Günfer Çölgeçen

Çölgeçen

 

Günfer Çölgeçen ist Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin und lebt seit ihrem sechsten Lebensjahr in Deutschland. Stationen ihrer Schauspielengagements waren Stadt- wie Staatstheater und diverse Off-Theater-Bühnen. 2007 wird sie in der Kritikerumfrage des Theater Magazins theater pur an dritter Stelle als „Beste Darstellerin in NRW“ genannt. 1992–2018 realisierte sie 25 Eigenproduktionen. Ihr Stück Almanya wurde 2007 im Rahmen des Programmes „Handlungskonzept Interkultur“ der Staatskanzlei NRW prämiert. Die Ästhetik ihrer künstlerischen Arbeiten greift neben dem klassischen Theaterformat auch experimentelle Formen auf und ist von der Performance Art beeinflusst.
2012–2016 arbeitete Günfer Çölgeçen mit Ensembles für Neue Musik. Als hybrides Theater der Gegenwart erscheinen ihre aktuellen Arbeiten unter dem von ihr 2009 gegründeten Theaterlabel Freie Radikale. Das Profil fokussiert Theaterproduktionen mit migrantischen, postmigrantischen und transkulturellen Themen. Diese sind auch inhaltliche Schwerpunkte ihrer Tätigkeiten als Kulturmanagerin. Im Februar 2017 erschien die Publikation Hybride Kunst.
Seit 1994 arbeitet Günfer Çölgeçen zusätzlich als Theaterpädagogin und machte 2017 ihren BUT-Abschluss im Off-Theater Neuss. In der Bandbreite ihrer Arbeiten finden sich inklusive Arbeiten mit Menschen mit Beeinträchtigungen, experimentelle Performances mit SchülerInnen und Zusammenarbeiten mit Menschen, die aus Kriegsgebieten geflüchtet sind.
An der Oper Dortmund ist sie seit der Spielzeit 2018/19 als Agentin für Interkulturelle Öffnung tätig.


Foto: (c) Björn Hickmann