choreograph das Dortmunder Ballett nicht nur in eine kleine, aber feine Spitzentruppe (mit gerade mal 24 Tänzern) verwandelt, die sich an internationalen Maßstäben messen lassen kann." [zu Immortal Beloved:] "Die Dortmunder Kompanie zeigt sich stilsicher: Männer, wie etwa Howard Quintero Lopez, bestechen durch athletische Kraft, die Ballerinen durch Präszisions-Balancen. In dem langsamen Teil erinnert Monica Fotescu-Uta an einen zerbrechlichen Schwan, Barbara Melo Freire indes an ein irdisches Wesen mit Spagatdehnungen über 180 Grad hinaus." [zu Full Moon No Constancy:] "Die stärksten Momente sind die, wenn sich die Truppe zu peitschenden Elektro-Beats wie fremdgesteuerte Wesen bewegt. Verkantet, verschraubt drehen sie und brillieren durch überzüchtetes Virtuosentum."
Michael-Georg Müller, WAZ/WR

"Besonders spannungsreich sind die Pas de deux, deren traditionelles Vokabular Liang bald unterläuft. Wenn sich Monica Fotescu-Uta im Rückwärtssprung spektakulär in die Umklammerung von Howard Quintero Lopez wirft, ist das ein Angriff und kein Anschmiegen."
Elisabeth Elling, Westfälischer Anzeiger

"Der 37jährige Edwaard Liang ist eine Entdeckung in Deutschland. Doch es fasziniert sein elegant-anspruchsvoller Stil, die Kombination von Geschwindigkeit und Größe der Bewegungen, die das Dortmunder Ballettensemble souverän meistert. Und dessen Chef Xin Peng Wang erweist sich als perfekter Gastgeber, wenn er im zweiten Teil des Abends, mit seinem Stück "Full Moon No Constancy" intelligente und überraschende Bezüge zu Liangs Werk schafft. [...] Der Lichtkünstler HC Gilje taucht die Bühne in giftgrünes Licht als blicke man in die Aufnahme einer Nachtsichtkamera. Das Laserlicht verdoppelt die Tänzer zudem: Zeigt sie als Körper und als scharf konturierte Schatten, so dass jede Bewegung ein irritierendes Echo auf der Bühnenrückseite erfährt - wie ein Totentanz. Eine grandios inszenierte Irritation, die man in dieser Ästhetik noch nicht gesehen hat. [...] Auch wegen dieser Bewegungsqualitäten ist diese Produktion so überwältigend gelungen. Der cool-aggressive Spitzentanz der Frauen, dazwischen ein Männersolo mit narzisstisch geschwellter Brust und dem androgynen Sexappeal eines Popstars, die fantastischen Laserlicht-Spiegel-Räume - all das fügt sich zu einer bedrohlichen Nachtszenerie. [...] Fazit: Zwei starke Stücke über Faszination und Horror der Ewigkeit: Choreograf Edwaard Liang rätselt mit turboschnell-riskater Bewegungs-Ästhetik über die Unsterblichkeit. Und Xin Peng Wang gelingt in Kooperation mit dem grandiosen Lichtkünstler HC Gilje ein faszinierendes Schattenballett über die Flüchtigkeit des Seins."
Nicole Strecker, WDR 3 Mosaik

Kommentare

Kerstin, Dortmund, 23. März 2013
Ich war am 22.3. in der Aufführung und schwer begeistert! Der erste Teil des Abends (immortal beloved) war mir persönlich ein wenig zu bieder; die Musik ist zwar wunderschön und ebenso der Tanz, aber umgehauen wurde ich dann erst vom zweiten Teil (full moon no constancy). Neben dem grandiosen Einsatz des Lichts und der Spiegelflächen war die Musikauswahl einfach toll (sehr modern, zum Teil skurril, aber immer passend!). Die Wirrnisse des Lebens, aus den Fugen geratene "Lebenslinien", Selbst- und Fremdprojektionen, Alleinsein und Überforderung. Aber auch Glück und "sich aufgehoben wissen". Es wurden starke Empfindungen transportiert!
  • Immortal Beloved, Monica Fotescu-Uta, Howard Lopez Quintero
  • Full Moon No Constancy, im Vordergrund Alessandra Spada
  • Full Moon No Constancy, Sergio Carecci
  • Full Moon No Constancy, im Vordergrund Monica Fotescu-Uta mit Howard Lopez Quintero, im Hintergrund von links: Denise Chiarioni (Gast) und Alessandra Spada
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16. März 2013

Beginn: 19:30 Uhr

ENDE: 21:15 Uhr

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