• Frank Genser, Uwe Schmieder, Marlena Keil, Bettina Lieder, Friederike Tiefenbacher, Merle Wasmuth © Birgit Hupfeld
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  • Dortmunder Sprechchor © Birgit Hupfeld
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Das schweigende Mädchen

MEGASTORE

von Elfriede Jelinek 1. Premiere im MEGASTORE

*** Bitte beachten Sie: Die Vorstellungen finden im MEGASTORE statt***

Der rechtsextremistischen Gruppierung Nationalsozialistischer Untergrund werden bis heute zehn Morde, zahlreiche Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle zur Last gelegt. In der Dortmunder Mallinckrodtstraße erschossen die Täter am 4. April 2006 den Kioskbesitzer Mehmet Kubaşık. Entgegen anderslautender Zeugenaussagen vermuteten die ermittelnden Behörden die Täter lange im Drogenmilieu – das ist eine von zahlreichen Ungereimtheiten, nicht nur in Dortmund. Nach der Verhaftung von Beate Zschäpe am 8. November 2011 und den vorangegangenen Suiziden der NSU-Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt werden vier Untersuchungsausschüsse eingesetzt. Denn allzu ungereimt erscheint heute die Rolle diverser Organe des Staats- und Verfassungsschutzes, die das NSU-Trio jahrelang überwachten – bis hin zur mutmaßlich absichtlichen Vernichtung von Beweismaterial: Zufall, Dummheit, Versehen oder Vorsatz?

Seit Mai 2013 steht Beate Zschäpe im Münchner NSU-Prozess vor Gericht – doch die Hauptangeklagte schweigt zu allen Tatvorwürfen. Um dieses verhärtete Nichts, das ausufernden Spekulationen Raum gibt, fließt Elfriede Jelineks mäandernder Gedankenstrom – ein unendliches Sprechen. Die Nobelpreisträgerin fächert wie unter einem Kaleidoskop das Thema der Schuld auf, sucht die Lücke zu füllen und das beharrliche Schweigen zu vertreiben.

Michael Simon, 1994 mit seiner Dortmunder Inszenierung The Black Rider zum Berliner Theatertreffen eingeladen, setzt den assoziativen und fließenden Text mit sechs Schauspielern des Ensembles und dem Dortmunder Sprechchor in Szene: weniger Geschichte, vielmehr Erlebnis und sinnliche Erfahrung, die die Verantwortung des Einzelnen ins Geschehen zurückholt.

Elfriede Jelinek, aufgewachsen in Wien, zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen GegenwartsautorInnen. Sie verfasste eine Vielzahl von Theaterstücken. Zu ihrem umfangreichen Werk zählen neben Lyrik und Prosa – u. a. Die Klavierspielerin, Lust und Gier – auch Essays, Hörspiele, Drehbücher, Libretti und Übersetzungen. Sie polarisiert mit ihren Positionen, die sich stets auf Politisches und Privates gleichermaßen beziehen. Jelinek erhielt neben zahlreichen Preisen den Nobelpreis für Literatur (2004).

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Das schweigende Mädchen findet im MEGASTORE in Dortmund Hörde statt. Und so kommen Sie hin: Anfahrtsbeschreibung.

Besetzung

Pressestimmen

„Mit Elfriede Jelineks hochaktuellem, wortgewaltigem NSU-Drama eröffnet das Dortmunder Theater die neue Bühne im einstigen Borussia-Megastore. (…) Vorsichtig betritt man eine in Finsternis gehüllte Halle, wo nur hier und dort Lichtpunkte anzeigen, dass es auch ein Leben in der Schwärze gibt. Denn dort sind augenscheinlich sechs Engel am Werk. Ein Leichensack mit zuckendem Inhalt wird erkennbar, das zusammengepresste Wrack eines Polizeiwagens, eine Mülltonne voll mit geschredderten Akten, ein ganzer Sack voller Putzmittel. Alle leer, das Blut von zehn Opfern lässt sich nicht so leicht abwaschen. (…) Es entfaltet sich eine visuelle Kraft, die selbst die Weite des Megastores auszufüllen versteht."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 14. Dezember 2015

