• Uta Holst-Ziegeler und Uwe Schmieder © Birgit Hupfeld
  • Sebastian Graf und Uta Holst-Ziegeler © Birgit Hupfeld
  • Uta Holst-Ziegeler und Sebastian Graf © Birgit Hupfeld
  • Uwe Schmieder © Birgit Hupfeld
  • Uta Holst-Ziegeler © Birgit Hupfeld
  • Uta Holst-Ziegeler © Bitgit Hupfeld
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  • Uta Holst-Ziegeler und Andreas Beck © Birgit Hupfeld
  • Uta Holst-Ziegeler, Andreas Beck, Sebastian Graf und Uwe Schmieder © Birgit Hupfeld
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  • Andreas Beck © Birgit Hupfeld
  • Andreas Beck © Birgit Hupfeld
  • Sebastian Graf © Birgit Hupfeld
  • Uwe Schmieder und Sebastian Graf © Birgit Hupfeld

METALLOID | Extra hart arbeitendes Material

Schauspielhaus Dortmund (Studio)

Ein musikalischer Abend über Industrial und die deutsche Romantik

Jede Revolution erzeugt einen Gesang, der sie begleitet, ausdrückt und verflucht: Wie Grenzpfeiler markieren die Romantik und die Bewegung des Industrial Geburt und Untergang der Epoche der europäischen Industrialisierung. Als um 1800 die Maschinen ihre Herrschaft über den Kontinent antreten, reagieren die Künstler mit der wütenden Bewegung der Romantik. Dem Licht der Aufklärung und der einsetzenden Globalisierung halten sie Dunkelheit, Unbewusstes und Natur entgegen – und befeuern en passant nationale Mythen, die sich in das kollektive Gedächtnis der gerade erst entstehenden deutschen Nation einbrennen. 170 Jahre später geht die Epoche klassischer Industrie auf ihr Ende zu und das Zeitalter der Dienstleistungen kündigt sich an. Eine neue Form des künstlerischen Ausdrucks – aus dem Punk hervorgegangen – besingt den Untergang eines ganzen Zeitalters: Industrial! Cut-Up und Collagentechniken werden zum Markenzeichen ihrer provozierenden Performances, die Verwendung ganzer Gebäude, Maschinen und Schrott als Instrumente ist die Grundlage für ihre Musik. Bands wie Einstürzende Neubauten, Test Department und Psychic TV werden zu Ikonen einer ganzen Generation.

Vier Schauspieler, 120 Werkstoffe, ein Raum aus Metall und Texte aus der deutschen Romantik: Der Abend METALLOID | Extra hart arbeitendes Material ist das Ergebnis einer musikalischen und literarischen Suche nach den unterirdischen Verbindungen zwischen Romantik und Industrial.

Axel Holst (*1967) ist Schauspieler im Ensemble des Schauspiel Dortmund (z. B. WoyzeckDie 39 Stufen). Als Regisseur arbeitete er u. a. am Staatstheater Cottbus und Staatstheater Kassel, außerdem war er Dozent an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Holst gründete 1987 in der DDR die Industrial-Band FO 36, deren Musik bis heute in der Szene kursiert.

Eine Kooperation mit dem Hartware MedienKunstVerein (HMKV) und der dortigen Ausstellung INDUSTRIAL.

Besetzung

  • Inszenierung:
  • Bühne: Valerie Gasse,
  • Kostüme: Valerie Gasse
  • Licht: Rolf Giese
  • Dramaturgie: Alexander Kerlin
  • Regieassistenz: Tilman Oestereich
  • Inspizienz: Klaus Kudert
  • Soufflage: SuSe Kipp

Pressestimmen

„Metall auf Metall, Säge auf Holz, ein Drumcomputer, ein sprechender Spielzeugstaubsauger, Gitarren und Lyrik auf vier Jahrhunderten: Das war die Premiere von ,Metalloid – Extra hart arbeitendes Material' im Studio des Schauspielhauses am 11. Mai 2012. Wen das an die ,Einstürzenden Neubauten' erinnerte, lag nicht falsch. Das Publikum lauscht den Texten von Andreas Gryphius (Barock) bis zu Blixa Bargeld und Heiner Müller (zeitgenössisch) und den Klängen der vier Schauspieler. Die beschäftigten sich mit Feile, Hammer oder Flex. Uwe Schmieder benutzt sogar einen sprechenden Kinderstaubsauger. Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, wie sich Lyrik aus den unterschiedlichen Jahrhunderten mit einer rohen Musikrichtung wie dem ,Industrial', der in den 70er Jahren in England entstand, zu einer Einheit verbindet. Langanhaltender Beifall belohnte die Schauspieler für die harte Arbeit auf der Bühne.“
Innenstadt-Ostblog

