Felix Rösch

Felix Rösch (*1985) ist ein deutscher Komponist und Musiker. Er studierte Ton- und Bildtechnik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf im Hauptfach klassisches Klavier (Dipl. Ing. 2012) sowie Komposition für Film und Fernsehen an der Filmuniversität Potsdam Babelsberg (Master of Music 2017).

Seit 2006 schreibt er die Musik zu zahlreichen Hörspiel-, Theater- und Filminszenierungen, sowie zu eigenen, audiovisuellen Konzertstücken. Seine Musik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen filmmusikalischen Orchesterklängen, Neuer Musik und elektronischer Clubmusik und zeichnet sich durch die elektronischen Verarbeitung, Verfremdung und Neukombination von orchestralem Material aus.

Er erhielt mehrere internationale Preise und Stipendien, unter anderem den Förderpreis für Künstlerische Forschung 2015 des Instituts für Künstlerische Forschung Potsdam, den 1. Platz der Score Competition 2011 der Berlinale, sowie den europäischen Filmmusikpreis WDR Filmscore Award 2009. 2010 war er Stipendiat der Ewald-Horbach Stiftung und erhielt 2011 den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler*Innen im Bereich Komposition.

Für den Westdeutschen Rundfunk schrieb er die Musik zu zahlreichen Hörspielen, etwa Die Unendliche Geschichte (Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2015), Darknet (2014), Delay (2015) und Nachtexpress (2016). Hierfür arbeitet er regelmäßig mit dem Funkhausorchester, dem Rundfunkchor, sowie dem Sinfonieorchester des WDR. Als Komponist und Dirigent arbeitete er zudem mehrfach mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg.

Am Theater führte ihn seine Arbeit als Komponist und musikalischer Leiter mit Jan Friedrich an das Düsseldorfer Schauspielhaus (NATIVES, 2016), Staatstheater Hannover (Kabale & Liebe, 2017), Schauburg München (Frühlings Erwachen, 2017), Theater Osnabrück (4.48 Psychose, 2018), Theater Oberhausen (Bernarda Albas Haus, 2018), sowie mit Martin Nimz an das Schauspielhaus Konstanz (Die Rund- und die Spitzköpfe, 2012). Für die Inszenierungen von Autor und Regisseur Kristo Šagor ist er seit 2011 an zahlreichen Bühnen in ganz Deutschland zu Gast – zuletzt am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Staatstheater Saarbrücken, am Theater Magdeburg, sowie am Jungen Ensemble Stuttgart. Im selben Jahr führte ihn sein Weg an die Volksbühne Berlin, wo er die musikalische Leitung des Stücks 12-Sparten-Haus von Vegard Vinge und Ida Müller übernahm.

Er komponierte die Musik zu mehr als vierzig Kurz- und Langspielfilmen, darunter Pitter (Filmuniversität Babelsberg, 2016) von Michael Nathansky, Flow (Filmuniversität Babelsberg, 2016) von Natalia Sinelnikova und Up and Down the Horizon (KHM, 2012) von Sabrina Sarabi. Seit 2016 schreibt er als freies Mitglied der Berliner Klangagentur TAUCHER Sound Environment Musik zu verschiedenen raumgreifenden Installationen und multimedialen Anwendungen für Mercedes Benz, TRIAD und Siemens.

Felix Rösch lebt und arbeitet in Berlin.



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