Schauspiel: Samuel Becketts Weltklassiker „Warten auf Godot“ feiert Premiere

Schauspiel-Ensemble steht gemeinsam mit Grazer Schauspiel-Studierenden und dem Dortmunder Sprechchor auf der Bühne

Probenfoto zu „Warten auf Godot“ // (c) Birgit Hupfeld


Wladimir und Estragon sind wohl die berühmtesten Wartenden der Weltliteratur. In Warten auf Godot stellt Samuel Beckett (1906-1989), der irische Schriftsteller und Nobelpreisträger von 1969, das ungleiche Paar an einen nicht näher definierten Ort. Hier warten die beiden Glückssucher darauf, dass ein dritter kommt: Godot – nicht näher definiert, wer das ist. Regisseur Marcus Lobbes  inszeniert den modernen Klassiker, der am kommenden Samstag, 1. Februar, im Schauspielhaus Premiere feiert, mit Andreas Beck, Christian Freund, Uwe Rohbeck und Martin Weigel in den Hauptrollen.

Statt Godot erscheinen irgendwann Pozzo und Lucky, die Wladimir und Estragon allerdings nur das Warten verkürzen können. Die vier vertreiben sich philosophierend die Zeit, bis es Abend wird, dann Nacht, bis schließlich: „Der Tag erglänzt einen Augenblick und dann von neuem die Nacht.“ (Pozzo) Der zweite Akt des in seiner Einfachheit genialen Stückes birgt bis auf minimale Änderungen nichts Neues: Godot kommt nicht. Diese sich wieder ganz neu abspulende, immer gleiche Geschichte verbirgt eine ganze Welt: die existentielle menschliche Grundsituation, in der Wladimir und Estragon das verzweifelte Hoffen im Warten nicht aufgeben können, weil sie sich sicher aufgehoben wissen in der Annahme, dass das Große – nennen wir es Godot – doch irgendwann kommen könnte. Nicht Becketts Theater ist absurd (so eine vielzitierte, aber ungenaue Annahme), vielmehr zeigt er uns die Absurdität menschlichen Daseins in seiner ganzen Heiterkeit und Schwärze: jetzt und hier und immer neu.

Bühne und Kostüme hat Pia Maria Mackert entworfen, für die Video-Art sind Tobias Hoeft und Laura Urbach zuständig, die Komposition hat T.D. Finck von Finckenstein übernommen. Michael Eickhoff ist Dramaturg für die Produktion. In Warten auf Godot stehen neben Andreas Beck (Wladimir), Christian Freund (Lucky), Uwe Rohbeck (Estragon) und Martin Weigel (Pozzo) auch die Schauspielstudenten Alida Bohnen, Berna Celebi, Max Ranft, Annou Reiners und der Dortmunder Sprechchor auf der Bühne.

Der Abend dauert zwei Stunden inklusive einer Pause. Restkarten für die Premiere gibt es noch an der Theaterkasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter 0231/50 27 222 und www.tdo.li/godot.


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