„Der Abend lebt von der Hingabe der Schauspieler. In schwarzer Kleidung zwischen Kampfmontur und Arbeitskluft (Bühne und Kostüme: Valerie Gasse) begleiten sie einander mit Metall-Abfall vom Schrottplatz. Manchmal knallend laut, oft ruhiger, mit mechanischen Rhythmen. (...) Die metallenen Klänge steigen an und ebben ab, die Rhythmen maschinenähnlich, eine Art Musik-Gerippe, Sebastian Grafs Gitarre setzt Akzente. Der Einsatz von Megaphon, funkensprühender Flex und Elektro-Spielzeug ist eher ein Muss als eine Überraschung.
Hin und wieder bricht Regisseur Holst die Maschinen-Ästhetik mit Ausflügen Richtung Musik. Zu Hugo von Hofmannsthals ,Vorfrühling' mischt Andreas Beck am PC leise Hubschrauber-Samples über eine Spieldosen-Melodie, und Uta Holst-Ziegeler lässt eine dünne Eisenkette klackern – gefühlvolle, zarte Triebe im robottenden Rhythmus-Metronom.“
Ruhrnachrichten

"Was die Uraufführung bot, war gewagt, mitunter verstörend. Der tabulos-wilde Lyrik-Mix wird untermalt mit einer Geräuschkulisse, die Bewohnern des Ruhrgebiets wohl vertraut, in diesem Zusammenhang aber seltsam fremd sein dürfte. Da wird rhythmisch gehämmert, gesägt oder auf Tonnen getrommelt. Funken sprühen. Nach rund anderthalb Stunden endet dieser Abend des ,extra hart arbeitenden Materials', was auch auf die vier Schauspieler zutrifft, die bei all dem lautstarken Musizieren auf vermeintlichem Schrott einen wahren Kraftakt vollbringen.
Westfälische Rundschau

Kommentare

M. Bohn, 21. Mai 2012
Eine sehr beeindruckende Aufführung ... Leider (oder glücklicherweise) sind lyrische Texte sehr dichte Texte, die man nicht gleich beim ersten Hören/Lesen versteht, zumal wenn sie so eindringlich vorgetragen werden wie in METALLOID. Gibt es eine Möglichkeit, an die Texte zu kommen oder wenigstens zu erfahren, wo sie zu finden sind?
Axel holst, 25. Mai 2012
liebe/lieber Frau/Herr Bohn. Die Texte und ihre Autoren sind auf dem Programmzettel des Abends aufgeführt. Sollten Sie trotzdem Probleme haben, diese zu erhalten, wenden Sie sich postalisch über das Theater an mich. Liebe Grüße Axel Holst
K. Grüning, 11. Juni 2012
goiler abend. Sowas hab ich am Theater noch nie gesehn. unglaublich. Man war wie gefesselt.
Sven Vogt, 16. Juni 2012
waren auch dort, natürlich in der Motivation, als alter Neubauten-Fan dort auf der Bühne etwas geboten zu bekommen, was eben von jenen inspiriert ist Der Einfluss ist auch wirklich nicht zu leugnen wie zwei Lieder bewiesen. Was ich gut fand war, das es nicht eine reine Hommage und Kopie der Neubauten waren sondern der Versuch gestartet wurde, verschiedene, durchaus bekannte Klassiker deutscher Poesie in neuem, metallischen, instrumentalen, brüllenden, hauchenden Expression. Ob Nietzsche, Benn oder die anderen. Klar kann das ein echtes Konzert der Neubauten vor der Bühne nicht ersetzen, auch von der Lautstärke, die wohl doch noch ein paar Strich höher auf der Richterskala ansetzen gilt, denn wie Blixa mal sagte muss man solche Musik mit Schmerzen hören, an den Rand der Belastbarkeit bringen, doch die einstigen schreienden Lärmkörper des Chaos sind auch beschaulicher geworden heutzutage.. doch das war wohl nicht die Absicht der vier Schauspieler. Im Gegenteil fand ich, eben auf Theaterbühne gespielt und nicht als Konzert. und die Version ZNS mit dieser eindrucksvollen Frau vorgetragen war echt eine ganz besondere Note..überhaupt, Poesie schreien, oder von guten Schauspieler vorgetragen, wo doch viele Gedichtsrezitationen oft an müden, lahmen, langweiligen, oder affigen, albernen Stimmen im Grab der Seichtheit enden hat Spaß gemacht, sehr gut...sehr kraftvoll, wuchtig, verstörend, aufwühlend, expressiv und dann wieder ruhig, fast schüchtern, berührt... das letzte Stück, Mutter, eindrucksvoll.. falls man überhaupt von "musikalischer Untermalung" sprechen kann, fand ich viele Sachen auch sehr gelungen, passend zum Gesamten.
m, 17. Juni 2012
ok. bis gleich. für diese saison mein letzter abend mit dem dortmunder theater.
Uli Krüger, 18. Juni 2012
Uli Krüger 18.06.2012 - war bei der Premiere dabei - gestern noch einmal - noch intensiver - die vier Akteure/die Band noch geschlossener, noch akzentuierter - die Texte wurden in mich hineingehämmert, -gehaucht, -gesägt, -geflext, -gesungen, -geschrien - bravo Axel Holst - Uta Holst-Ziegler - Andreas Beck - Sebastian Graf - Uwe Schmieder - lasst Euch (mit Eurer begeisternden Schauspieltruppe im Theater DO) nicht vom Weg abbringen :-))
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31. Mai 2012

Beginn: 20:00 Uhr

ENDE: 21:15 Uhr

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