• Christian Sist (Saul) © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH
  • v.l.n.r.: C. Sist (Saul), L. Krasznec (Jonathan), Ks. H. Brock (Hohepriester), I. Mateescu (David), J. Amos (Michal), T. Weimerich (Merab) © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH
  • Ileana Mateescu (David), Christian Sist (Saul) © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH
  • Ileana Mateescu (David) und Opernchor des Theater Dortmund © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH
  • Tamara Weimerich (Merab) © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH
  • Christian Sist (Saul), Lucian Krasznec (Jonathan) © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH
  • Ileana Mateescu (David), Tamara Weimerich (Merab), Julia Amos (Michal) © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH
  • Ileana Mateescu (David), Ks. Hannes Brock (Hohepriester), re. Tamara Weimerich (Merab) © Björn Hickmann / Stage Picture GmbH

Saul

Opernhaus Dortmund

Szenisches Oratorium von Georg Friedrich Händel
Libretto von Charles Jennens

Eine Koproduktion mit dem Staatstheater Kassel
In englischer Sprache mit Übertiteln

Jeder kann ein mächtiger Herrscher sein, wenn er nur über sich selbst herrscht – so lehrt es die Lebensphilosophie seit der Antike. König Saul herrscht über das Volk Israel, doch die eigenen Launen hat er nicht im Griff. Noch dazu sitzt ihm die Angst im Nacken, ein ewiger Minderwertigkeitskomplex, da er, der Hirte und Heerführer, der vom Propheten Samuel zum Fürsten gesalbt worden war, sich die Königsherrschaft angemaßt hat. Ist die Macht nur ein Traum, aus dem er eines Tages aufwachen muss? Die Panik wird real, als ein Jüngerer erscheint. David tötet den angeblich unbesiegbaren Goliath und erobert die Herzen des Volkes. Trotzdem bleibt er loyal zu seinem König, heiratet dessen Tochter Michal und schließt eine unverbrüchliche Freundschaft mit Sauls Sohn Jonathan. Sauls Verfolgungswahn wird immer verheerender und vernichtet nach und nach seine Autorität als Herrscher. Die Gespenster seiner Vergangenheit holen ihn auf furchtbare Weise ein. Nach einer verlorenen Schlacht gegen den Erzfeind, das Volk der Philister, gibt sich Saul, der sein Seelenheil schon lange verloren hat, den Tod. David folgt Saul als zweiter israelitischer König auf dem Thron nach. Viel später – aber da sind die Ereignisse von Händels Oratorium längst Geschichte – wird auch der alte David nicht verstehen, dass man Macht nur geliehen bekommt, und wird der Versuchung erliegen, sie zu missbrauchen.

Persönliche Schwäche und politisches Versagen setzen in Händels Saul, der 1739 in London uraufgeführt wurde, eine unaufhaltsame Abwärtsspirale in Gang. Saul ist nicht das erste Oratorium Händels, aber das erste Werk, das parallel zum sich abzeichnenden Niedergang der Londoner Opern entsteht. Nach 42 Opern sieht der Komponist auf seinem bis dahin ureigenen Feld keine Zukunft mehr. Die Oratorien erlauben ihm nicht nur, in der Volkssprache Englisch zu schreiben, sondern auch, sich von den Zwängen des Theaterbetriebs frei zu machen und dem Chor eine zentrale Rolle in seinen Werken zu übertragen. Nach Elias und den Jahreszeiten soll mit Händels Saul zum dritten Mal ein großes Werk des chorsinfonischen Repertoires in einer szenischen Umsetzung auf die Dortmunder Bühne gelangen.

Besetzung

  • Musikalische Leitung: Motonori Kobayashi
  • Inszenierung:
  • Bühne: Sibylle Pfeiffer
  • Kostüme:
  • Choreinstudierung: Granville Walker
  • Dramaturgie: Georg Holzer
  • Regieassistenz: Fabian Schäfer, Franziska Schumacher
  • Bühnenbildassistenz: Aleksandra Gnielka
  • Kostümassistenz: Jennifer Stocksley
  • Studienleitung: Luca de Marchi
  • Einstudierung: Philipp Armbruster, Thomas Hannig, Michael Hönes, Sujin Jung, Tatiana Pruskinskaya
  • Inspizienz: Alexander Becker, Ulas Nagler
  • Soufflage: Arminia Friebe