„Der Regisseur Michael Simon entscheidet sich für eine doppelte Nutzung des Raumes. Er lässt den Abend in einer Art szenischer Installation beginnen. Ein zerdrücktes Polizeiauto steht da, auf Wänden finden sich in riesigen Lettern Worte wie ,Angst' und ,Wut', ein Bergpanorama mit den Städtenamen der NSU-Tatorte, Müllcontainer und zentral ein Leichensack. Ästhetisch bewegt sich das alles irgendwie zwischen Jonathan Meese und IRWIN. Zu letzterem Eindruck trägt sicherlich auch der dräuende Industrial-Soundtrack von Tommy Finke bei. (…) Frank Genser, Marlena Keil, Bettina Lieder, Uwe Schmieder, Friederike Tiefenbacher und Merle Wasmuth stehen verloren in diesem riesigen Raum und sprechen ganz allein gelassen ihre Texte. Einer nach dem anderen, konzentriert und mit einem tiefen Ernst, der auch die Wortspiele Elfriede Jelineks überlagert und die Dringlichkeit des Themas leuchten lässt.“
ruhrbarone.de, 13. Dezember 2015

„Es sind Bilder des Danach, die Michael Simon inszeniert. Die Morde sind geschehen, die Staatsorgane haben versagt, die Opfer und ihre Familien wurden wieder und wieder gedemütigt, die Beweise sind vernichtet, das Blut ist verschwunden, aber die Klagen und Anklagen bleiben. All das steckt in diesen Exponaten eines ungeheuren und ungeheuerlichen Justiz- und Politskandals. Der Zuschauer wird zum Wanderer zwischen den Teilen, deren Summe er eher intuitiv erahnt."
nachtkritik.de, 11. Dezember 2015

Kommentare

Schliebs, 11. Dezember 2015
Hochinteressant - Hochaktuell - Ihr habt ein sehr flexibles Programm. Ich verfolge die Inszenierung sehr neugierig aus Göttingen. Toi Toi Toi für Eure Premiere lieber Tommy!!!
STF, 12. Dezember 2015
Ein starker Abend und eine gelungene Premiere für die neue Spielstätte MEGASTORE! Schauspieler unter uns - aber keine Verfassungsschützer! Gemeinsam mit dem Dortmunder Sprechchor führen die sechs Schauspieler mit immer wieder wechselnden "Hauptrollen" durch die kaum fassbaren Verstrickungen rund um die Mordserie des NSU. Neben Wut und Empörung bleibt zum Glück auch Raum für Trauer und Gefühl. Auch die tagesaktuellen Entwicklungen im Prozess sind genial eingefügt worden. Toll: Ein Bühnenraum, der auch dem Zuschauer mehr Freiheit gibt. Es ist ein einmaliges Theatererlebnis wenn sich 200 Zuschauer mit insgesamt gut 60 Schauspielern (zumindest zeitweise) den Bühnenraum teilen. Riesenlob an die Schauspieler und den Sprechchor uns auf dieser Erkundung mitzunehmen. Besonders gelungen: Das "beiläufige" Ende, dass uns Zuschauer im leeren Raum zurücklässt. Klasse gemacht!
Jörg Achim Zoll, 14. Dezember 2015
Beeindruckend. Ich war anfangs skeptisch, doch die Aufführung widersteht glücklicherweise jeder Versuchung, dem Verstörenden ihres Stoffs mit banalen und vorhersehbaren Deutungsangeboten zu begegnen. Was in diesen zwei Stunden geschieht, kann nur miterlebt und mitgefühlt und anschließend selbst durchdacht und gedeutet werden. Starke Bilder und eine Unmittelbarkeit, wie sie das Sprechtheater selten bietet, lassen einen so schnell nicht mehr los.
Martina Wiemer-Becker, 28. Dezember 2015
Meinen Glückwunsch zu dieser mehr als gelungenen Umsetzung dieses so unbequemen Themas. Ich bin beindruckt, wie das Spiel diesen riesigen Raum ergriffen, die Zuschauer in das Chaos der Tatsachen mit einbezogen und es dann geschafft hat, die Fakten und meine Gedanken zu sortieren. Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden für diese hervorragende Aufführung.
Bernd Langer, 01. März 2016
Schwere Kost, aber beeindruckend. Fremd geblieben ist mir der onanierende Zwerg und der Verzehr des Inhalts der Windel.??
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