Oper Dortmund: Spielzeiteröffnung 2017/18 mit ARABELLA von Richard Strauss

Opernintendant Jens-Daniel Herzog führt Regie und eröffnet seine letzte Spielzeit als Chef der Dortmunder Oper

Opernintendant jens-Daniel Herzog (c) Philip Lethen

Opernintendant Jens-Daniel Herzog eröffnet seine letzte Spielzeit als Chef der Dortmunder Oper mit der Oper ARABELLA von Richard Strauss.

Die Premiere findet am Sonntag, 24. September 2017 um 18 Uhr im Dortmunder Opernhaus statt. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz werden Eleonore Marguerre als Arabella, Morgan Moody als Graf Waldner und Sangmin Lee Mandryka zu sehen sein.

Das begehrteste Mädchen Wiens soll verheiratet werden. Doch die Sache wird weder einfach noch billig. Arabella ist das letzte Kapital ihres Vaters Waldner, der spielsüchtig ist und die bürgerliche Fassade der Familie nur noch mühsam aufrechterhalten kann. Arabella selbst ist unzufrieden mit den Angebern und Waschlappen, die sich um ihre Gunst bewerben. Sie träumt von einem Mann, dessen Auftauchen für sie mit einem Schlag alles klar macht. Er lässt nicht lange auf sich warten. Mandryka kommt aus den Wäldern, ein reicher Bauer, unsicher auf dem großstädtischen Parkett und doch unerschütterlich in seiner Gewissheit, ein richtiges Leben zu führen. Diesem Naturmenschen kann niemand widerstehen: Waldner nicht seinem Geld, die High Society nicht seiner Siegesgewissheit und Arabella nicht seinem Versprechen, dass ihr kompliziertes Leben auf dem gesellschaftlichen Parkett sich in die unhinterfragbare Existenz einer Großbäuerin verwandeln könnte, mit einem starken Mann, vielen Kindern und klaren Aufgaben. Doch der Weg, den sie bis dahin zurücklegen muss, ist weiter, als sie denkt, und nicht nur eine Liebesintrige schiebt sich zwischen sie und ihre Sehnsucht nach Ursprünglichkeit.

Fast 20 Jahre nach ihrer Arbeit an der ersten gemeinsamen Oper DER ROSENKAVALIER schreiben Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal an ARABELLA, die ihre letzte sein wird. Wieder ist es ein Mann vom Land, der die Wiener Gesellschaft und ihre eingefahrenen Traditionen durcheinanderwirbelt. Aber während Ochs im ROSENKAVALIER ein Elefant im Porzellanladen ist, dem mühsam ein bisschen Benehmen beigebracht werden muss, wird Mandryka, der ans Leben keine Fragen hat, für die ausgelaugten, dekadenten Großstädter zum Hoffnungsträger und zur Bedrohung zugleich.

Im schwarzen Jahr 1933, vier Jahre nach Hofmannsthals Tod, wird das Stück uraufgeführt und passt scheinbar allzu gut in eine Zeit, die es sich leicht machen will. Doch wie Arabella muss Deutschland erfahren, dass die vermeintliche Einfachheit einen zu hohen Preis kostet.

Karten sind an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder im Webshop erhältlich.

>> zur Stückseite von ARABELLA


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