Kay Voges

Voges

Kay Voges ist seit 2010 Intendant des Schauspiel Dortmund und arbeitet seit 1998 als Regisseur für Schauspiel und Oper – z.B. am Schauspiel Dortmund, der Staatsoper Hannover, der Oper Dortmund, dem Schauspiel Frankfurt, am Staatsschauspiel Dresden, an den Staatstheatern Darmstadt und Kassel, am Theater Magdeburg, am Theater Bonn sowie an den Bühnen von Münster und Moers.

Wichtige Arbeiten vor seiner Dortmunder Intendanz waren Ein Sommernachtstraum von Shakespeare / Mendelssohn Bartholdy und Tartuffe von Molière (beide in Dresden), Kränk von Martin Heckmanns (Kassel), The Making of B-Movie von Albert Ostermaier (Darmstadt), die Uraufführung von Unser Lied. Nibelungendestillat von Helmut Krausser und Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (beide Bonn) sowie Lessings Emilia Galotti und Miss Sara Sampson (in Bonn und Magdeburg) und die Uraufführung von Sowas in der Art von Terézia Mora (Ruhrtriennale). Zwischen 1996 und 2003 arbeitete Voges am Theater Oberhausen, die letzten vier Jahre als Mitglied der Künstlerischen Leitung. Kay Voges ist u.a. als Dozent an der Fachhochschule Dortmund tätig.

Am Schauspiel Dortmund inszenierte Kay Voges z.B. Büchners Woyzeck, Hitchcocks Die 39 Stufen und Dennis Kellys Waisen. Sein Ibsen-Doppel Nora und Gespenster wurde zum NRW-Theatertreffen eingeladen. Weitere wichtige Arbeiten waren Voges’ Theateradaption von Der Meister und Margarita (2012), Einige Nachrichten an das All von Wolfram Lotz (das als multimediale Begegnung zwischen Theater und Film die Spielzeit 2012/2013 im Schauspielhaus eröffnete), Peer Gynt (2013) und seine Theaterbearbeitung von Vinterbergs Das Fest. Mit der Multimedia-Performance DAS GOLDENE ZEITALTER – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen (2013) setze er seine Arbeit an der Schnittstelle von Theater und Film-/Videokunst fort, auch sein gefeiertes Debüt als Opernregisseur mit Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf Wartburg (Oper Dortmund, 2013) knüpfte fulminant daran an. 2014 inszenierte er am Schauspiel Frankfurt Endstation Sehnsucht, darüber hinaus eröffnete er mit Hamlet die Spielzeit der vergangenen Saison am Schauspiel Dortmund und entwickelte für die Spielzeiteröffnung 2015/16 die DIE SHOW, die er nicht nur inszenierte sondern auch schrieb (zusammen mit Anne-Kathrin Schulz und Alexander Kerlin). Zuletzt inszenierte Kay Voges an der Staatsoper Hannover Der Freischütz und im Schauspiel Dortmund Ayad Akhtars Geächtet. Im April 2016 feierte seine Inszenierung Die Borderline Prozession Uraufführung.

Für seine Regiearbeiten wurde Kay Voges mehrfach ausgezeichnet. 2017 wurde seine Inszenierung Die Borderline Prozession zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Einige Nachrichten an das All gewann beim NRW-Theatertreffen 2013 den Hauptpreis als „Beste Inszenierung“, darüber hinaus wurde der Film zur Inszenierung beim Artodocs International Filmfestival in St. Petersburg mit dem ersten Preis für die beste Regie und beim Sunset Film Festival Los Angeles mit dem zweiten Preis in der Kategorie „Experimental Film“ ausgezeichnet. Für seine Inszenierung von Das Fest erhielt Kay Voges 2013 eine Nominierung für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Schauspiel“, DAS GOLDENE ZEITALTER gastierte beim Heidelberger Stückemarkt. 2003 wurde Voges mit dem Regie-Nachwuchsförderpreis des Landes NRW ausgezeichnet, im Rahmen der NRW-Theatertreffen für Kinder- und Jugendtheater dreimal mit dem „Preis für die herausragende künstlerische Leistung“ (2000: Cyrano von Jo Roets; 2001: Alles in einer Nacht von Falk Richter; 2002: Feuergesicht von Marius von Mayenburg) und einmal mit dem Publikumspreis (2003: Frühlings Erwachen von Wedekind). 

 

Foto: (c) Philip Lethen



Aktuelle Produktionen: