• Borderline Prozession - Schauspiel
    Borderline Prozession - Schauspiel © Schauspiel Dortmund
  • Uwe Schmieder, Paulina Alpen © Marcel Schaar
  • David Vormweg, Merle Wasmuth, Michael Wischniowski, Peer Oscar Musinowski © Marcel Schaar
  • Amelie Barth, Thomas Kaschel © Marcel Schaar
  • Frank Genser, Anja Kunzmann © Marcel Schaar
  • Julia Schubert © Marcel Schaar
  • Paulina Alpen, Anja Kunzmann © Marcel Schaar
  • Andreas Beck, Paulina Alpen, Ekkehard Freye © Marcel Schaar
  • Merle Wasmuth, Anja Kunzmann, Michael Wischniowski © Marcel Schaar
  • Nils Kretschmer © Marcel Schaar
  • Ekkehard Freye, Amelie Barth, Uwe Schmieder © Marcel Schaar
  • © Marcel Schaar
  • Andreas Beck © Marcel Schaar
  • Ekkehard Freye, Nils Kretschmer © Marcel Schaar
  • Raafat Daboul, Ekkehard Freye © Marcel Schaar
  • Thomas Kaschel, Raafat Daboul © Marcel Schaar
  • Paulina Alpen, Anja Kunzmann, Nils Kretschmer, Julia Schubert © Maximilian Steffan
  • Bettina Lieder © Maximilian Steffan
  • Nils Kretschmer, Ekkehard Freye, Friederike Tiefenbacher, Bettina Lieder © Maximilian Steffan
  • Ensemble © Maximilian Steffan
  • Ensemble, Friederike Tiefenbacher © Maximilian Steffan
  • Kay Voges, Tobias Hoeft, Caroline Hanke, Marlena Keil, Peer Oscar Musinowski, Thomas Kaschel, Michael Wischniowski, Julia Schubert, Frank Genser, Bettina Lieder, Merle Wasmuth, Caroline Hanke © Birgit Hupfeld

Die Borderline Prozession

Megastore

Ein Loop um das, was uns trennt
von Kay Voges, Dirk Baumann und Alexander Kerlin

Uraufführung

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2017!

Jetzt! 23 Schauspieler, ein bewohntes Haus mit zehn Zimmern, Dachterrasse, Pool, Garage und bewachter Außenfront. Davor ein mysteriöser Parkplatz mit einem verlassenen Plymouth Voyager Van: Ein Innen und ein Außen, scharf getrennt durch eine Mauer aus Beton und Draht. In dem Haus und auf dem Parkplatz die Gleichzeitigkeit des Ungleichen – zahllose Szenen mit über fünfzig Figuren. Das Leben in allen Facetten: Geburt und Tod, Lachen und Tragödie, Liebe und Politik, Handeln und Stillstand, Hoffnung und Verzweiflung, Ankommen und Wegsehnen – Eruptionen von Gewalt und die Sanftmut des Friedens.

Um das Haus zieht die Prozession, die einer Kamera folgt wie einem Heiligtum. Die Kamera gewährt dem Publikum Einblicke in die Poesie des Alltags, die Unbarmherzigkeit der Krise und die Heiligkeit der Erlösung: Da ist der Mann, der Zwiebeln schneidet. Das Paar bei der Abendtoilette. Die Frau am Kiosk. Die einsame Braut. Der traurige Mann an der Hantelbank. Der Junge der auf den Bus wartet. Die frisch gebackene Mutter. Der Kriegsheimkehrer. Kurz: Die Menschen im Haus – und die vor der Tür. Gedanken, Bilder und Musik aus 5000 Jahren Kulturgeschichte. Was hält diese ganze verdammte Schöpfung und ihre zahllosen Einzelteile eigentlich immer noch zusammen?

Die Borderline Prozession: Das ist sensationelles Musiktheater im MEGASTORE, eine Meditation über Grenzen und ein Mash-Up der Ikonographien. Ein Abend mit weit über 30 beteiligten Künstlern über die Komplexität der Welt und die provozierende Einfachheit von Geburt und Tod – zwischen Bildender Kunst, Theater, Film und Liturgie. Entwickelt für den MEGASTORE in Dortmund Hörde. Von den Machern von DAS GOLDENE ZEITALTER – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen (2013) und DIE SHOW (2015).

