• La Bohème (Trailer) - Oper Dortmund
    La Bohème (Trailer) - Oper Dortmund
  • Ramé Lahaj (Rodolfo) und Ani Yorentz (Mimì)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Tamara Weimerich (Musetta) und Hannes Brock (Alcindoro)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ramé Lahaj (Rodolfo) und Ani Yorentz (Mimì)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ramé Lahaj (Rodolfo) und Ani Yorentz (Mimì)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Hannes Brock (Benoît), Gerardo Garciacano (Marcello), Wen Wei Zhang (Colline), Morgan Moody (Schaunard) und Ramé Lahaj (Rodolfo)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ramé Lahaj (Rodolfo) und Gerardo Garciacano (Marcello)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ani Yorentz (Mimì) und Rameé Lahaj (Rodolfo)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ani Yorentz (Mimì) und Ramé Lahaj (Rodolfo)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Tamara Weimerich (Musetta) und Chor<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ani Yorentz (Mimì) und Ramé Lahaj (Rodolfo)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ramé Lahaj (Rodolfo), Ani Yorentz (Mimì), Tamara Weimerich (Musetta) und Gerardo Garciacano (Marcello) <br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture
  • Ramé Lahaj (Rodolfo) und Gerardo Garciacano (Marcello)<br/>&copy; Bettina Stöß/Stage Picture

La Bohème

Opernhaus Dortmund

Szenen nach La vie de bohème von Henri Murger
von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

"Da ist Menschlichkeit, da ist Empfindung, da ist Herz", schrieb Giacomo Puccini über den Roman Szenen aus dem Leben der Bohème von Louis Henri Murger. In der literarischen Vorlage von Puccinis wohl bekanntester Oper schilderte Murger Episoden aus dem Quartier Latin, dem Pariser Künstlerviertel der 1830er Jahre, beschreibt Näherinnen und Grisetten und junge Männer, die ihr Künstlerdasein weniger aus Berufung als vielmehr aus Protest gegen die Spießbürgerlichkeit gewählt haben. Das ist allerdings nur auf den ersten Blick amüsant, pittoresk oder gar romantisch. Armut und Kälte, Eifersucht, Streit und auszehrende Krankheit gehören im Leben der Bohème ebenso dazu wie fröhliche Feste, Zechprellereien und wilde Liebesabenteuer.

Puccinis Librettisten konzentrierten sich auf das Schicksal von vier angehenden Künstlern - Maler, Schriftsteller, Philosoph und Musiker -, die sich gemeinsam eine kleine Mansarde über den Dächern von Paris teilen. Sie feiern, hungern, zanken, lachen zusammen und verbrennen auch schon mal ein Manuskript, wenn ihnen das Geld fürs Feuerholz ausgegangen ist. Im Zentrum aber steht die Liebesgeschichte zwischen dem Dichter Rodolfo und der Stickerin Mimì, die nicht nur durch die Tatsache, dass Mimì Schwindsucht hat, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, sondern auch durch die Unfähigkeit Rodolfos, eine feste Beziehung einzugehen.

"In dem Buch war alles, was ich suche und liebe", begeisterte sich Puccini, "die Frische, die Jugend, die Leidenschaft, die Fröhlichkeit, die verschweigend vergossenen Tränen, die Liebe mit ihren Freuden und Leiden." Und tatsächlich kam die Mischung aus Tragischem und Komischem, aus großer Emotion und detailreichem Lokalkolorit seiner facettenreichen Musiksprache sehr entgegen. In La Bohème schwelgt Puccini im belcantistischen Schmelz, präsentiert geradezu veristische Genreszenen, setzt packende Dramatik neben lyrische Kantilene und schreibt darüber hinaus eine der berühmtesten Opernszenen: Che gelida manina - Wie eiskalt ist dies Händchen.

Besetzung

Pressestimmen

"Regisseurin Katharina Thoma hat nicht nur ein Händchen für die Führung der Akteure. Ihr gelingt eine ansprechende Mischung aus feinsinnigem Humor und den großen Emotionen, die der tragische Verlauf der Geschichte bereithält."
Westfälische Rundschau

"Musikalisch kann die Dortmunder ,Bohème' mit jeder Aufführung an ganz großen Häusern mithalten. Ani Yorentz ist eine wundervolle Mimi mit schmelzzarten Tönen. Die Zerbrechlichkeit der schwindsüchtigen Frau zeigt sie am Schluss mit überwältigender Intensität. Ramé Lahaj gibt einen charmanten Rodolfo mit schmachtendem Tenor."
RuhrNachrichten

"Beachtlich vor allem der Schmelz im schlanken, transparenten Spiel der Dortmunder Philharmoniker mit Lancelot Fuhry am Pult."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Kommentare

