»kultur durch wandel –
wandel durch kultur ...«


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Legendäre Worte, denen oft große Taten, manchmal aber auch nichts folgte. Worte, die in diesem Jahr 2010 eine ganze Region verändern sollen und auch könnten. Wer bestimmt die Richtung des Wandels? Haben wir, haben Sie liebes Publikum, schon genug teilgenommen? Wurde die Macht, die Sie haben, schon genug ergriffen? Jetzt, wirklich jetzt, ist die Zeit für Schritte hin zu Neuem, zum Risiko. Um auf diesem Wege Ihre Stadt, die Region, vielleicht sich selbst zu verwandeln, ist die Kunst, die ewige Abenteurerin, eine gute Begleiterin.
Bequem ist sie nicht; singt und tanzt aus der Reihe, zerstört alle Sicherheit und führt uns an den Rand des »gesunden Menschenverstandes«. Dennoch: Vertrauen Sie sich dieser Wahnsinnigen an! Pflegen, fördern, umwerben Sie die Unberechenbare. Kämpfen Sie für die Unbezahlbare.

Wie in acht Spielzeiten zuvor hat es mir große Freude bereitet, einen Spielplan für die Saison 2010/2011 zu entwerfen. Folgen Sie unseren Opernfiguren, zum Beispiel der Wassernixe Rusalka, die sich mit unglaublichem Mut aus Liebe in einen Menschen zu wandeln versucht und sich dabei fast selbst aufgibt. Eine andere Liebende wandelt sich zur Wahnsinnigen der Opernliteratur schlechthin und findet sich gerade im Irrsinn selbst (Lucia di Lammermoor). Der Hamlet des Komponisten Christian Jost wird das Zentrum des Spielplanes sein. Wann ist die Verwandlung einer Gesellschaft nur Make-up – der flotte Ausverkauf von Werten, die lästig werden? Wann ist die auch von uns so oft in Anspruch genommene Zukunftsgläubigkeit schlichtweg Ausrede, um sich mit vergangenen Fehlern
nicht auseinander setzen zu müssen? Der Geist des alten Königs, Symbol einer nicht bewältigten Vergangenheit, ist Mahnung für uns alle.

Und Sie werden sich wahnsinnig amüsieren in Jacques Offenbachs Operette Ritter Blaubart. Die blutrünstige Geschichte um den Mann mit dem exzessiven Verbrauch an Frauen verwandelt sich hier zur heiteren Groteske. Der Berufsalltag von Sekretärinnen fordert geradezu heraus, sich in Schreibmaschinen-Phantasien zu ergehen. Im gleichnamigen Stück von Franz Wittenbrink hören Sie viele Ihrer Lieblingssongs. Unterhaltung pur! Tiefste Tragik und irrwitzigste Komik verbindet Giacomo Puccini in drei Einaktern zu einem Abend. Wir begegnen tödlicher Leidenschaft, religiöser Verzückung und handfestem Betrug.

Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel. Aber niemals Wandel ohne Kultur! Das wünschen wir uns, und wir wissen Sie, liebe Damen und Herren, an unserer Seite und freuen uns auf Ihren Besuch im Musiktheater Dortmund.

Ihre



Christine Mielitz, Intendantin der Oper

 

 
 
         
 ticket-hotline: 0231/50 27 222
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