• Johannes Hubert, Sebastian Graf, Magdalena Roth und Franziska Dittrich © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Sebastian Graf © Birgit Hupfeld
  • Uwe Schmieder © Birgit Hupfeld
  • Magdalena Roth, Franziska Dittrich, Sebastian Graf und Johannes Hubert © Birgit Hupfeld
  • Franziska Dittrich © Birgit Hupfeld
  • Magdalena Roth © Birgit Hupfeld
  • Franziska Dittrich, Sebastian Graf und Johannes Hubert © Birgit Hupfeld
  • Franziska Dittrich und Johannes Hubert © Birgit Hupfeld
  • Sebastian Graf, Johannes Hubert und Franziska Dittrich © Birgit Hupfeld
  • Franziska Dittrich © Birgit Hupfeld
  • Uwe Schmieder mit Franziska Dittrich, Magdalena Roth, Sebastian Graf und Johannes Hubert © Birgit Hupfeld
  • Franziska Dittrich, Johannes Hubert und Uwe Schmieder © Birgit Hupfeld
  • Franziska Dittrich, Johannes Hubert und Uwe Schmieder © Birgit Hupfeld
  • Franziska Dittrich, Sebastian Graf und Johannes Hubert  © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Uwe Schmieder, Magdalena Roth und Johannes Hubert © Birgit Hupfeld

MOBY DICK vs A.H.A.B. - All Heroes Are Bastards

Schauspielhaus Dortmund (Studio)

Ein Rachefeldzug mit Puppen und Menschen von Roscha A. Säidow nach Herman Melville

Uraufführung

Ein Schiffskapitän, der einen weißen Wal jagt. Was klingt wie eine romantische Seefahrergeschichte, weist weit darüber hinaus: Was hält eine Gruppe – eine Schiffsmannschaft – zusammen, verschworen und einem einzigen Ziel verpflichtet? Was sind ihre Dynamiken? Roscha A. Säidow entwickelt anhand der Vorlage von Herman Melville – einem Klassiker der englischsprachigen Prosaliteratur – einen Theaterabend rund um die Themen Rache, Wahn, Fanatismus und Terrorismus: Schon die RAF erkannte sich in Moby Dick wieder und wählte daraus ihre Decknamen – Andreas Baader war Ahab. Gemeinsam mit ihrem Kollektiv Die Retrofuturisten und dem Ensemble des Schauspiel Dortmund bringt Säidow eine fantastische Welt zwischen Puppen und Menschen auf der Dortmunder Bühne.

Regisseurin Roscha A. Säidow erschafft mit ihrem seit 2011 bestehenden Cross-Over-Puppenkollektiv Die Retrofuturisten hollywoodeske Steampunk-Dystopien zwischen Tim Burton, Sin City und Comic: analog meets hightech! Säidow studierte Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sie inszenierte u. a. in Marburg, Frankfurt und am Maxim Gorki Theater Berlin. MOBY DICK versus A.H.A.B - All Heroes are Bastards ist ihre erste Arbeit am Schauspiel Dortmund.

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Besetzung

Pressestimmen

„Die ‚Retrofuturisten’ um Regisseurin Roscha A. Säidow ziehen vom Roman eine Linie zum modernen Terror. (…) Der Abend (…) schichtet drei Deutungsebenen der Besessenheitsstudie übereinander. Jedes Mal werden die Figuren größer. Dem Puppenspiel um die Waljagd folgt eine Übersetzung ins Milieu von Verschwörern und Agenten, mit den Akteuren in der Aufmachung des ‚schwarzen Blocks’. (…) Der Wahngeschichte und ihrer Aneignung durch Gewalttäter folgt die Wendung in einen Diskurs. Aber kein Günther Jauch übersetzt hier Politik in Entertainment. Ein Melville verlangt nach Experten, und so macht sich das Literarische Quartett ans Werk. Da schrumpft selbst der Oberrevoluzzer vor der Leinwand zum armen Würstchen, dem Sigrid Löffler mütterlich die Schulter reicht. Und Uwe Schmieder brilliert als Reich-Ranicki mit einem Text, der Gedanken über Wahn und Kapital in den Jargon des Bildungsfernsehens übersetzt. Diese Hetzjagd durch die Theaterformen, diese mehrbödige Spiel zwischen Literatur und Leben, diese Montage von Elementen, die auf den ersten Blick unvereinbar scheinen, ist nicht nur treffsicher, sondern außerdem hoch unterhaltsam.“
Westfälischer Anzeiger, 30. März 2015

„Zunächst werden wir, das Publikum, gebrieft: sehen die ganze Handlung des weltliterarischen Wälzers als Pop-Kasperletheater (…). Overheadprojektoren schaffen auf der Bühne ungewöhnliche Lichtverhältnisse, eine Art lyrischen Glanz, ganz anders als zum Beispiel eine Videoprojektion. (…) Im ersten Teil sind sie alle Puppenspieler. (…) Dann schließt das Kasperletheater. Und die Bühne öffnet sich zur ganzen Breite. Auch formal: Jetzt sehen wir echte Schauspieler oder Spieler mit Riesenpuppenköpfen, Schattenspiel und immer wieder diese atmosphärischen Overhead-Projektionen: verschiedene Tinkturen sind da in Wannen auf den Overheads und reagieren scheinbar chemisch (…). Wir sehen jetzt einen Remix des Plots. Diese Verschwörungsszene (…) ist eine aktuelle Zusammenrottung von Extremisten. (…) Das Ensemble übersetzt den Roman im Remix-Teil als völlig freie Verstrickung von Motiven und Assoziationen. Als wären wir in einem Traum, ist der Walfang plötzlich ein Verbrechen, die Besatzung der Pequod, das sind jetzt vermummte Radikale, und die Literaturkritiker Marcel Reich Ranicki, Hellmut Karasek und Sigrid Löffler sezieren das Delikt wie Psychoanalytiker. Ihre Köpfe sind fast einen Meter groß. Ein seltsamer Traum. Ästhetisch ist das ein Augenschmaus. Und als Fazit dieses immer auch politischen Abends bleibt stehen: Für komplexe Dinge gibt es keine einfachen Lösungen.“
Deutschlandfunk, 30. März 2015

„Eine Lichter-, Bilder- und Soundflut war dieser ‚Rachefeldzug’ (…), es war ein Feldzug gegen ein System, das kompromisslos alle zu ‚Ismael’ macht, zu einer farblosen, gesichtslosen, im Chor sprechenden Masse, in der sich keiner mehr im Spiegel erkennt. Das Puppenspiel-Intro zeigte (…) einen witzigen Abriss der Erzählung (…). Großartiger Slapstick (…). Grotesk die ans ‚Literarische Quartett’ angelehnte Diskussion über Ahabs Kampfunfall mit dem Wal (…). Und in der Mitte steht ein lächerlich gemachter, gesichtsloser Kapitän (…).“
Ruhr Nachrichten, 30.3.2015

„Die (…) heftig umjubelte Uraufführungs-Premiere (…), ist mit der rasanten Nacherzählung des turbulenten Geschehens um die Jagd auf Moby Dick noch nicht beendet. Denn nun wirft Säidow ihre ‚Gedankenexperimentiermaschine’ erst richtig an (…). Roscha A. Säidow und ihre beiden auch für den Bau der großartigen, und dabei so unterschiedlichen Puppen und Masken verantwortlichen Mitstreiterinnen Magdalena Roth und Franziska Dittrich haben zusammen mit drei Schauspielern, die beiden Dortmunder Ensemblemitglieder Uwe Schmieder und Sebastian Graf ergänzt der Berliner Johannes Hubert, eine so noch nicht erlebte Symbiose zwischen modernem Puppen- und Objekttheater, Schauspiel und Multimedia ins intime Studio am Hiltropwall gezaubert – und das Publikum regelrecht verzaubert. Das mit drei Wänden konfrontiert ist, vor denen Overhead-Projektoren stehen. Die mittlere Wand hat einen schmalen Schlitz fürs Puppenspiel, (…) Das fünfköpfige Ensemble legt ein höllisches Tempo vor, hantiert hinter der Wand mit Puppen und raffinierten Masken mit abklappbarem Unterkiefer und vor dem Publikum an Projektor-Folien (…). Siebzig durch und durch theatralische Minuten beglücken zum Auftakt des letzten großen Premierenwochenendes am Schauspiel Dortmund (…). Sie sollte niemand verpassen.“
Sonntagsnachrichten Herne, 29. März 2015

„Spielerisch reißen die Retrofuturisten zusammen mit den als Puppenspielern und Sprechern agierenden Schauspielern Sebastian Graf, Johannes Hubert und Uwe Schmieder die großen Themen des Romans an. (…) Aber das ist nur das Vorspiel. (…) Sofort herrscht eine andere Stimmung. (…) Von der Weigerung zur Aktion, vom Anheuern auf der Pequod zum schwarzen Block der Autonomen, ist es nur ein Schritt. (…) So wie sich im Puppenspiel die Ereignisse überschlugen, prasseln nun die Ideen und Assoziationen aufeinander. ‚Moby Dick’ als Text des permanenten Aufstands, der das System angreift und es doch bestätigt.“
Kulturkenner.de, 30. März 2015

„Der Hass auf den weißen Wal lässt sich nicht nur auf eine Staatsform oder den Staat transformieren, es geht im Prinzip nur darum einen gemeinsamen Feind zu haben. Ob Staat, Ungläubige, Fremde, ist egal. (…) ‚MOBY DICK vs. A.H.A.B.’ lässt kaum einen Zuschauer kalt. Endgültige Antworten über das Warum und Wieso jemand zum Terroristen wird, gibt das Theaterstück nicht, es lädt aber zum Diskutieren ein. Absolute Empfehlung!“
Ars-tremonia.de, 30. März 2015

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27. März 2015

Beginn: 20:00 Uhr

ENDE: 21:05 Uhr

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