Werdelmann, 13.Dezember 2011
Ab wann kann man für La Boheme Karten kaufen?
Theater Dortmund, 13.Dezember 2011
Im Theater Dortmund gilt der rollierende Vorverkauf, d.h. die Veranstaltungen gehen nach und nach in den Verkauf. Im Falle einer Oper, z.B. von "La Bohème" sind das immer 12 Wochen vor der Vorstellung. Die Premiere am 25. März geht damit am 14. Januar 2012 in den Verkauf. Wenn Sie Abonnentin am Theater sind, haben Sie ein Vorkaufsrecht zwei Tage zuvor. Sollten Sie ein persönliches Gespräch vorziehen, berät Sie unser Abo-Service gerne unter 0231 / 50 22442 (Mo.-Fr. 10.00-15.00 Uhr)
Beul, 25.März 2012
Hallo und guten Abend, zurück von der Boheme-Premiere bedanken meine Frau und ich uns für den gelungenen Abend. Zu Beginn schauten wir uns erstaunt an, eine so traditionelle Inszenierung - in der heutigen Zeit? - eine Konzession an die Busse aus dem Sauerland (ich bin selbst Sauerländer)? Spätestens nach der Pause konnten wir auch diesen Eindruck revidieren. Von wenigen anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten in der Lautstärke zwischen Orchester und den mal wieder hervorragend besetzten Rollen auf der Bühne einmal abgesehen war es musikalisch wie szenisch ein Genuss und somit ein rundum gelungener Abend. Wir wünschen den nachfolgenden Aufführungen einen mit der Premiere vergleichbaren Besucherandrang. Marlies und Gerd Beul, Werl
Dr. Michael Müller, 26.März 2012
Ein großer Opernabend gestern! Es stimmte alles. So macht Oper (wieder) Spaß, auch und besonders wenn sich die Inszenierung an der Handlung und nicht an den akuten Neurosen irgendwelcher Regisseurinnen und Regisseure orientiert. Weiter so! Dr. Michael Müller
F. zimmermann, 26.März 2012
Ihre Mimi war grandios, eine einmalige Stimme. Sie sollten sie nicht aus den Augen verlieren.
Prof. Dr. Wilfried Schnepp, 31.März 2012
Was für eine gelungene, klassische Inszenierung, die einfallreich war, ohne staubig und plüschig zu sein. Es war ein Genuss, Herrn Lahaj und Frau Yorentz zu hören. Ich werde mir diese Boheme auf feden Fall ein 2. mal anhören und kann sie nur empfehlen. Kompliment an die Oper Dortmund! W. Schnepp
Margret Wencker, 19.April 2012
Ein wunderschöner Opernabend, ich bin noch ganz erfüllt von dieser tollen Musik.Eure Mimi und euer Rodolfo brauchen sich hinter Netrebko und Villazon nicht verstecken...im Gegenteil.Nochmals danke an alle Künstler.
johann averbeck krammer, 19.April 2012
dass man hrn. lahaj solchen stress,wie gestern aussetzt,finde ich schon beinahe fahrlässig (in letzter minute eingeflogen aus dem kosovourlaub)und dennoch brachte er eine beachtliche leistung. fr. yorentz hat ein fantastische stimme (obwohl ich´s bei der mimi lieber ein bissl weicher habe),trotzdem,diese frau muss man im auge behalten...(ehe sie durchstartet wie eine rakete) so schön gestorben wie bei dieser inzenierung,wurde in der oper noch nie. (ich komme bestimmt nochmals in eine aufführung)
Andreas Beck, 26.April 2012
Bin doch sehr verwundert über das, was ich hier lese! - War selbst in der zweiten Vorstellung von "La Bohème" und fühlte mich sofort unschön an die jüngste Produktion von "Norma" in Ihrem Haus erinnert: Unstreitbar hat die Produktion ihre musikalischen Meriten und ist die Musik Puccinis in ihrem Schmelz und ihrer unvergleichbaren Kraft eigentlich unzerstörbar... - eigentlich!!! (nicht umsonst zählt das Werk in diesen Tagen zu den beliebtesten Opern überhaupt und ist auch einer meiner ganz persönlichen Favoriten) Doch was sich mir szenisch an jenem Abend auf der Bühne des Dortmunder Opernhauses darbot, lässt sich trotz der zuweilen recht hübschen, historisierenden Kostümierung der Solisten sowie des Chores auf weiten Strecken nur als gepflegte Langeweile bezeichnen! Da kann ich mir gleich besser eine CD-Einspielung im heimischen Wohnzimmer anhören. Wo bleibt die Magie des Theaters? Wo der Zauber der Bühne? Stattdessen wieder einmal nur einfallsloses Regietheater mit einer offenkundigen Konzession an die Kostümerwartungen rührselig-traditionsbewusster Stamm-Abonnenten. Schade!
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