• Der Rosenkavalier - Oper
    Der Rosenkavalier - Oper © www.farbeundbunt.de
  • Emily Newton (Feldmarschallin), Ileana Mateescu (Octavian) © Thomas Jauk / Stages Picture GmbH
  • Emily Newton (Feldmarschallin), Ileana Mateescu (Octavian), Karl-Heinz Lehner (Ochs von Lerchenau) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
  • Karl-Heinz Lehner (Ochs von Lerchenau) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
  • Emily Newton (Feldmarschallin), Karl-Heinz Lehner (Ochs von Lerchenau), Ileana Mateescu (Octavian) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
  • Ashley Thouret (Sophie), Emily Newton (Marianne Leitmetzerin) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
  • Ileana Mateescu (Octavian), Christiane Kohl (Feldmarschallin) © Thomas Jauk / Stage Pictur GmbH
  • Christian Sist (Ochs von Lerchenau) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
  • Ileana Mateescu (Octavian), Ashley Thouret (Sophie) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
  • Christiane Kohl (Feldmarschallin), Ashley Thouret (Sophie), Ileana Mateescu (Octavian) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
  • Ileana Mateescu (Octavian), Ashley Thouret (Sophie) © Thomas Jauk / Stage Picture GmbH

Der Rosenkavalier

Opernhaus Dortmund

Komödie für Musik von Richard Strauss
Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Die Affäre der Feldmarschallin Werdenberg mit dem jungen Grafen Octavian ist ein Glück, das sie der Zeit abgetrotzt hat. Die kluge, schöne Frau weiß, wie die Geschichte weitergehen muss: Octavian, der ihr jetzt noch Liebe schwört, wird sie bald für eine Jüngere verlassen. Doch welche Wege das Schicksal nimmt, um das passende Paar zusammenzuführen, kann sie sich kaum ausmalen. Ihr Vetter Ochs auf Lerchenau wirbelt die feine Wiener Gesellschaft durcheinander, weil ihn seiner Meinung nach seine gesellschaftliche Position und sein Vermögen zu schlechtem Benehmen berechtigen. Er hat es auf Sophie abgesehen, die schöne Tochter des reichen Herrn Faninal, was ihn nicht hindert, auch noch einem vermeintlichen Dienstmädchen nachzustellen, das in Wirklichkeit der verkleidete Octavian ist. Aber auch Ochs kämpft in all seiner Selbstgefälligkeit und Versoffenheit nur den großen Kampf der älteren Generation darum, die Zeit anzuhalten, den eigenen Verfall und den der Epoche zu bremsen, sich selbst, seine Gewohnheiten und seine Sehnsüchte möglichst lange zu erhalten und auf keine Möglichkeit von Glück zu verzichten. „Die Zeit, die ist ein sonderbares Ding“, singt die Marschallin, und wer versucht, sich ihr entgegen zu stellen, wird unbarmherzig von ihr fortgerissen. Die Marschallin und Baron Ochs wollen sich durch ihre jungen Partner frisches Blut zuführen, doch die Jugend durchkreuzt ihre Pläne. Gegen die Ansprüche der Älteren verteidigt sie ihr natürliches Recht, miteinander glücklich zu sein – auch wenn es, wie diese melancholische Komödie durchblicken lässt, nur ein kurzes, von der Zeit geliehenes Glück sein wird.

Mit dem Rosenkavalier haben Strauss und Hofmannsthal 1911 das berühmteste musikalische Lustspiel des 20. Jahrhunderts geschaffen: eine philosophische Komödie, die bei allem Tiefsinn doch perfekt die Mechanismen der Komik bedient. Wie die Figuren des Stücks sehnen sich auch Dichter und Komponist in eine frühere Epoche zurück, allerdings immer mit einem Augenzwinkern. Strauss’ Musik ist die schwelgerische Feier einer großen Vergangenheit, aber er komponiert – mit Schmerz und Humor – auch die Trauer um ihren Untergang hinein. Und über allem steht Hofmannsthals große Einsicht, dass zwar nur die Dauer dem Leben Würde gibt, aber nur der Wandel uns vor Erstarrung und Niedergang rettet.

