• Die Möglichkeit einer Insel - Making of
    Die Möglichkeit einer Insel - Making of © Schauspiel Dortmund
  • Bettina Lieder und Andreas Beck © Birgit Hupfeld
  • Bettina Lieder, Andreas Beck, Frank Genser und Merle Wasmuth © Birgit Hupfeld
  • Frank Genser und Merle Wasmuth © Birgit HupfeldBirgit Hupfeld
  • Frank Genser und Merle Wasmuth © Birgit Hupfeld
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  • Andreas Beck, Frank Genser, Merle Wasmuth und Bettina Lieder © Birgit Hupfeld
  • Bettina Lieder © Birgit Hupfeld
  • Merle Wasmuth und Frank Genser © Birgit Hupfeld

Die Möglichkeit einer Insel

Schauspielhaus Dortmund

Eine live-animierte Dystopie nach dem Roman LA POSSIBILITE D’UNE ILE von Michel Houellebecq
***Sonderpreis der Dortmunder Kritikerjury 2015***

Planet Erde, im fünften Jahrtausend. Das ewige Ringen um sexuelle Attraktivität hat die Menschheit solange erschöpft, bis sie praktisch ausgestorben ist – nur noch ein paar verwilderte Exemplare hausen in postapokalyptischen Zivilisations-Trümmern. Nun dominiert der genetisch veränderte Neo-Mensch, der alleine lebt, sich durch Photosynthese ernährt und weder Liebe noch Hass kennt. Und auch nicht das Trauma des körperlichen Alterns, denn jeder Neo-Mensch wird regelmäßig neu geklont. Gefühle sind längst wegoptimiert.

Die berührende Geschichte der beiden Neo-Menschen Daniel24 und Daniel25 und ihres genetischen Urahns Daniel, der unser Zeitgenosse im frühen 21. Jahrhundert ist: Michel Houellebecq, berühmtester französischer Schriftsteller der Gegenwart, wirft in seinem 2005 erschienenen Bestseller einen Blick durch die Jahrtausende, auf die Sehnsüchten unserer Jetztzeit und in einer möglichen Zukunft – und denkt weiter, wovon viele Menschen heute träumen.

Ist es möglich, glücklich zu werden? Wenn ja – wo kann man das Glück finden? Und wie?

Mit Die Möglichkeit einer Insel schreibt das Schauspiel Dortmund nach DAS FEST (nominiert für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2013) und MINORITY REPORT oder MÖRDER DER ZUKUNFT erneut Theater- und Filmgeschichte – im Geiste des Dortmunder Manifests DOGMA 20_13: Eine große Reise durch Zeit und Raum, live gespielt, animiert und geschnitten von vier Schauspielern, direkt vor den Augen der Zuschauer, mit zahlreichen handgemachten Zeichnungen und liebevoll gestalteten Miniaturen – der allererste Theaterabend, in dem ein Trickfilm live auf der Theaterbühne erschaffen wird.

Regie führt das Krefelder Design- und Künstlerkollektiv sputnic (Malte Jehmlich, Nicolai Skopalik, Nils Voges), das bereits 2008 für ihren Stop-Motion-Trickfilm SÜDSTADT den renommierten European Grand Off-Award für die Beste Animation gewann. Am Schauspiel Dortmund entwickelte sputnic zuletzt Animationen und Visual Effects für EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL und erfand (zusammen mit kainkollektiv) die Reihe STADT OHNE GELD.

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Die für Die Möglichkeit einer Insel entwickelte Software beinhaltet u.a. eine Library der Firma skaarhoj.com (Open Source, CC-by-sa license).

Besetzung

  • Buch, Regie: Nils Voges, sputnic - visual arts
  • Bühne, Kostüme: Malte Jehmlich, sputnic - visual arts
  • Animation Character-Design / Animations-Filme: Julia Zejn
  • Miniaturen-Design und -Setbau: Artur Gerz
  • Animation Background-Artist:
  • Dia-Illustrationen: Carolina Nooß
  • Musik: Philipp Maike, Nicolai Skopalik (Provinztheater), sputnic - visual arts
  • Licht: Sibylle Stuck
  • Coding & Engineering: Lucas Pleß
  • Video: Mario Simon
  • Herstellung Animation-Plates: Clara Hedwig, Mia Katharina Reiss, Corinna Pietsch, Tilman Oestereich, Carolina Nooß
  • Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz
  • Regieassistenz: Wiebke Rüter
  • Ausstattungsassistenz: Clara Hedwig
  • Regiehospitanz: Corinna Pietsch, Mia Katharina Reiss
  • Ausstattungshospitanz: Carolina Nooß
  • Inspizienz: Ralf Kubik, Tilla Wienand
  • Soufflage:

