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baal
Projekt mit jungen Laien von Bertolt Brecht
Baal ist jung und genial, Baal ist Dichter, Sänger und Freigeist. Die „gute Gesellschaft“ fühlt sich gut unterhalten, will ihn vereinnahmen, ihn kaufen, aber Baal widersteht. Baal lässt sich nicht verwerten!
Baal will raus – aus der Gesellschaft. Mit seinem Dichterfreund Ekart lebt er auf der Straße, in Kneipen, wälzt sich lebenshungrig und voller Sehnsucht im satten Grün des Sommers, der nach Erde riecht und Freiheit. Der Himmel ist weit und voller Farben.
Junge und alte Frauen hängen sich an ihn und einige kommen dabei um. Was fasziniert sie an Baal? Baal liebt tief und kompromisslos – Ekart. Baal ist hemmungslos. Er verletzt alles und jeden. Nichts ist ihm heilig – noch nicht mal er selbst. Baal ist der Stachel im Fleisch der Gesellschaft.
Bertolt Brecht war 20 Jahre alt, Baal sein erstes Theaterstück, unverschämt, erdig „mit Gedärmen, Herz und Lungen“. Wieviel von Baals Sehnsucht steckte in dem jungen Brecht? „Baal frisst! Baal tanzt!! Baal verklärt sich!!!“
Was gehen Brecht und sein Baal die Jungen heute an? Im elften Projekt mit jungen Laien konfrontieren sich Spieler ab 16 in zehn intensiven Probenwochen mit viel Körperarbeit und thematischen Improvisationen mit dem Baal in sich und den anderen, mit der Abscheu gegen ihn, schlüpfen in Baals hitzige Haut und in die seiner Opfer und Gegner.
Regie: Martina Droste / Thorsten Schlenger Premiere: 23. Oktober 2009
Gefördert von der Dortmunder Volksbank

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