• Komm in meinen Wigwam - Schauspiel
    Komm in meinen Wigwam - Schauspiel © Schauspiel Dortmund
  • Leon Müller, Jana Katharina Lawrence und Mitglieder des Dortmunder Sprechchors © Birgit Hupfeld
  • Jana Katharina Lawrence und Leon Müller © Birgit Hupfeld
  • Leon Müller, Maximilian Kurth, Heinrich Fischer, Jana Katharina Lawrence, Finnja Loddenkemper und Thorsten Bihegue © Birgit Hupfeld
  • Maximilian Kurth, Heinrich Fischer und Finnja Loddenkemper © Birgit Hupfeld
  • Mitglieder des Dortmunder Sprechchors © Birgit Hupfeld
  • Leon Müller, Ekkehard Freye und Mitglieder des Dortmunder Sprechchors © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye, Leon Müller und Heinrich Fischer © Birgit Hupfeld
  • Thorsten Bihegue © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Maximilian Kurth, Heinrich Fischer und Finnja Loddenkemper © Birgit Hupfeld
  • Maximilian Kurth, Heinrich Fischer und Finnja Loddenkemper © Birgit Hupfeld
  • Mitglieder des Dortmunder Sprechchors © Birgit Hupfeld
  • Leon Müller, Jana Katharina Lawrence und Heinrich Müller © Birgit Hupfeld
  • Thorsten Bihegue © Birgit Hupfeld
  • Thorsten Bihegue, Leon Müller, Heinrich Fischer und Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Heinrich Fischer und Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Heinrich Fischer © Birgit Hupfeld
  • Jana Katharina Lawrence © Birgit Hupfeld
  • Jana Katharina Lawrence © Birgit Hupfeld
  • Jana Katharina Lawrence © Birgit Hupfeld

Komm in meinen Wigwam

Schauspielhaus Dortmund (Studio)

Eine Pilgerreise in die wunderbare Welt der katholischen Aufklärungs- und Anstandsliteratur von Wenzel Storch

Uraufführung

Der Kult-Filmregisseur Wenzel Storch entführt uns auf eine Reise in die wundersamen Abgründe der christlichen Sexualmystik. In üppig knospenden Gärten voll schwellender Stengel und Kelche, umrankt von sakralen Tapeten beginnt ein feierliches Puppenspiel im Beichtstuhl – und auf einmal fällt der Startschuss für die Popel-Rallye zum Vatikan. Dazwischen lodern kunstvolle Super-8-Bilder aus einem römisch-katholischen Propagandafilm auf.

Im Mittelpunkt steht das Wirken des päpstlichen Ehrenprälaten Berthold Lutz (1923-2013), Autor zahlreicher verträumter Aufklärungsbücher mit Titeln wie Peter hängt die Latte höher oder Noch viel schöner, Ursula. Bizarre Bücher voll unbewusster Ferkeleien, die in den 1950er und 60er Jahren Riesenauflagen erzielten, heute jedoch der Amtskirche höchst peinlich sind. Untermalt werden die zu neuem Leben erweckten Geschichten mit musikalischen Perlen des Sakro-Pop von Pater Perne bis Kaplan Flury – und auch die Kastelruther Spatzen und Heino dürfen nicht fehlen.

Das gottverdammt prächtige, umwerfend komische, elendiglich poetische Gesamtwerk des Wenzel Storch!“, schwärmt der Kritiker Georg Seeßlen in Die Zeit von Storchs einzigartigem anarchisch-surrealistischem Kosmos. Mit seinen Filmen Der Glanz dieser Tage (1989), Sommer der Liebe (1992) und Die Reise ins Glück (2004), gilt Storch vielen als der deutsche Terry Gilliam. Nun schreibt er für das Schauspiel Dortmund sein erstes Theaterstück. Schon seine Kolumnen für die Zeitschrift konkret sowie seine Bücher Der Bulldozer Gottes und Das ist die Liebe der Prälaten entführen uns mit barocker Bilderflut in gar nicht allzu abseitige Themen unserer Zeit. Wenzel Storch ist eingetragen ins Goldene Buch des Bonifatiuswerkes sowie immerwährendes Mitglied im Pallottiner Messbund.