Besetzung

Pressestimmen

„Größenwahnsinnig und grandios, inspirierend und erschlagend zugleich (...). Als Reflexion über eine Theaterästhetik des Internetzeitalters setzt der Abend definitiv einen Standard."
Süddeutsche Zeitung, 28. April 2016

„Kay Voges hat in Dortmund einen großen Abend geschaffen, eine philosophische Welt-Installation über das Draußen und das Drinnen, arm und reich, Grenzen und Übergänge. (...) Eine grandiose Meditation über die Gleichzeitigkeit, über die man eigentlich nicht schreiben kann, weil man sich hineinbegeben muss.“
Nachtkritik, 16. April 2016

„Die Borderline Prozession ist nicht weniger als der Versuch eines Welt-Panoramas und Lebens-Panoptikums. Ein dreistündiger Theater-Brocken von Kay Voges, Dirk Baumann und Alexander Kerlin. (...) Das Bühnenbild von Michael Sieberock-Serafimowitsch ist preiswürdig (...) Vor unseren Augen wird geduscht, geschmust, gestritten, masturbiert und gestorben. (…) Das ist politisch, das hat Biss und trocken bösen Witz. Ein Stück, von dem man in Jahren noch sprechen wird.“
Ruhr Nachrichten, 18. April 2016

„Es ist ein Theater, das sehr stark in der Nähe der Bildenden Kunst ist: eine Performance, eine Installation. (...) Ein völlig faszinierender Abend, ich habe so ein Theater noch nicht gesehen, das gibt es wirklich nur in Dortmund.“
WDR 3, 16. April 2016

"Das vorbeirasende Leben in seiner verwirrenden Gleichzeitigkeit. Immer hat man die Wahl: Entweder sieht man nur einen winzigen Ausschnitt vom Sitzplatz aus, oder man erhascht die Bruchteile der alles umrundenden Kamera. (...) Das Schauspiel Dortmund hat am Wochenende die Welt durch relevantes, geglücktes Theater vermessen."
Deutschlandfunk, 19. April 2016

„Es ist eine Aufführung mit unglaublich packenden, poetischen Bildern und 23 grandiosen Darstellern. Man kann an diesem Abend viel mehr sehen, als man es eigentlich aufnehmen kann. Das ist visionäres Theater! Wer das verpasst, der hat was verpasst!“ 
WESTART Live, 23. Mai 2016

„Süchtig machendes, pralles Bildertheater und eine Überforderung von Publikum und Schauspielern, die intellektuell anregt und Freunde macht. (...) Voges erklärt die Welt mit Hegel und Tocotronic, mit Andre Breton und David Bowie, mit Brecht, Bibel und John Cage. Was Voges versucht, ist größenwahnsinnig und eine grenzenlose Überforderung. Doch was Voges gelingt, ist grandioses Totaltheater, ein phantastisches Abbild der Komplexität und der Undurchschaubarkeit unseres Seins. (...) Bewusstseinserweiternd. Ein erneuter Beweis für die Positionierung des Schauspiels Dortmund auf der Höhe der avantgardistischen Kunst.“ 

Theater Pur, Mai 2016

"Der Abend ist die konsequente Fortführung des auch schon grandiosen Goldenen Zeitalters. (...) Sie werden, wenn Sie die Augen aufmachen, an diesem Abend nicht nur einmal Tränen in den Augen haben. (...) Ganz eindeutig ist, dass sich Kay Voges nun in der allerersten Reihe der deutschen Theaterregisseure festgesetzt hat. Mit der beeindruckenden Trias aus Die Show, Geächtet und Borderline Prozession. Drei Arbeiten, die auch in den großen deutschen Theaterstädten Hamburg, Berlin und München locker bestehen würden und das Wiener Burgtheater aus seinem anhaltenden Kreativitätsloch reißen könnten."
Ruhrbarone, 30. April 2016

„Ein einmaliger Besuch wird hier kaum ausreichen, denn bei Voges ist die Überforderung Programm: 23 Schauspieler, zehn davon Folkwang-Studenten, tauchen hier in rund 50 Rollen auf. (...) Was Voges hier gelingt und was in seiner Komplexität zu beschreiben kaum noch möglich ist, das kann man sich derzeit eigentlich an keinem anderen Theater des Landes vorstellen. Es ist ein großer Abend“.
WAZ, 18. April 2016

„Eine Reflexion der Gegenwart in einem Theaterereignis, das zum Gesamtkunstwerk aus Schauspiel, Musik, Film, Raumkunst und Ritual strebt. (...) Ein Bilderrausch, bei dem alles im Moment geschieht, nichts aus der Konserve kommt. Und so finster die gegenwärtigen Zustände gezeichnet werden, bietet der Abend doch auch Momente des Trostes und der Leichtigkeit. (...) Voges hat sein Totaltheater perfektioniert. Was hier geschieht, ist aufregend, überraschend und frisch. Die Borderline Prozession hat viele Zuschauer verdient. Und es wäre zu schade, wenn es für sie nur eine Spielzeit gäbe.“
Westfälischer Anzeiger, 17. April 2016