Besetzung

  • Baron Ochs auf Lerchenau: Karl-Heinz Lehner
  • Octavian: Ileana Mateescu
  • Herr von Faninal: Sangmin Lee
  • Sophie: Ashley Thouret
  • Valzacchi: Fritz Steinbacher
  • Annina: Maria Hiefinger
  • Ein Polizeikommissar: Carl Kaiser
  • Ein Sänger: Lucian Krasznec
  • Der Haushofmeister der Feldmarschallin: Blazej Grek
  • Der Haushofmeister bei Faninal: Darius Scheliga
  • Ein Notar: Carl Kaiser
  • Ein Wirt: Blazej Grek
  • Drei adelige Waisen: Hasti Molavian, Britta Wille, Boshana Milkov
  • Eine Modistin: Jutta Nigge
  • Ein Tierhändler: Savo Pugel
  • Vier Lakaien der Marschallin: Thomas Günzler, Henry-Ryall Lankester, Min Lee, Ian Sidden
  • Vier Kellner: Mario Ahlborn, Hiroyuki Inoue, Marvin Zobel, Darius Scheliga
  • Die Lerchenau'schen: Hans Werner Bramer, Geronti Cernisev, David Cheong, Thomas Günzler, Hiroyuki Inoue, Ian Sidden
  • Hausknecht: Johannes Knecht
  • Kutscher: Ceronti Cernisev, David Cheong, Edward Steele
  • Musikanten: Hans Werner Bramer, Thomas Günzler, Ian Sidden
  • Leiblakai: Leon Müller
  • Mit dem: Opernchor des Theater Dortmund
  • Mit dem : Kinderchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund
  • Mit den: Dortmunder Philharmonikern
  • Mit der: Statisterie des Theater Dortmund

Pressestimmen

„Sehr schön und in jedem Moment schlüssig inszeniert. Emily Newton als Marschallin hat einen wunderbaren, glitzernden Sopran, Karl-Heinz Lehner als Ochs unglaubliche Tiefen. Sängerisch ist das vom Allerfeinsten, die Sänger in Dortmund sind einfach phänomenal.“
WDR 3, 26. Januar 2015

„Das Bühnenbild von Mathis Neidhardt war neben den Sängern ein Star der Premiere. (…) Viel komödienhaften Aktionismus fordert Herzog von den Solisten, Opernchor und Statisterie, die Sibylle Gädeke zum Teil in grellbunte, commedia-dell’arte-hafte Kleider gesteckt hat. Aber die stärksten Momente hat die Inszenierung in den intimen Momenten: Wenn die Marschallin aus dem Käfig tritt, um vom Verrinnen der Zeit zu singen, wenn Sophie und Octavian bei der Rosenüberreichung weltentrückt ihre Liebe auf den ersten Blick auf dem Dach besingen, oder im Schlussterzett.“
Ruhr Nachrichte
n, 27. Januar 2015

„Die Stärke der Inszenierung liegt in der subtilen und präzisen Personenführung. Der Chor wird wieder einmal individualisiert, ein großes Markenzeichen in Dortmund, und mit dieser Technik erzählt Herzog neben der eigentlichen Handlung noch viele kleine Geschichten, zeichnet ein pralles, manchmal auch bitteres Bild von Milieus, die sich horizontal überschneiden, während die alte hierarchische Ordnung nicht mehr funktioniert. (…) Ashley Thouret hat die himmelhohen Soprantöne, mit denen Strauss die Sophie über das Irdische erhebt. Und Ileana Mateescu ist ein Octavian mit blühendem Mezzo, der fein ausbalanciert zwischen kupferner Tiefe und samtiger Höhe schimmert. GMD Gabriel Feltz stellt die Kontraste zwischen der walzerseligen Reverenz an vergangene Epochen und den neuen Tönen spannend heraus, die immer wieder aus dem Notentext hervorbrechen.“
Westfälische Rundschau, 27. Januar 2015

