• Die Blume von Hawaii - Oper
    Die Blume von Hawaii - Oper © Piotr Gregorowicz (www.farbeundbunt.de)
  • Gaines Hall (Jim Boy), Emily Newton (Suzanne Provence), Ensemble © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Jens Janke (John Buffy), Mark Weigel (Paul Abraham), Gaines Hall (Jim Boy) © Björn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)
  • Jens Janke (John Buffy), Karen Müller (Bessie Worthington), Ensemble © Björn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)
  • Fritz Steinbacher (Reginald Harold Stone), Karen Mülller (Bessie Worthington), Verena Barth-Jurca (Raka), Jens Janke (John Buffy) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Marc Horus (Prinz Lilo-Taro), Chor der Oper Dortmund © Björn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)
  • Emily Newton (Suzanne Provence ), Ensemble © Björn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)
  • Firtz Steinbacher (Reginald Stone), Emily Newton (Prinzessin Laya), Ensemble © Björn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)
  • Jens Janke (John Buffy), Karen Müller (Bessie Worthington) © Björn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)
  • Emily Newton (Suzanne Provence), Ensemble © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Gaines Hall (Jim Boy), Karen Müller (Bessie Worthington), Ensemble © Björn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)
  • Emily Newton (Prinzessin Laya), Ensemble © Börn Hickmann, Stage Picture (Bild ist honorarpflichtig)

Die Blume von Hawaii

Opernhaus Dortmund

Jazz-Operette von Paul Abraham
Libretto von Alfred Grünwald, Fritz Löhner-Beda, Emmerich Földes

Bühnenpraktische Rekonstruktion der Partitur von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger

Spannung liegt in der Luft. Die Einheimischen Hawaiis wollen die verhasste amerikanische Fremdherrschaft abschütteln. Ein Aufstand droht. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, schließlich sind gerade die rechtmäßigen Herrscher in Honolulu aufgetaucht: Prinzessin Laya und Prinz Lilo Taro. Laya, aufgewachsen in Paris, gibt sich allerdings als Jazzsängerin Suzanne Provence aus, um inkognito ihre Heimat zu besuchen. Sie bändelt auf der Überfahrt mit dem schmucken Kapitän Stone an. Ihr musikalischer Partner Jim Boy ist mit der echten Suzanne liiert, beginnt aber ein Techtelmechtel mit der ebenso schlauen wie attraktiven Hula-Tänzerin Raka. Den edlen Prinzen Lilo Taro würde der joviale Gouverneur Harrison gern mit seiner Tochter Bessy verkuppeln, auf die jedoch bereits dessen Sekretär Buffy ein Auge geworfen hat: Wir befinden uns nicht in einem politischen Drama, sondern mitten im herrlichsten Operettenwahnsinn.

Um Politik ging es Paul Abraham immer nur zwischen den Zeilen. Er bediente in erster Linie das Unterhaltungsbedürfnis seines Publikums und dessen Schaulust, bei der eine logische Handlung und die Political Correctness auch schon mal zugunsten einer effektvollen Szenerie ins Hintertreffen geraten. Der Exotismus-Sehnsucht der 30er Jahre kommt er mit hinreißenden Klischees und stilechter Hawaiigitarre entgegen, die Jazzfans lockt er mit amerikanischen Rhythmen und sattem Saxophonklang. Die Partitur wartet mit Evergreens auf wie Du traumschöne Perle der Südsee, Ich hab ein Diwanpüppchen, Ein Paradies am Meeresstrand und Was hat der Gentleman im Dschungel zu tun? Paul Abraham weiß die Antwort: Tanzen, singen, steppen und gute Laune verbreiten.

