• Tobias Hoeft (Video), Schauspielensemble, T.D. Finck von Finckenstein (Musikalische Leitung), Robin Grunwald (Gesang), Maria Helgath (Gesang), Ulrich Cordes (Gesang) © Birgit Hupfeld
  • Tobias Hoeft (Video), Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Robin Grunwald (Gesang), Maria Helgath (Gesang), Ulrich Cordes (Gesang), Petra Riesenweber (Piano) © Birgit Hupfeld
  • Tobias Hoeft (Video), Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Marlena Keil © Birgit Hupfeld
  • Bettina Lieder, Frank Genser © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye, Uwe Rohbeck, Björn Gabriel, Marlena Keil, Bettina Lieder © Birgit Hupfeld
  • Bettina Lieder, Robin Grunwald (Gesang), Maria Helgath (Gesang), Ulrich Cordes (Gesang), Petra Riesenweber (Piano) © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Frank Genser, Bettina Lieder © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Björn Gabriel, T.D. Finck von Finckenstein (Musikalische Leitung), Petra Riesenweber (Piano) © Birgit Hupfeld
  • Schauspielensemble, Maria Helgath (Gesang), T.D. Finck von Finckenstein (Musikalische Leitung), Petra Riesenweber (Piano), Robin Grunwald (Gesang) © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld

Schöpfung

Schauspielhaus

nach Joseph Haydn
unter Verwendung von Szenen aus „Die Ermüdeten“ von Bernhard Studlar und Motiven von Stanisław Lem

Ein Hybrid aus Musik- und Sprechtheater, gemeinsam mit Opernsolisten, Musikern und Schauspielern! Gott schöpft Himmel, Erde, Tageszeiten, Pflanzen, Tiere und: den Menschen, als „Mann und König der Natur“. Spätestens seit Beginn des digitalen Zeitalters bekommt dieser Satz aus dem Haydn-Libretto eine neue, wortwörtliche Bedeutung. Denn der rasante technologische Fortschritt hat den Menschen zum König einer neuen „Natur“ aus Algorithmen werden lassen: Die Schöpfung eines „neuen Menschen“ rückt in greifbare Nähe. Bewegungen wie der Transhumanismus arbeiten daran, die Grenzen des menschlichen Körpers zu erweitern und dessen Funktionen zu optimieren. Einige träumen sogar davon, das menschliche Bewusstsein vollständig in digitale Speicher zu laden und so das Ich von der Vergänglichkeit des Körpers zu befreien. Parallel dazu schreitet die Entwicklung Künstlicher Intelligenz voran: Was jetzt noch als technische Spielerei erscheint, könnte morgen schon dem Menschen zum Verwechseln ähnlich sein. Längst ist ein lukrativer Wirtschaftszweig entstanden, der die Science-Fiction- Szenarien des 20. Jahrhunderts merkwürdig vertraut erscheinen lässt. Wird der biologische Mensch zum Auslaufmodell?

Die Regisseurin Claudia Bauer nimmt Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung von 1798 als Folie für Gegenwart und Zukunft. Sie schafft einen philosophischen und bildgewaltigen Abend, der Potentiale und Gefahren einer digitalen Schöpfung beleuchtet – und eine der brennendsten Fragen nach der Zukunft der Menschheit auf die Bühne des Schauspielhauses bringt: Wenn der Mensch zum Schöpfer wird, wer sind dann in Zukunft Adam und Eva?

Besetzung

Pressestimmen

„Claudia Bauer paart am Schauspielhaus ein Oratorium von Haydn mit Reflexionen über Künstliche Intelligenz: Steuert nicht Gott, sondern längst der Mensch die Schöpfung? Sechs Darsteller verkörpern Menschen, Maschinen und deren Hybride. Wohin entwickelt sich der Homo sapiens, wohin der Robo sapiens? Die Bühne (Andreas Auerbach) ist ein Schmuckstück, im mittig kreisenden Dreh-Element paradieren die Innenräume vorbei, das goldene Zimmer, eine Art Tanzsaal, eine Dusche. Haydns Musik ist durch exzellente Sänger von der Oper präsent. Alles in allem: geistig fordernd, aber kurzweilig und anregend. Viel Applaus.“
Ruhr Nachrichten

