Thorleifur Örn Arnarsson

Arnarsson

Thorleifur Örn Arnarsson wurde 1978 in Reykjavik geboren. Nach dem Schauspielstudium an der Kunstakademie in Island arbeitete er als Regisseur an verschiedenen Häusern in Island sowie in Helsinki und Sydney. Von 2005 bis 2009 folgte ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, an das sich in der Spielzeit 2010/2011 die Arbeit als Oberspielleiter am Konstanzer Stadttheater anschloss.

Anschließend inszenierte er am Staatstheater Mainz Romeo und Julia und Die Göttliche Komödie. 2014 bis 2016 war er leitender Regisseur am Staatstheater Wiesbaden und inszenierte 2016 die Eröffnung der Ibsen-Festspiele in Oslo. Am Theater Augsburg führte er außerdem Regie bei den Opern Die Fledermaus, La Bohème und Lohengrin. 2010 wählte nachtkritik.de seine Luzerner Inszenierung von Peer Gynt zur Inszenierung des Jahres. Seine Regie-Arbeit Engel des Universums nach dem gleichnamigen Roman wurde 2012 zum Stück des Jahres gewählt. Das Stück Njála, nach Motiven aus der isländischen Sagenwelt, bei dem er Regie führte und zugleich Co-Autor war, wurde mit dem isländischen Griman Preis und vielen weiteren ausgezeichnet, unter anderem für den Theatertext des Jahres und die Inszenierung des Jahres.

Anfang 2019 brachte er eine Bearbeitung von Goethes Faust im Osloer Nationaltheater auf die Bühne. Arnarsson führte regelmäßig am Schauspiel Hannover Regie (Hamlet, Macbeth), zuletzt erregte er mit der dortigen Inszenierung Die Edda große Aufmerksamkeit, die auch an der Berliner Volksbühne zu sehen war.

Ab der Spielzeit 2019/20 ist Thorleifur Örn Arnarsson Schauspieldirektor an der Berliner Volksbühne.

Foto: (c) Katrin Ribbe



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