• Besessen - Schauspiel
    Besessen - Schauspiel © Schauspiel Dortmund
  • Björn Gabriel, Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Björn Gabriel, Sarah Sandeh © Birgit Hupfeld
  • Sarah Sandeh © Birgit Hupfeld
  • Sarah Sandeh, Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck, Sarah Sandeh © Birgit Hupfeld
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  • Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld

Besessen

Schauspielhaus Dortmund (Studio)

von Jörg Buttgereit und Anne-Kathrin Schulz (Mitarbeit)
inspiriert von Der Exorzist
ab 18 Jahren

Uraufführung

Als sich 1973 der Kopf der jungen Schauspielerin Linda Blair mit teuflischer Fratze auf den Rücken dreht, stockt der Welt der Atem: Der Exorzist von William Friedkin und William P. Blatty ist Hollywoods bis dato sensationellster Angriff auf die Herzen und Hirne seiner Zuschauer. Die Geschichte des ultimativen Kampfes Gut gegen Böse, ausgetragen im Körper einer 12-Jährigen, von der ein Dämon Besitz ergreift, gewinnt zwei Oscars und verzückt und verstört Millionen weltweit: Ansturm auf die Tickets und Ohnmachts- und Herzanfälle während des Filmes. Danach glauben Hunderte von Zuschauern, ebenfalls besessen zu sein und lassen Exorzismen an sich durchführen.

Nicht nur Linda Blair erlangt über Nacht weltweite Aufmerksamkeit, sondern auch das uralte religiöse Ritual der Austreibung des Bösen. Was ist diese Finsternis jenseits von Wissenschaft und Logik, die sich in uns einzunisten droht? Und wie gefährdet ist unsere geistige Gesundheit?

Deutschland, 1984. Als das ZDF den Horrorfilm-Aufklärungs- Ratgeber Papa, Mama, Zombie ausstrahlt, ist es bereits zu spät. Eine neue Technik hat staatliche Schutzmauern gegen „sozial-ethische Desorientierung“ längst unterwandert: Die VHS-Kassette verleiht Filmen eine neue Mobilität. Jenseits von Zensur und Altersfreigaben gibt es nun Terror für alle – direkt für die heimische Couch.

Und heute? Verfilmte Albträume von Dämonen jeder Art sind inzwischen Bestandteil des kulturellen Mainstreams. Dennoch – eins bleibt: Das Unbehagen vor dem, was da jenseits der Vernunft lauert. Wenn das Unfassbare plötzlich Gestalt annimmt und das Adrenalin Amok läuft: Inspiriert von Der Exorzist durchleuchtet Horrorspezialist Jörg Buttgereit in seiner neuesten Inszenierung die schizophrenen Zuckungen menschlicher Angstsynapsen.

Besetzung

Pressestimmen

„Trash-Poet Jörg Buttgereit inszeniert in Dortmund ein grandioses Exorzismus-Stück über die Angst. 'Besessen' ist lustvolles Horrortheater mit einigen Spezialeffekten, aber auch eine Auseinandersetzung mit der Frage, warum wir so süchtig nach der Angst sind. Eine Frau, die aus dem Publikum erscheint (die volksbühnenerfahrene Sarah Sandeh), deklamiert Sätze besorgter Pädagogen aus den 80er-Jahren. Dann verwandelt sich in Regan aus dem Film 'Der Exorzist'. Das wirkt lange lustig, bis sie ein Holzkreuz nimmt und das Gesäß eines der Studenten penetriert, der schmerzerfüllt wimmert. Die Jungs, die eigentlich nur einen Horrorfilm sehen wollten, werden körperlich mit dem Grauen konfrontiert. Die grandiosen Schauspieler Ekkehard Freye und Björn Gabriel wandeln auf dem schmalen Grat zwischen Ernst und Absurdität. Einerseits lacht man über hirnrissige Momente und ihre Unfähigkeit, mit der Lage klar zu kommen, andererseits kriecht einem die Angst den Rücken hoch. Wild wirbeln die Zitate, für Genrefans ist das Stück eine Offenbarung.“
Die Welt, 26. Oktober 2015

„Grandios hangelt sich Buttgereit bei dieser blutig obszönen wie aberwitzigen (!!!) Achterbahnfahrt des Grauens zwischen urkomischer wie detailverliebter Fan-Huldigung und deutlich ambivalenter Medien- wie Glaubenskritik hindurch. Wie Ash in TANZ DER TEUFEL II darf das Publikum hysterisch besessen lachen, bis das Gelächter nur noch ein entsetzter Schmerzensschrei ist. Für den richtigen Terror im Parkett sorgt dabei Sarah Sandeh, die als Linda Blair die Bühne, die wie ein überdimensionaler Fernseher umrahmt ist, besteigt. In einem unfassbaren Dauerkraftakt zwischen besessen spritziger Teufelsdirne, desillusionierter Hollywood-Aktrice und kindlicher Unschuld wechselnd, schürt sie dämonisch erfolgreich hysterische Furcht und Schrecken. Extrem dicht gepackt mit Motiven und Details weidet Buttgereits BESESSEN alle Nuancen des Horrorfandoms und der Faszination am realen wie fiktiven Grauen aus: Voyeurismus, Glaubensverirrung, Gewalt und seine Darstellung, Jugendschutz-Hysterie, Zensur, Horrorfilm-Hexenjagd, Kontakt zum und Faszination am realen Horror in allen Formen sowie obszöner Genre-Sexismus werden abgefeiert, aber auch wie das Kruzifix auf den Kopf gestellt! BESESSEN ist gleichzeitig die Heiligsprechung und Schlachtung der Horrorfilm-Kuh zum teuflischen Vergnügen der Zuschauer – was für ein ferpektes Verbrechen!“
deadline-magazin.de, 5. November 2015

„Buttgereits Geisterbahn – erst lustig, dann gruselig und super gespielt.“
Ruhr Nachrichten, 26. Oktober 2015

„Der blanke Horror auf der Bühne.“
Westfälische Rundschau, 26. Oktober 2015

„Mit 'Besessen' hat der Filmemacher Jörg Buttgereit seinen nächsten Bühnen-Blockbuster herausgebracht. Diese achtzigminütige Tour de force durch verfilmte Alpträume ist ein bei all' den höchst unappetitlichen und blasphemischen Ingredienzien ein Heiden-Spaß für große Kinder wie den Kompilator Jörg Buttgereit.“
Herner Sonntagsnachrichten, 25. Oktober 2015

„Die Horrorfilmzitate häufen sich, vom 'Exorzisten' über 'Rosemaries Baby' bis zur 'Wiege des Bösen'. Und der Teufel (Uwe Rohbeck) pellt sein Ei als De Niro-Verschnitt aus ‚Angel Heart’. Sicherlich eine Freude für jeden Cineasten.“
nachtkritik.de, 24. Oktober 2015

„Klarer Fall. Wer Fan von Horrorfilmen ist, insbesondere denen der 70er Jahre, sollte auf jeden Fall der Bude von Gerd Friedekind einen Besuch abstatten. Wer mit dem Horrorgenre überhaupt nichts anzufangen weiß und eventuell religiös empfindlich ist, sucht sich besser ein anderes Stück aus. Alle anderen erleben vier Schauspieler in Hochform.“
ars-tremonia.de, 27. Oktober 2015

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30. Oktober 2015

Beginn: 20:00 Uhr

ENDE: 21:15 Uhr

Einführung: 19:30 Uhr

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