Oper Dortmund: Wiederaufnahme von „La Traviata“ mit Eleonore Marguerre

„Marguerre füllt diese Violetta mit einer Intensität und Bühnenpräsenz, die zu Tränen rührt.“ (Ruhr Nachrichten)

Eleonore Marguerre gibt die Violetta Valéry (c) Thomas M. Jauk


Für Giuseppe Verdi war es nach Rigoletto und dem Troubadour die Vollendung seiner „populären Trilogie“. Mit La Traviata wird am Freitag, 6. Oktober 2017, um 19.30 Uhr seine bekannteste Oper in der Regie von Tina Lanik in der Oper Dortmund wiederaufgenommen. Eine der beliebtesten Frauenrollen der Operngeschichte, die der Violetta Valéry, übernimmt in Dortmund die Sopranistin Eleonore Marguerre.

Violetta wird bewundert und verehrt, aber geliebt wird sie nicht. So bleibt sie einsam in allem Trubel, den Festen und Gesellschaften, in denen sie sich bewegt und mit denen sie sich betäubt. Der junge Alfredo Germont ist eine andere Sorte Mann als die, die sie gewohnt ist. Er scheint es ernst zu meinen, wenn er Violetta Komplimente macht und ihr seine Liebe gesteht. Zum ersten Mal glaubt die Edel-Prostituierte, dass sie einem Mann wirklich wichtig ist. Fern von Paris erleben die beiden eine Zeit vollkommenen Glücks, doch ihre Vergangenheit lässt Violetta nicht los. Alfredos Vater Giorgio sieht durch die Mésalliance seines Sohnes die gesellschaftliche Stellung seiner Familie bedroht. Obwohl Violetta ihn beeindruckt, bittet er sie eindringlich, sich von seinem Sohn zu trennen. Bevor ihre Krankheit ihrem Leben ein Ende macht, muss sie erkennen: Einen Fehltritt, den Gott vergibt, verzeiht die bürgerliche Gesellschaft noch lange nicht. Wer einmal vom vermeintlich rechten Weg abweicht, bekommt keine zweite Chance. Von Violetta bleibt nichts als die Erinnerung an ein mögliches Glück.

In seinem bürgerlichen Trauerspiel hat Verdi ein schonungsloses Bild von der besseren Gesellschaft gezeichnet, in der die Qualitäten eines Menschen nichts zählen, wenn sie nicht durch Geld, Einfluss und eine Fassade des Anstands unterfüttert sind. Trotz ihrer vielen Enttäuschungen aber liebt Violetta das Leben und triumphiert im Tod über die Kleingeistigkeit ihrer Umgebung.

Die Ruhr Nachrichten meinten über die Dortmunder Traviata: „Marguerre füllt diese Violetta mit einer Intensität und Bühnenpräsenz, die zu Tränen rührt. Farbig ist diese Stimme, mühelos sicher in den Koloraturen, anrührend zart in den Spitzentönen im Piano und am Schluss noch aschfahler als die Gesichtsfarbe der zum Gespenst geschminkten Sterbenden. Kapellmeister Motonori Kobayashi heizt das Feuer des Dramas an, lässt die Dortmunder Philharmoniker kraftvoll, aber auch sehr elegant spielen – das Orchester ist in Hochform. Musikalisch ist dies in jeder Hinsicht ein sensationeller Abend.“

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder im Webshop.

>> zur Stückseite La Traviata


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