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Besetzung

  • Sprecher: Ekkehard Freye
  • Wissenschaftler: Thorsten Bihegue
  • Kaplan: Heinrich Fischer
  • Mädchen: Jana Katharina Lawrence, Finnja Loddenkemper
  • Messdiener: Leon Müller, Maximilian Kurth
  • Nonne/Blume/Kastelruther Spatzen: Regine Anacker, Solveig Erdmann, Lilli Fehr-Rutter, Margret Kloda, Heike Lorenz, Katrin Osbelt, Rita Spieker-Thiele, Anette Struck, Bärbel Göbel, Ulli Wildt, Sabine Kaspzyck, Birgit Rumpel, Inge Nieswandt
  • Inszenierung: Wenzel Storch
  • Bühne und Kostüme: Pia Maria Mackert
  • Licht: Rolf Giese
  • Dramaturgie: Thorsten Bihegue
  • Ausstattungsassistenz: Clara Hedwig
  • Produktionsassistenz: Clara Schmieder
  • Inspizienz: Klaus Kudert, Klaus Kudert, Maximilian Steffan
  • Regieassistenz: Maximilian Steffan
  • Ausstattungshospitanz: Jouanna Mohamed

Pressestimmen

"Was Storch an irrsinnigem Alltagsschrott der 50er, 60er und 70er Jahre zusammenträgt, verdichtet er in seiner grandiosen, mit ,Trash' nur unzureichend beschriebener Wahnwitzpoesie zu einer wundervollen Mentalitätsmaterialschlacke. Und Storchs Erkundungen im Unterholz altbundesrepublikanischer Mentalitätsverwirrungen machen dabei noch einen Mordsspaß! Ein bunter Gemeindehaus-Revueabend, der tief hineinführt in den bizarren Kosmos katholischer Aufklärungs- und Anstandsliteratur."
taz, 20. Oktober 2014

"Die schwülstige Poesie eines Berthold Lutz und die hintersinnigen Kommentare Wenzel Storchs, die auch immer wieder auf die Kontinuitäten zwischen der Ideologie des Dritten Reichs und den katholischen Idealen der Nachkriegszeit verweisen, sinken wie Samen ins Bewusstsein ein und treiben dort teils phantastische, teils verstörende Blüten."
nachtkritik.de, 17. Oktober 2014

",Komm in meinen Wigwam' heißt diese ,Pilgerreise in die wundersame Welt der katholischen Aufklärungs- und Anstandsliteratur'. Doch der zitierte Heino-Schlager bringt einen auf eine falsche Fährte. Es geht Wenzel Storch – wie auch seinem Weggefährten Jörg Buttgereit oder früher Christoph Schlingensief – um mehr als eine Trashparade. Nämlich um die ehrlichen Träume hinter dem schlechten Geschmack."
Die Welt, 22. Oktober 2014

"Am Ende des höchst vergnüglichen Abends hat man das Gefühl, einem Dampfkochtopf unter steigendem Druck beigewohnt zu haben. Begeisterter Applaus für einen Abend, der das Zeug zum kultigen Langläufer hat."
WAZ, 20. Oktober 2014

"Basierend auf Storchs gleichnamigem Hörspiel erlebt der Zuschauer eine bis ins Absurde erhöhte Wertschätzung vergessener Aufklärungsliteratur. Glanz und Gloria, Pullunder und Talar, Schmutz und Schund aus Vorzeiten der Ära, in denen die Liebe in der Populärkultur laufen lernen sollte, erfüllen diese bitterböse Biografie. In puncto Ausstattung muss sich die satirische Pilgerreise nicht vor den opulent kitschigen Bildern der Filmwelten von Wenzel Storch verstecken. Allein die Auftritte des phallischen Pflanzenchores, den Pia Maria Mackert für das Stück entworfen hat, reden zum Staunen und Lachen gleichermaßen an."
Ruhr Nachrichten, 20. Oktober 2014