Besetzung

Pressestimmen

„Die Premiere feierte das Publikum im Dortmunder Opernhaus am Samstag mit Ovationen. Genau genommen war es sogar die Bühnen-Uraufführung der Erstfassung. Matthias Grimminger und Henning Hagedorn haben die Musik wieder so rekonstruiert, wie sie 1931 geklungen haben mag. Das hat sich gelohnt, denn die vielen alten Schlager, von den Dortmunder Philharmonikern unter Philipp Armbruster mit Elan sehr spritzig gespielt, sind zündend, haben Bigband-Swing und mit exotischem Instrumentarium so viele Farben. Emily Newton ist die Hawaii-Schönheit, die sich zunächst als Jazzsängerin Susanne Provence ausgibt. Und in dieser Doppelrolle kann Newton, die beste Sängerin im Ensemble, ihre ganze Klasse ausspielen: Großartig, wie sie im Schwipslied der Suzanne durchs Publikum torkelt. Viele Musicalstimmen hört man bei den Gastsängern. Und tanzen können die alle famos. Choreograf Ramesh Nair lässt das Ensemble, zu dem auch acht Profitänzer gehören, lustvoll steppen, swingen, wirbeln und Foxtrott tanzen. Das hat Tempo und Witz, und die Choreografien sind auf den Punkt genau getanzt.“
Ruhr Nachrichten, 23.01.2017

„Bei der abstrusen Handlung scheint es nahezu unmöglich zu sein, dieses Stück heute noch ohne gewisse Eingriffe auf die Bühne zu stellen. Doch das Regie-Team um Thomas Enzinger hat eine großartige Idee, die Logiklöcher zu füllen und den Kitsch sogar zu zelebrieren und zu erhöhen, ohne dabei die Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben. Dafür führt Enzinger die Figur des Komponisten Paul Abraham ein. Da sich die ganze Geschichte nun in Abrahams Kopf abspielt, sind dem Farbenrausch und dem Kitsch im Bühnenbild keine Grenzen gesetzt. Toto hat gleich mehrere schillernde Showtreppen auf die Bühne gestellt, um den Revue-Charakter des Stückes auf die Spitze zu treiben. Da hängt eine Palme aus dem Schnürboden neben glitzernden Disco-Kugeln herab, die für die Krönung der Blumenkönigin auf Hawaii durch riesige bunte Blüten ersetzt werden.
Fazit: Wer sagt, dass Kitsch nicht schön sein kann, sollte sich in Dortmund diese Produktion anschauen und eines Besseren belehren lassen.“
Online Musik Magazin, 22.01.2017

„Thomas Enzinger inszeniert Abrahams Operette als buntes Broadway-Musical in einer Form, wie man es lange nicht auf deutschen (und amerikanischen) Bühnen gesehen hat. Zwar gibt es immer wieder augenzwinkernde Momente, doch Enzinger nimmt Abrahams Stück ernst und gibt es auch in den absurdesten Momenten nicht der Lächerlichkeit Preis. Vielmehr gelingt ihm, gerade durch die Rahmenhandlung, eine Verbeugung vor dem fast vergessenen Paul Abraham, der dem Publikum Lust auf mehr Operette macht. Auf Seiten der Darsteller ist definitiv Gaines Hall positiv herauszustellen. In seiner merkwürdigen Doppelrolle als Gesprächspartner Abrahams in der Rahmenhandlung, der spontan als Jim Boy in Abrahams Fantasie besetzt wird, sticht er sowohl gesanglich als auch tänzerisch und im Schauspiel heraus. Der Amerikaner schafft es, den schmierigen Frauenhelden Jim Boy mit einem einfachen Lächeln genug Sympathie zu geben, dass man auch ihm am Ende das Happy End gönnt. Den komödiantischen Höhepunkt des Abends beschert dem Premierenpublikum Emily Newton bei ihrer Interpretation von Heutʼ Hab Ich Ein Schwipserl. Sie lallt, lacht und stolpert sich als Suzanne Provence durch die komische Nummer, nachdem sie zwei Akte lang zuvor als Prinzessin Laya vornehm und voller Würde über die Bühne stolzierte.“
Literaturundfeuilleton.de, 22.01.2017