Kommentare

Melanie Beese, 25. Januar 2015
Es ist immer wieder eine Freude, Premieren im Dortmunder Opernhaus zu feiern. Das war heute ein absolut gelungener, aber auch sehr langer Opernabend. Wer sich diese Oper anschauen möchte, muss viel, viel Zeit und noch mehr Sitzfleisch mitbringen. Nichtsdestotrotz ist der "Rosenkavalier" eine Oper, die man auf alle Fälle einmal gesehen haben sollte.
Horst Karbaum, 03. Februar 2015
Bei der Premiere waren Frau Newton als Feldmarschallin und Herr Lehner als Ochs von Lerchenau mehr als nur ein Ersatz. Ohne Frau Kohl oder Herrn Sist zu nahe treten zu wollen (sie hörte ich bei der Matinée und ihn z. B. in La Cenerentola) dürfte es ihnen schwerfallen, da noch was besser zu machen. Zu Frau Mateescu braucht man nicht mehr viel zu sagen, sie ist in Dortmund schon die ganz Große und wird es auch bald anderswo sein (dort hoffentlich nur zu Tourneen und Gastspielen). Souverän, superklar in allen Tonlagen, schauspielerisch hervorragend und wie immer, wenn die Rolle es erlaubt oder zulässt, spitzbübisch wie die geborene Komödiantin (siehe unten "Perücke"). Wer hätte das vor einem Jahr noch gedacht? Ebenfalls eine Entdeckung ist für mich Frau Thouret, die süße kleine Sophie, die dennoch genau weiß, was sie will und das auch mit dem nötigen "Trotzkopf" durchsetzt. Auch sie singt wie ein Engel. Wo holt diese Dortmunder Oper nur die wahnsinnig guten Ensemblemitglieder her? Der Tenor, der Valzacchi, Herr von Faninal, Annina, die Kinder ... einfach alle, das Bühnenbild, die Kostüme und die Regie waren bestens. Kleiner Kritikpunkt: Bei der Inszenierung würde ich die Szene mit "Bondage und Peitsche" mildern oder weglassen, auch wenn ich dann die Lacher an der Stelle verlöre. Es passt meine Meinung nach auch nicht, dass der Ochs, als eigentlich notorisch "Übergriffiger" in solchen Situationen die Kontrolle freiwillig abtritt und Mariandel noch vor jeder Andeutung ihrer(seiner)seits die gekreuzten Händ hinhält. Dagegen war in der Aufführung am 30. Januar das wahrscheinlich per Situationskomik enstandene "Zurückklappen der Perücke" des Ochs durch Mariandel der (ungewollte?) Supergag und viel erfolgreicher.
margret heinz, 09. Februar 2015
der schluss war so, wie er nicht sein sollte:kitschig und provinziell, eine Komödie habe ich da nicht entdeckt.Anregungen bekommen Sie vielleicht bei einigen gelungenen modernen Aufführungen in Hamburg (Aida, Salome)) u.a.,,viel "Tamm-Tamm"sagt nichts über die Qualität aus.Dass Sie nicht alle Zuschauer erreichen konnten,war gestern daran zu merken, dass diese vorzeitig die Vorstellung verliessen, da die Inszenierung zäh wie Leder vor sich hinplätscherte.Die Sänger waren gut und geeignet für ihre Rollen trotz oder gerade wegen der Vertretung für erkrankte Kollegen.
harschne, 13. Februar 2015
Bislang kannte ich nur kurze Ausschnitte aus Richard Strauss' Opern, die mir nicht sonderlich gut gefallen hatten. Ich habe daher lange überlegt, ob ich in die Oper gehen sollte. Ich habe mich schließlich dafür entschieden. Zunächst fand ich sie lediglich interessant, mehr aber auch nicht. Am Ende war ich jedoch ganz begeistert, so dass ich den Opernbesuch nicht bereut habe. Ein großes Lob gebührt der Einführung vor der Vorstellung, die wie (fast) immer in der Oper Dortmund sehr gut war!
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25. Januar 2015

Beginn: 18:00 Uhr

ENDE: 22:30 Uhr

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