Bettina Zobel

Zobel

Mit fünf Jahren sah ich im Theater Am Goetheplatz in Bremen Klaus Klettermaus und die Tiere im Hacke Backe Wald, mein Vater ging mit mir dahin und da wusste ich, das ist das Beste.
Ich saß wie gelähmt vor Begeisterung auf dem Theatersessel, während die anderen Kinder um mich herum tobten.
Ich änderte meinen Berufswunsch von Tierforscherin in Schauspielerin.
Es fiel mir wieder ein, als wir in der achten Klasse Wilhelm Tell durchnahmen. Ich durfte den Gessler spielen und man lobte meine Bösartigkeit.
Da wurde mir klar, dass man auf der Bühne alles Mögliche werden kann. Ich ging in die Theater AG und von neuem ins Theater, wo zu der Zeit Zadek und Steckel inszenierten. Es war einfach das Beste, was es gab.
Die Angst, die Pubertät, die Sorge fielen von mir ab im Theater. Es machte Dinge sichtbar, die ich vorher nur erahnen konnte.
Ich machte Abitur, arbeitete danach in einer Gewürzfabrik, einer Spedition, einem Kaufhaus, wohnte früh allein in einer winzigen Souterrainwohnung und bereitete mich auf die Aufnahmeprüfung vor.
Dann das Studium an der Hochschule der Künste Berlin 1982- 1986.
Der Mehrteiler Sommer in Lesmona für Radio Bremen/ Studio Hamburg, dabei viel gelernt von Peter Beauvais.
Engagements in Tübingen, Freiberg, Zittau und bei den Ruhrfestspielen.
Freiberuflich in Berlin. Synchron. Tanztheater.
Heirat mit Andreas Gruhn. Ein Sohn und eine Tochter, die auch Schauspielerin wird.
Nach einer schweren Erkrankung gehe ich viele hundert Kilometer auf den Jakobswegen durch Frankreich nach Spanien.
Schreibe und spiele das Solo The Road To Santiago in Kooperation mit der Compagnie des Mers du Nord.

 

In Dortmund am KJT seit dem Jahr 2000.

 

Foto: (c) Marcel Schaar



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