Koproduktion des KJT und der Jungen Oper in Anlehnung an R. Wagners "Der fliegende Holländer"
ab 14 Jahren
Das KJT hat gemeinsam mit der Jungen Oper eine Form entwickelt, um den Stoff des „Holländers“ für ein jugendliches Publikum erlebbar zu machen. Wagners Musikdrama wurde von Michael Kessler für eine kleine Orchesterbesetzung in einer neuen Instrumentierung arrangiert und durch weitere Kompositionen von ihm ergänzt. Auf der Bühne stehen gemeinsam Schauspieler des KJT, Opernsänger und Musiker der Dortmunder Philharmoniker.
Der Erlösungsglaube, der in Wagners Oper die Figur der Senta antreibt, wird in „Glaube, Liebe, Holländer!“ mehr zum Starkult und Erlösungswahn. Senta ist bereit, für die Erlösung des Holländers – einen Mann, den sie zunächst nur von einem Bild her kennt – in den Tod zu gehen. Das lässt an die ekstatische Verehrung denken, die besonders Mädchen gegenüber ihnen völlig unbekannten Stars aus Film und Musik empfinden. Auch wenn Senta in „Glaube, Liebe, Holländer!“ das größte aller Opfer bringen will, ist sie dennoch eine Figur voller Stärke und Entschlossenheit.
Von den Themen Verehrung, ewiger Liebe und Treue bis in den Tod handeln dokumentarische Texte, die auf Interviews mit heutigen Jugendlichen basieren und mit in das Stück einfließen.
Des Weiteren werden auch Experten zum Thema Starkult zu Wort kommen!
Besetzung
- Senta: Nadine Sträter
- Holländer: Mohsen Rashidkhan
- Mit: Désirée von Delft
- Mit: Roman Konieczny
- Mit: Andreas Ksienzyk
- Mit: Bettina Zobel
- Mit: Musikern der Dortmunder Philharmoniker
- Mit: Mädchenchor "Zauberlehrlinge" unter der Leitung von Christian Scheike
- Mit: Mitgliedern des Schulchores des Gymnasiums Kamen unter der Leitung von Anette Dumpe-Fischer
- E-Gitarre: Tobias Albrecht
- Regie: Antje Siebers
- Musikalische Einrichtung: Michael Kessler
- Musikalische Leitung: Michael Hönes
- Bühne: Oliver Kostecka
- Kostüme: Jula Reindell
- Dramaturgie: Heike Buderus
- Dramaturgie: Ilona Seippel-Schipper
- Dramaturgieassistenz: Marie Helbing
- Theaterpädagogik: Heike Buderus
- Theaterpädagogik: Erika Schmidt-Sulaimon
- Regieassistenz: Veronika Metz
Pressestimmen
Am 24. März hatte im Kinder- und Jugendtheater die erste Koproduktion zwischen KJT und der Jungen Oper unter dem Namen ,Glaube, Liebe, Holländer!' unter der Regie von Antje Siebers Premiere. Die Stückentwicklung, die sich mit dem Thema ,Starkult' auseinandersetzte, ist für ein Zielpublikum ab 14 Jahre gedacht.
,Der fliegende Holländer' von Richard Wagner – eine Oper über Liebe und Selbstaufopferung. Hatte Jens-Daniel Herzog in seiner Inszenierung zu Beginn der Spielzeit seinen Schwerpunkt auf das Thema ,Einkauf in die Gesellschaft' gelegt, verwandelte Antje Siebers die Oper in die Frage über jugendlichen Starkult: Wie weit würdest du für ,deinen' Star gehen.
Statt eines großen Orchesters, spielten acht Mitglieder der Dortmunder Philharmonie die Begleitmusik unter der Leitung von Michael Hönes. Der für die musikalische Einrichtung zuständige Michael Kessler übernahm die schwere Aufgabe, das Stück für die kleine Besetzung neu umzuarrangieren und zwei Stücke neu zu komponieren. Das ist ihm vortrefflich gelungen. Es ist natürlich nicht die gesamte Oper zu hören, Siebers konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Senta und dem Holländer, so taucht Erik nur kurz auf und Sentas Vater fehlt völlig. Beeindruckend waren Szenen mit dem Holländer, als die überdimensionale Leinwand Bilder der bewegten See zeigte, so verschmolz Moshen Rashidkan als Holländer fast völlig mit dem Meer.
Nadine Sträter konnte als Senta durch ihre Bühnenpräsenz und ihre gute Stimme überzeugen. [...]
,Glaube, Liebe, Holländer!' ist aber keine Mini-Oper, sondern enthält gleichermaßen schauspielerische Elemente: Désirée von Delft, Roman Konieczny, Andreas Ksienzyk und Bettina Zobel führten quasi als Moderatoren durch das Stück. Im Mittelpunkt stand eine Auswahl von Antworten von Jugendlichen auf Fragen der Regisseurin zu den Themen: ,Was hälst du von ewiger Treue', ,Was findet Senta an dem Holländer', ,Was bedeutet für dich Liebe' und ,Wie weit würdest du für einen Menschen gehen, den du liebst'. Die Antworten wurden von den vier Schauspielern vorgelesen und erschienen auch handschriftlich auf der Leinwand. Die Jugendlichen gaben teils völlig unterschiedliche Meinungen zum Thema ,Liebe' oder ,Treue'. [...]
Zusammenfassend kann man konstatieren eine großartige Leistung aller Beteiligten, angefangen von den Musikern (Wagner und E-Gitarre geht zusammen). Sängern, Schauspielern und Mädchenchören. Die Kooperation war in diesem Fall sehr erfolgreich und wird hoffentlich in den kommenden Spielzeiten weiter ausgebaut. Ein Gewinn für alle Beteiligten.
Innenstadt-Ostblog



