"Weder nimmt das Stück ausdrücklich Bezug auf die zahlreichen Missbrauchsskandale der Gegenwart, noch zeigt es uns Menschen, die unter sexuellen Übergriffen der Geistlichkeit leiden oder zerbrachen. Beides hätte ja nahe gelegen. Nein, Wenzel Storch beschränkt sich darauf, Unzulänglichkeit, Lächerlichkeit und Verkrampftheit bloßzustellen und das Weiterdenken dem Publikum selbst zu überlassen – über die Zusammenhänge zwischen Unterdrückung von Sexualität in der Pubertät und sexuellen Gewalthandlungen im Erwachsenenalter beispielsweise."
Westfälischer Anzeiger, 20. Oktober 2014

"Dieser Prälat Berthold Lutz wird als Meister, als der große deutsche Sexualmystiker – natürlich so ein bisschen übertrieben – gelobt. Und das ist eigentlich eine ganz subtile Form der Satire. Es wird immer gesagt: Mensch guck mal, wie toll das ist und was für herrliche Sachen doch gemacht worden sind! Und dann hört man dann eben einen aus unserer heutigen Sicht auch zweideutigen Schwachsinn. Aber so funktioniert das. Das ist eine Art von Satire, wie auch die Titanic sie durchaus gemacht hat. Also man huldigt dem Trash, und dann passiert in den Köpfen der Zuschauer etwas."
WDR Scala, 16. Oktober 2014

"Der ,Kult-Filmemacher' Wenzel Storch, der seit Filmen wie ,Sommer der Liebe' und ,Die Reise ins Glück' bisweilen als ,der deutsche Terry Gilliam' bezeichnet wird, kann, das hat er an diesem Abend bewiesen, auch Theater!"
Badischen Neuesten Nachrichten, 26. Oktober 2014

"Für das experimentierfreudige Theater Dortmund hat Wenzel Storch mit ,Komm in meinen Wigwam' als ,eine absurde Pilgerreise in die schwülstig-schwitzigen Welten der Aufklärungsbücher' von Berthold Lutz. (…) Zwangsläufig wird das Thema Missbrauch miterzählt, da genügen einige minimal übergriffige Gesten. Dazwischen gibt's sakrales Kasperletheater, ein Pornokrokodil, christlichen Pop und einen LSD-Reigen erotisierter Riesenblumen. Ein urkomischer und treffender Kommentar zur richtigen Zeit."
Süddeutsche Zeitung, 27. Oktober 2014

"Die katholische (Doppel)Moral immer wieder zu hinterfragen, ist ein großer Verdienst von Wenzel Storch. Das ihm das auch noch mit einem ebenso berstend komischen wie an anderen Stellen wieder feinsinnigen Humor gelingt, ist großartig und eine echte Katharsis für jeden, der am Katholizismus in seiner Kindheit und Jugend gelitten hat. Storchs Lieblingssatz des Aufklärungs-Prälaten ist: ,In der Brust der Mutter hat Gott die Muttermilch heranwachsen lassen, die so fein zusammengesetzt ist, dass sie von keiner anderen Speise ersetzt werden kann.' Storchs Überlegungen zur katholischen Kirche sind ebenfalls unersetzbar."
Ruhrbarone, 27. Oktober 2014

",Komm in meinen Wigwam', das überaus gelungene Werk eines notorischen Theaterverweigerers, der sich bei seiner Dortmund-Visite nur an eine offenbar ziemlich fürchterliche Hildesheimer Inszenierung des ,Zerbrochenen Krugs' aus Schülertagen erinnern konnte, geht einher mit einem weiteren Debüt: Erstmals hat sich Wenzel Storch ganz den erfahrenen Hirnen und Händen eines professionell geführten Theaterbetriebes ausgeliefert. Das Resultat hat das Zeug zu einem Spielplan-Dauerbrenner."
Sonntagsnachrichten Herne, 27. Oktober 2014

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