Pressestimmen

„Sehen, wie es gemacht wird. Vor unseren Augen entsteht eine Trickfilm-Collage. Kameras fahren Pappkulissen ab. Vier Sprecher bewegen Scherenschnitte. Und wir sitzen davor und staunen, weil das Ergebnis einfach zauberhaft ist. Viele Rädchen greifen ineinander. Trotzdem wirkt alles verblüffend leicht und spielerisch. Kompliment an Bastler, Zeichner, Sound-Gestalter und Operateure. Hut ab vor den hochkonzentrierten Akteuren auf der Bühne. Andreas Beck, Bettina Lieder, Frank Genser und Merle Wasmuth sprechen diverse Rollen, hauchen Charakteren Leben ein. Gleichzeitig legen sie Folien auf Tricktische, bringen Münder manuell in Bewegung, lassen den Hund mit dem Schwanz wedeln. Die Vier sind Motor, Stimme, Hand und Hirn einer Illusionsmaschine, die uns in ein Science-Fiction-Szenario entführt. Ästhetisch ein Genuss, was das Quartett im Priester-Ornat an Bildern produziert. Intelligent und virtuos die Handhabung der Technik, stark die Sprechleistung. Unbedingt sehenswert, bravo!“
Ruhr Nachrichten, 29. März 2015

"Einzigartiger Theaterabend am Schauspiel Dortmund. Der stets dankbar zwischen alle Fronten geratende Michel Houellebecq hat ja nicht nur den Islamismus genutzt um zu provozieren, mit dem viel diskutierten Roman ,Unterwerfung' etwa. Schon 2005 malte das Enfant terrible der französischen Literatur mit seiner finsteren Utopie ‚Die Möglichkeit einer Insel’ eine Zukunft aus, die unsere Gegenwart in einem grellen Licht erscheinen lässt. Nils Voges hat den Roman nun mit seinem Künstlerkollektiv ,sputnic' in ein Bühnenereignis verwandelt, das dem Dortmunder Schauspielhaus einmal mehr eine einzigartige Inszenierung verschafft hat – das Premierenpublikum stand am Samstagabend schier Kopf und spendierte einen Endlosbeifall mit zeitweiligen Klatschmarschtendenzen.
Das Stück ist eine großartige Melange aus Drama, Performance und Trickfilmherstellung auf offener Bühne. Bettina Lieder, Andreas Beck, Frank Genser und Merle Wasmuth wechseln oft die Rollen, sprechen auch mal im Chor. Vor allem aber produzieren sie jene Bilder, die in den nächsten anderthalb Stunden auf der großen Leinwand im Bühnenhintergrund zu sehen sein werden, als fast kindlich bis grob animierter Film, dessen Handlung von den vieren zugleich erzählt wird. (…)
Überhaupt haben Voges, sputnic und das über ein Dutzend Köpfe zählende Produktionsteam Houellebecqs schillernden Roman vereindeutigt. So entsteht ein rundum überzeugendes Zeitbild des Jahres 2015. Gesellschaftliche Neurosen sind drastisch in die Zukunft verlängert, ihre Inhumanität ist zur Kenntlichkeit entstellt. Am Ende steht die Selbstermächtigung des Individuums, ein großes ,Alpha' zeugt vom Anfang einer Menschwerdung mitten in der Endzeitdämmerung.
Das alles aber wird mit Distanz und Heiterkeit ausgebreitet. Es ist eine ‚Making of’-Story, und diese archaisch anmutende Erzählweise, die sich so paradox zum Stoff zu verhalten scheint, wirkt wie die einzig angemessene. Heraus kommt ein großer, faszinierender Theater-, Film-, Philosophie- und Weltspiegelungsabend.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30. März 2015

„Man kann nicht sagen, dass Houellebecq eine überkomplexe Lebensphilosophie entwickelt. Liebe besteht für ihn aus funktionierender Sexualität. Frauen sind für sein Sprachrohr, den erfolgreichen Stand-Up-Comedian Daniel1, vor allem Bettgefährtinnen. Der Animationsfilm, der die Welt in vergröberten Bildern reflektiert, erscheint für die einigermaßen schlichte Weltsicht als angemessenes Medium. Da kann man schön plakativ Bühnenauftritte von Daniel1 und Versammlungen der Elohim-Sekte zeigen, den minimalistischen Raum von Daniel24/25, Computernachrichten und eine Taxifahrt durch ein Rotlichviertel, vorbei an Pornobars und Sexshops. Wenn man Houellebecqs grobschlächtige Dystopie nicht als epische Welterklärung liest, sondern als Cartoon anschaut, bekommt man den Blick frei für Kritik am sinnentleerten Kapitalismus.“
Westfälischer Anzeiger, 29. März 2015