„Voges, Baumann und Kerlin versuchen mit dem Mammutprojekt, auch eine neue Form für das Theater im Digitalzeitalter zu finden. (...) Das Publikum muss zum User werden. Die Bühne gerät zum gesellschaftlichen Panoptikum: (...) eine Ästhetik der Überforderung, die immer wieder in Gewalteruptionen ausartet. Krieg, Terror, Flüchtlingskrise – der Ausnahmezustand wird als grauenvolle Gleichzeitigkeit inszeniert. (...) Ausgeflippt, abgefahren und anstrengend: Die Borderline Prozession ist eine einzige geniale Zumutung. Eine nervenaufreibende Meditation über 2000 Jahre (un)menschliche Kulturgeschichte.“
trailer, 17. April 2016

Kommentare

Matthias Schlensker, 16. April 2016
Chapeau! Sternstunde! Geniestreich! Bis zum Äußersten gehender Einsatz des gesamten Ensembles! Auf der Ebene des Fühlens und der Intuition sind mittels Sprache und Bildern philosophisch existenzielle und dennoch aktuelle Aussagen höchst massiv und intensiv vermittelt worden, und der Verstand muss einfach lernen diese Bilder zu verarbeiten. Wer für sich selbst in seinem und im gesellschaftlichen Umfeld wirken will, sollte sich durch dieses Stück mehr als lediglich ein einziges Mal bewegen lassen.
STF, 16. April 2016
Ein großartiger und berührender Theaterabend. Danke an Kay Voges und das gesamte Team! Schauspieler, Bühnenbild, Musik und Video sind eine Einheit, ein Gesamtkunstwerk, welches einen langsam und mit Wucht einnimmt. Das wechselnde Tempo der Inszenierung von andächtig bis wirbelnd lässt die drei jeweils einstündigen Teile im Nuh vergehen. Es ist auch ein pathetischer Abend; die Musik- und Klangcollage, ja selbst die Gerüche (vom Weihrauch bis zum Zwiebelschneiden) wecken beständig Emotionen. Auch wenn man frei ist, welchem Geschehen man inner- oder außerhalb der Borderline folgt: Keines lässt sich wirklich ignorieren. Szenen von Alltag, Einsamkeit, Grauen, Märchen und Witz vermischen sich mit eigenen Bildern und – wie bei einem Gemälde von Hopper – fragt man sich dauernd, was die Personen wohl gerade denken, was sie umtreibt. Die Technik wird virtuos eingesetzt, behält aber immer eine warme, angenehm menschliche Note (nicht nur, wenn Kay Voges nach über zwei Stunden Loop eine Wasserkaraffe aus dem Bühnenbild „klaut“ um das Kameragespann zu versorgen). Hingehen, genießen, gruseln, träumen und (ein wenig) lachen! Super.
jaz, 17. April 2016
Die Aufführung dauert 3,5 Stunden (!) und schon kurz danach will ich am liebsten alles noch einmal von vorn erleben. Was es hier zu sehen gibt (und dank eines genialen, live produzierten "Soundtracks" auch zu hören), lässt sich mit Worten kaum beschreiben, man muss dabei gewesen sein. Leute, lasst euch das nicht entgehen!
Margit Geilenbrügge, 19. April 2016
Die Borderline Prozession – eine großartige Idee in großartiger Umsetzung. Ein großes Kompliment an alle Beteiligten!! Was den dritten Teil angeht: Hier hätte ich mir eine etwas ausgearbeitetere „Synthese“ gewünscht mit konkreten Vorstellungen darüber, wie die Kluft zwischen Innen und Außen, Etablierten und Randständigen... transformiert, d.h. produktiv gewendet werden könnte, sodass alle weiterkommen. Eine neue, friedliche und gerechte Gesellschaft fällt ja nicht so einfach vom Himmel.
Peter Kaschel, 24. Januar 2017
Zum vierten Mal gesehen ! Umwerfend bis zur absoluten Sprachlosigkeit meinerseits ! Atemberaubend der Aktualitäten-Bezug (z.B. am 21.01. 2017: Trump, Petry, Höcke und Konsorten !) ! An Genialität kaum, eher: nicht zu übertreffen !! Ein DANKE vor allem an Kay Voges !

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