Kommentare

Matthias Beideck, 23. Januar 2017
Reanimation gelungen,dank des versierten Dortmunder Teams, und wieder eine Ehrenrettung der Operette, die in den roaring twenties ff gar nicht verschnarcht war, nach "Roxy" jetzt die "Blume von Hawaii", mir nur durch frühkindliche TV-Erinnerungen an "Erkennen Sie die Melodie ?" bekannt. Zur Wiederbelebung trägt neben angemessen glanzvoll-farbenfrohem Bühnenbild und ebensolchen Kostümen wesentlich die zugefügte, intelligent integrierte Rahmenhandlung bei, die den Komponisten Paul Abraham und seine Biographie miteinbezieht und durch die auch die eigentliche Story kommentiert und ironisiert wird. Diese glänzt mit Humor und Herzschmerz vor exotischer Kulisse, hat aber mit solchem Luxus wie Logik und psychologischen Finessen wenig im Sinn, und historische und andere Korrektheiten sind eh nur was für Pedanten. Die Musik hat dafür um so mehr zu bieten, wer die Comedian Harmonists und Max Raabe liebt, wird hier glücklich, der Jazz kommt nicht zu kurz, und es gibt nicht wenige allseits bekannte Evergreens, so ansteckend, daß sie regelmäßig von einem stimmkräftigen Herrn hinter mir, wohl aus dem Rheinland, mitgesungen wurden. Eine Klasse für sich sind die zahlreichen Tanzeinlagen, hinreißend dargeboten von der hiesigen Tanztruppe, verstärkt von einigen Gaststar-Musicalspezialisten, als Beispiel für die hohe Qualität sei stellvertretend Jens Janke, Sänger/Schauspieler/Tänzer aus Berlin genannt, "Roxy"-Besuchern noch in bester Erinnerung. Aber auch unser Chor leistet tänzerisch Erstaunliches und läßt sich von den Stars den Schneid nicht abkaufen, ebensowenig wie die Solisten, allen voran die "Blume" sebst, Emily Newton, sonst zuständig für die intensive Gestaltung von Hauptrollen in Opern von Mozart bis Britten and beyond, die hier nach "Roxy" wieder als Entertainerin der ganz anderen Art glänzt. Was bleibt da noch an Wünschen offen? Höchstens Sekt für alle während der Vorstellung, aber den hat es für die Stimmung gar nicht gebraucht, wie der Schlußapplaus zeigte.
Joachim Furmaniak, 12. Februar 2017
Ganz, ganz großes Kino!!! Am diesem Abend habe ich mich wie im BESTEN Broadwaytheater gefühlt! Grandiose Regie und Inszenierung mit einer unglaublich tollen Rahmenhandlung vom leider vergessenen Paul Abraham, der aber nach diesem Abend unvergesslich sein werden wird!! Werde Wiederholungstäter mit meiner besten Freundin am 18.03.17, Karten wurden soeben gekauft!! Danke wieder Herrn Herzog der mit seinem Team etwas unvergessliches nach Dortmund geholt hat und das als eine Urfassung!! Bravo!! Dortmund sollte überlegen diese Wahnsinns Inszenierung deutschlandweit zu verkaufen!!! Diese Inszenierung hat Weltniveau und sollte vielen Musikliebhabern, Musicalliebhabern, Opernliebhabern und Revueliebhabern nicht vorenthalten bleiben!! Die BLUME VON HAWAII zeigt, wozu das Opernhaus Dortmund fähig ist und das auf einem ganz ganz hohen Weltniveau!!! BRAVO!!!
Karl Rutke, 10. Mai 2017
Vor einiger Zeit sah ich in der " Komischen Oper " den " Ball im Savoy", dadurch wurde ich auf die Musik und das Schicksal von Paul Abraham aufmerksam. Zur meiner Freude entdeckte ich im Programm der Dortmunder Oper " Die Blume von Hawaii". Ich war von der Aufführung so begeistert, dass ich eine weitere besuchte. Besonders den Regieeinfall, Paul Abrahams Leben mit in die Handlung einzubauen, fand ich genial, Höhepunkt in diesem Zusammenhang, das Lied " bin nur ein Johnny". Die Musik , die Tanzeinlagen, die Leistungen aller Darsteller, aber auch die ruhigen Momente machten die Aufführungen zu einem ganz besonderem Erlebnis. Schade , dass die Aufführung in der nächsten Saison nicht mehr zu sehen ist. Vielen Dank an das ganze Team.
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30. März 2017

Beginn: 19:30 Uhr

ENDE: 22:30 Uhr

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