Melodramma von Gaetano Donizetti
Libretto von Felice Romani
„Una furtiva lagrima“ entdeckt Nemorino im Augenwinkel seiner Angebeteten Adina, „eine verstohlene Träne“, die ihm Hoffnung macht, dass die reiche Gutsbesitzerin doch nicht so hartherzig ist, wie sie sich gibt, und eines Tages seine Liebesschwüre erhören wird. Für viel Geld hat er Isoldes Liebestrank von dem zwielichtigen Quacksalber Dulcamara erworben, der mit seinen Wundermitteln von Dorf zu Dorf zieht. Mit Nemorinos Naivität hat Dulcamara das Geschäft seines Lebens gemacht – schließlich führt er es auf die Wirkung seines Elixiers zurück, dass der einfache und zudem schüchterne Bauernjunge plötzlich der Schwarm aller Frauen geworden ist und drauf und dran, dem großsprecherischen Sergeanten Belcore den Rang in Adinas Herzen streitig zu machen.
Gaetano Donizettis L’Elisir d’amore gehört zu den beliebtesten Werken des italienischen Belcanto; nicht zuletzt wegen der Fülle an Melodien, mit denen Donizetti die einzelnen Figuren plastisch charakterisiert und die unterschiedlichsten Szenen – von der intimen Kavatine bis zum großen Tableau – mit Leben füllt. Wie in kaum einer anderen Oper ist es ihm hier gelungen, einen Bilderbogen aufzuschlagen und die idyllische Atmosphäre eines kleinen Dorfes mit seinen Bewohnern und illustren Gästen liebevoll und detailreich zu kolorieren. Dass er und seine Librettisten dabei auf den Geschmack des 18. Jahrhunderts zurückgreifen, den empfindsamen Rührstücken näher stehen als den aberwitzigen Komödien seines Zeitgenossen Rossini, mag den Charme – und den anhaltenden Erfolg – dieser Oper begründen.
Besetzung
- Adina, Gutsbesitzerin: Julia Amos
- Nemorino, Bauer: Lucian Krasznec
- Belcore, Sergeant: Gerardo Garciacano
- Dulcamara, Arzt: Christian Sist
- Gianetta, Bauernmädchen: Tamara Weimerich
- Cornett: Daniel Hufnagl, Mitsugo Hotta
- Schlagzeug: Louis Pierre, Roland Krebs
- Mit den: Dortmunder Philharmonikern
- Mit dem: Opernchor des Theater Dortmund
- Mit der: Statisterie des Theater Dortmund
- Musikalische Leitung: Motonori Kobayashi
- Inszenierung: Christian Tschirner
- Bühne: Aljoscha Begrich
- Kostüme: Esther Krapiwnikow
- Puppenbau: Oscar Olivo
- Choreinstudierung: Granville Walker
- Dramaturgie: Wiebke Hetmanek
- Regieassistenz: Susann Kalauka
- Bühnenbildassistenz: Susanne Hoffmann
- Kostümassistenz: Jennifer Stocksley
- Studienleitung: Thomas Hannig
- Einstudierung: Philipp Armbruster, Michael Hönes, Ralf Soiron, Tatiana Prushinskaya
- Inspizienz: Alexander Becker
- Soufflage: Elke Pop
Pressestimmen
„Ein Sänger-Traumpaar hat Dortmund für das Liebespaar: Lucian Krasznec hatte als Nemorino eine Sternstunde. Julia Amos ist seine Adina. Juchzend und jubelnd stürzt sie sich in die blitzsauber gesungenen Koloraturen. Hervorragend bewegt Regisseur Tschirner die Menschenmassen, inszeniert das Geld-oder-Liebe-Spiel mit Witz und Charme und am Schluss auch mit viel Bella-Italia-Romantik in der süditalienischen Hochzeitsszene mit Adina und dem Sergeant Belcore, den Bariton Gerardo Garciacano kultiviert edel singt. Glänzend unterhalten wird das Publikum zweieinhalb Stunden lang in dieser Inszenierung.“
RuhrNachrichten, 9. April 2013
„An Dortmunds Oper liefert Regisseur Christian Tschirner ein gutes Beispiel dafür, wie man das alte Belcanto-Schätzchen L’Elisir d’Amore mit Tiefgang (und Witz) auf die Bühne bringen kann. Es ist ein starker Abend, dieser Dortmunder Liebestrank, Opernfreunde sollten ihn auf dem Zettel haben. Lange hat man den Chor nicht so individuell geführt gesehen. Wie in jedem Gesicht von Alt bis Sopran das Gerücht vom Geldregen Funken von Fantasie schlägt, ist szenisch wie sanglich großartig. Dortmunds Philharmoniker bestechen mit einer betörend warmen Klangkultur.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 8. April 2013
„Christian Sists Szenen als Doktor Dulcamara sind Höhepunkte. Sein Doktor flirtet so schamlos mit sich selbst, dass er schon wieder sympathisch wird. Im Parlando schießt Sist Silben ab wie Feuerwerk, seine Gesangslinien bleiben aber nobel […] Quirlig wirken die Ensembleszenen mit dem sehr präsenten Dortmunder Opernchor (Einstudierung: Granville Walker).“
Westfälischer Anzeiger, 8. April 2013
„Ein kurzweiliger und sehr amüsanter Liebestrank, den die Oper Dortmund auf die Bühne gezaubert hat. Unbedingt empfehlenswert für die Freunde der italienischen Oper. Hoher Spaßfaktor.“
Obensbloggt.de, 8. April 2013
"Es ist ein starker Abend, dieser Dortmunder Liebestrank, Opernfreunde sollte ihn auf dem Zettel haben."
Westfälische Rundschau, 8. April 2013





