„Die Wesen sprechen literarische Texte, das Märchen vom traurigen Kind aus Georg Büchners Woyzeck, eine kurze Szene aus Goethes Faust. Sie arbeiten sich an die Gefühle der Menschen heran, kopieren und multiplizieren sie und tragen dabei Masken. (…) Es ist viel los an diesen 100minütgen Theaterabend (…) Claudia Bauers Schöpfung liefert auf der großen Bühne spektakuläre Bilder.“
DLF Fazit

„Haydns Oratorium und die Sprechtexte, die Claudia Bauer und Dirk Baumann aus unterschiedlichsten Materialien collagiert haben, verhalten sich wie zwei parallele Linien, und die können sich zumindest in der euklidischen Geometrie niemals treffen. Die eine, T.D. Finck von Finckensteins Bearbeitung von Haydns Musik, zitiert noch einmal den großen Schöpfungsmythos der Genesis. Allerdings verschiebt sich durch die konsequente musikalische Reduktion und durch elektronische Verfremdungen die Wahrnehmung. Maria Helgath, Ulrich Cordes und Robin Grunwald, die drei stimmlich ungeheuer eindrucksvollen Opernsolisten, lobpreisen in Rezitativen, Arien und Chorpassagen zwar den Herren. Die andere Linie zeichnet eine zweite Schöpfungsgeschichte nach. Während sich die Bühne dreht, durchwandert das sechsköpfige Schauspielensemble die Räume, die von oben durch das Auge einer Kamera betrachtet eine Goldene Spirale bilden, und spielt dabei Szenen einer Evolution durch, die schließlich in der Erschaffung einer dem Menschen überlegenen Künstlichen Intelligenz gipfelt. Mal verschwinden die Darstellerinnen und Darsteller hinter Masken, mal werden ihre Stimmen elektronisch bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, mal bilden sie einen Chor, mal löst sich jemand aus der Menge heraus und bricht so das Geschehen auf.“
nachtkritik.de

„Es sind wahrhaft große Fragen, die am Dortmunder Theater gewälzt werden. Es geht ums Menschsein im Ansturm neuer Technologien. Diese mit starken Bildern aufwartende Inszenierung hat ihren Höhepunkt. Ganz am Schluss trifft in einer hinreißenden Szene ein menschlicher Adam (Frank Genser) auf sein Geschöpf, eine nicht menschliche Eva (Bettina Lieder).“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Der Abend lässt vielem Raum, dem unschuldigen Optimismus Haydns wie den bösen Ahnungen Lems, und das erzeugt heilsame Verunsicherung. Großer Beifall.“
Westfälischer Anzeiger

  • Tobias Hoeft (Video), Schauspielensemble, T.D. Finck von Finckenstein (Musikalische Leitung), Robin Grunwald (Gesang), Maria Helgath (Gesang), Ulrich Cordes (Gesang)
  • Tobias Hoeft (Video), Björn Gabriel
  • Ensemble
  • Ensemble
  • Robin Grunwald (Gesang), Maria Helgath (Gesang), Ulrich Cordes (Gesang), Petra Riesenweber (Piano)
  • Tobias Hoeft (Video), Ekkehard Freye
  • Ekkehard Freye
  • Marlena Keil
  • Bettina Lieder, Frank Genser
  • Ekkehard Freye, Uwe Rohbeck, Björn Gabriel, Marlena Keil, Bettina Lieder
  • Bettina Lieder, Robin Grunwald (Gesang), Maria Helgath (Gesang), Ulrich Cordes (Gesang), Petra Riesenweber (Piano)
  • Ensemble
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  • Ensemble
  • Ensemble
  • Uwe Rohbeck
  • Frank Genser, Bettina Lieder
  • Ensemble
  • Björn Gabriel, T.D. Finck von Finckenstein (Musikalische Leitung), Petra Riesenweber (Piano)
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