Pressestimmen

"Sehenswert ist die Aufführung wegen der glänzenden Solisten, mit denen die Dortmunder Oper seit drei Jahren verwöhnt."
Ruhr Nachrichten, 27. März 2015

"Wer einen derart guten Chor beschäftigt, der muss ihm auch etwas zu tun geben. (…) Das Publikum feiert eine gut gearbeitete Inszenierung und großartige Sänger mit viel Beifall im Stehen. (…) Die Dortmunder Philharmoniker musizieren in kleiner Besetzung auf dem halb hochgefahrenen Graben. Motonori Kobayashi dirigiert ohne Stab und setzt Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis ein, um Klänge von bezaubernder Durchsichtigkeit zu formen. Starke Optik und großer Klang verbinden sich zu wirklich überwältigenden Bildern."
Westfälische Rundschau/Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 27. März 2015

"Musikalisch bewegt sich die Produktion auf gutem Niveau und unterstreicht einmal mehr, was gute Ensemble-Arbeit zu leisten vermag."
online musik magazin, 26. März 2015

"Katharina Thoma inszeniert um das Gottes-Thema herum, indem sie die Macht mit dem Volk Israel verknüpft. Dazu hat sie kluge Gedanken, die ‚Saul’-Aufführung ist auf verschiedenen Ebenen sehr interessant, aber ausdrücklich kein großes Bibel-Theater, sondern eher Minimal-Regie." 
Westfälischer Anzeiger, 28. März 2015

Kommentare

Marianne Poen, 26. April 2015
Die Premiere war überwältigend, die Form des Oratoriums kam immer wieder durch. Sänger, Chor, Regie, Bühne und Kostüme , ein einmaliger sinnlicher Genuss. Gratulation
Anne Gerlach, 28. April 2015
Eigentlich hatte ich die Karten nur der Sänger wegen gekauft, es hätte kein Händel sein müssen und schon gar kein inszeniertes Oratorium - tatsächlich war es der faszinierendste Abend der ganzen Saison, toll!
E-R Kroemer, 25. Mai 2015
Ileana Mateescu fand ich großartig gestern im Saul, Stimme Aussehen und Spiel beeindruckten mich nachhaltig; ich kam aus Stuttgart zu Besuch nach Dortmund und bin erfüllt und begeistert von diesem Opernabend, danke für diese Gesngesleisung mit herzlichen Gruß. Ernst-Richard Kroemer
Horst Karbaum, 19. Juni 2015
Warum ist das Haus so leer? Sollte man Promis aus Funk und Fernsehen irgendwie einbinden, damit auch das Operetten- und Musicalpublikum kommt? Liegt es am Etikett "Oratorium" oder "Bibel"? Sowas wie das, was ich gestern abend gesehen und gehört habe, hatte ich genau genommen noch nie. Die gesamte Mannschaft arbeitet wie eine Einheit zusammen. Die Regie ist nicht mini- sondern optimal und die Besetzung der Solisten deckt sich wirklich mit den Persönlichketen der Künstler oder sie spielen es so gut, egal. David, rechtschaffen, bescheiden und voller Ausstrahlung kann man treffender nicht besetzen. Frau Mateescu bringt diese Eigenschaften mit! Frau Amos passt, Frau Weimerich passt, Herr Krasznec passt, Herr Sist passt, Kammersänger Brock passt (und sein wunderbar klarer Gesang auf englisch) und der Chor und das Orchester und das Bühnenbild und ... und ... Hoffentlich sieht das niemand von den Schickimicki-Bühnen, sonst sind diese tollen Leute bald weg! Also ran und schnell noch anschauen 20. und 26.06.15. Wenn die nicht ausverkauft sind, dann gibt es auch keine Wiederaufnahme! Lieber Herr Holzer, lieber Herr Kobayashi, lieber Herr Walker, liebe Frau Thoma - Da Capo!
  • Christian Sist (Saul)
  • v.l.n.r.: C. Sist (Saul), L. Krasznec (Jonathan), Ks. H. Brock (Hohepriester), I. Mateescu (David), J. Amos (Michal), T. Weimerich (Merab)
  • Ileana Mateescu (David), Christian Sist (Saul)
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20. Juni 2015

Beginn: 19:30 Uhr

ENDE: 22:10 Uhr

Einführung: 18:45 Uhr

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