„Zukunftsweisender, visionärer Abend.“
lokalkompass.de, 6. April 2015

„Manchmal sitzt man im Theater und kriegt den Mund vor Staunen nicht mehr zu. Es ist schier unglaublich, was das Visual-Arts-Kollektiv ‚sputnic’ um Nils Voges, Malte Jehmlich und Nicolai Skopalik hier auf die Beine gestellt hat. Unglaublich gut – und in seiner Machart gänzlich neu.“
Dortmunder Kulturblog, 29. März 2015

„Faszinierender Live-Animationsfilm. Einerseits erinnert das an altmodisches Schattentheater – und ist doch zugleich von höchster Virtualität und Virtuosität. Es entsteht ein Film mit rudimentären Bewegtbildern, die an Kinderbücher erinnern – und eine Endzeitgeschichte des sinnentleerten Kapitalismus. Ein Meisterwerk des Multitaskings ist das: die Schauspieler sprechen, spielen, bewegen die Bildfiguren, tauschen die Special-Effects-Platten, kontrollieren die Leinwand, machen die Geräusche.“
Deutschlandfunk, 2. April 2015

„Man kann dem Theater Dortmund nicht genug dafür danken, Dinge auszuprobieren, die man sich als etablierte Spielstätte erst mal trauen muss. (…) Ähnlich wie Wong Kar-Wais ‚2046’ oder Darren Aronofskys ‚The Fountain’ nutzt ‚Die Möglichkeit einer Insel’ den Science Fiction als eine Schablone, um allegorische die Gemütszustände des Protagonisten im Hier und Jetzt zu beschreiben. (…) Man hätte das sicher als konventionelles Theaterstück inszenieren können, stattdessen bekommt man als Zuschauer einen faszinierenden Hybriden aus Theater, Film und eingebautem Making-Of geboten. (…) Überhaupt, das Design! Abstrahierende Schattenrisse, traumhaft düstere Landschaftsbilder, eine Zukunftswelt, deren Minimalismus auch ein Stanley Kubrick wohlwollend abnicken würde – das alles wirkt so souverän und erwachsen, so eigen und trotzdem massenkompatibel, dass ‚stylish’ leider das einzige Wort ist, das mir dazu einfällt. (…) Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die einzelnen Elemente zu einem Ganzen fügen und aus Stimmen, Bildern und Handbewegungen eine Geschichte wird. Niemand, für den Kino je mehr war als eine Gelegenheit zum Konsumieren von Popcorn, kann sich dem ohne leuchtende Augen entziehen.“
sonderland.org, 5. April 2015

Kommentare

Conni B., 06. April 2015
Auf die technische Spielart konnte ich mich noch einlassen in der Vorstellung am 04.04.15, nicht aber auf den gesprochenenText. Bei der Beschäftigung mit dem Roman von Houellebecq glaubte ich, einiges vom Inhalt verstanden zu haben. In der Theatervorstellung habe ich vom viel zu komplexen und komplizierten Text, der viel zu hastig gesprochen wurde, inhaltlich überhaupt nichts verstanden. Ich habe die Vorstellung verärgert verlassen. Wollen da pseudointellektuelle unter sich sein? Ich werde so schnell nicht wiederkommen.
Ralph, 07. April 2015
Ich gebe gerne zu auch nicht alles von dem doch anspruchsvollen Text verstanden zu haben, das war aber für mich auch nicht unbedingt nötig, dieser Theaterabend war so außergewöhnlich, ein multimediales Ereignis wie ich es noch nie gesehen habe, dass ich mich gerne habe verführen lassen und überwältigt gewesen bin von der Idee der Umsetzung und der punktgenauen Spielweise der Akteure und die herausragende Art, den Text zu sprechen. Die Spielzeit verging wie im Flug, der Abend regt zum Nachdenken an, auf alle Fälle Hingehen und Anschauen!
Peter Litz, 19. April 2015
Die Schauspieler erzählen eine besondere Geschichte auf eine besondere Art und Weise. Von mir eine klare Empfehlung. Beste Grüße aus Hamm.
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16. April 2015

Beginn: 19:30 Uhr

ENDE: 21:00 Uhr

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