• Otello - Oper
    Otello - Oper © Piotr Gregorowicz (www.farbeundbunt.de)
  • Emily Newton (Desdemona), Lance Ryan (Otello) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarfrei)
  • Emily Newton (Desdemona), Lance Ryan (Otello) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Marc Horus (Cassio), Sangmin Lee (Jago), Lance Ryan (Otello) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Lance Ryan (Otello), Sangmin Lee (Jago) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarfrei)
  • Marc Horus (Cassio), Karl-Heinz Lehner (Ludovico), Emily Newton (Desdemona), Lance Ryan (Otello) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarfrei)
  • Fritz Steinbacher, (Rodrigo), Sangmin Lee (Jago), Marc Horus (Cassio), Chor der Oper Dortmund © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Marc Horus (Cassio), Luke Stoker (Montano), Chor der Oper Dortmund © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Emily Newton (Desdemona), Almerija Delic (Emilia), Lance Ryan (Otello), Sangmin Lee (Jago) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Fritz Steinbacher (Rodrigo), Almerija Delic (Emilia), Sangmin Lee (Jago) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Karl-Heinz Lehner (Ludovico), Lance Ryan (Otello), Emily Newton (Desdemona), Sangmin Lee (Jago) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Emily Newton (Desdemona) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Lance Ryan (Otello) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Emily Newton (Desdemona), Lance Ryan (Otello) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Emily Newton (Desdemona), Lance Ryan (Otello) © Thomas Jauk, Stage Picture (honorarpflichtig)

Otello

Opernhaus Dortmund

Dramma lirico von Giuseppe Verdi
Libretto von Arrigo Boito nach Shakespeare

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein Taschentuch und viel böser Wille genügen, um eine Welt zum Einsturz zu bringen. Der Admiral Otello hat einen gerissenen Feind, seinen Fähnrich Jago. Während alle Welt Otello für seine militärischen Erfolge feiert und ihm auf Zypern einen triumphalen Empfang bereitet, kennt Jago die schwache Seite des großen Mannes, seine Angst, anders zu sein als die anderen, und seinen Mangel an Vertrauen selbst den liebsten Menschen gegenüber. Eine plumpe Intrige, für die Jago nicht mehr braucht als ein verlorenes Taschentuch von Otellos Frau Desdemona, hebt alle Sicherheiten aus den Angeln, auf denen Otellos Welt gegründet ist. Nur zu gerne glaubt er jedem Hinweis darauf, Desdemona könne sich mit seinem Hauptmann Cassio eingelassen haben. Desdemonas Liebe zu ihrem Mann, aber auch ihre Naivität ist so groß, dass sie verständnislos vor seinem Verdacht steht und so nichts dafür tut, das blutige Ende der Tragödie zu verhindern. Otello fällt seinen eigenen Dämonen zum Opfer und reißt Desdemona mit in den Abgrund.

Verdi, der sich nach Aida (1871) von der Opernbühne zurückziehen wollte, schuf auf Drängen seines Librettisten Boito in den letzten 15 Jahren seines langen Lebens noch seine eindrucksvollen Alterswerke Otello und Falstaff. Sie sind der Ausdruck seiner lebenslangen Beschäftigung mit der Dramatik William Shakespeares, die mit Macbeth (1847) begonnen hatte. Verdi findet bei Shakespeare die gewaltigen, unaufhaltsam rasenden Leidenschaften, die es seiner Musik erlauben, alle Tiefen der menschlichen Gefühle auszuloten. Otello ist das Drama des Misstrauens, das immer beim mangelnden Vertrauen in sich selbst beginnt und von dort aus eine tödliche Kraft entfaltet.

Besetzung

Pressestimmen

„Eine betörende, anrührend lyrische Desdemona der Sopranistin Emily Newton und der Heldenbariton Sangmin Lee, der den Jago zum stimmgewordenen Bösen macht – dies sind nur zwei der vielen Argumente, die alle sagen: Eine grandiose Otello-Inszenierung ist dem Opernhaus Dortmund da gelungen. Jens-Daniel Herzog ist seit sechs Jahren Intendant des Opernhauses Dortmund. Er hat seither die Auslastung des Hauses gewaltig gesteigert, er hat sich auf die Fahnen geschrieben, 'Oper für alle' zu machen und er bietet dem Publikum ein breites Repertoire an. Als Regisseur geht er eigene Wege. Sein Regiestil zeichnet sich durch theatralischen Spielwitz und psychologische Genauigkeit aus, jenseits vordergründiger Aktualisierungen. Gelegentlich schreckt er auch nicht vor Radikallösungen zurück. Auch den Verdischen Otello zeigt er radikal anders als gewohnt. (…) So hat man Otello noch nicht erlebt auf der Opernbühne. Ein grandioser Opernabend.“
Deutschlandradio Kultur, 26.03.2017

„Sangmin Lee singt den Jago, den Strippenzieher und Intrigenspinner. (…) Großartig ist der Südkoreaner in dieser Rolle – abgrundtief böse und schelmisch verschmitzt. Emily Newton ist Desdemona. Allein ihr Gebet im vierten Akt ist es wert, eine Karte zu kaufen. (…) Herzog legt den Fokus seiner Inszenierung auf die Charaktere. In einem unschuldsweißen Raum zeigt er das blutige Drama. Herausziehbare Zwischenwände schaffen Räume zum Lauschen für Jago, der am Schluss entspannt bei einer Zigarette im Sessel verfolgt, wie Otello auf das von ihm eingefädelte Spiel hereinfällt.“
Ruhr Nachrichten, 28.03.2017

„Der Dortmunder Opernintendant Jens-Daniel Herzog verzichtet in seiner Inszenierung von Verdis später Meisteroper auf jedes romantische oder gefällige Beiwerk und protokolliert stattdessen den Absturz eines Schlächters.  Für die großartige Sängerbesetzung gibt es bei der Premiere Bravos und Beifall im Stehen. Zu den großen Stärken der Dortmunder Aufführung gehört, dass Personenführung und gesangliches Konzept einander entsprechen. Dortmunds GMD Gabriel Feltz dirigiert den Otello als Verdis großes Nachtstück, schroff, gefährlich, rhythmisch akzentuiert, mit nur wenigen Aufhellungen.“
WAZ, 28.03.2017

Kommentare

Matthias Beideck, 27. März 2017
Otello-Premiere 26. 3. 17: das vorletzte (vielleicht sein größtes?) Meisterwerk von G. Verdi und das letzte Werk von J. D. Herzog als Dortmunder Opernintendant: hochgespannte Erwartungen! Öffentliche Probe am 23. 3.: das Bühnenbild das Innere eines weißen Kastens, na ja, aber gerade dieser entwickelte während der Aufführung ein erstaunliches Eigenleben: durch variable Trennwände gab es filmische Split-Screen-Effekte, mehrere Handlungsträger waren gleichzeitig und unabhängig zu beobachten, dazu der geniale Lichteinsatz, der ganz verschiedene Stimmungen erzeugte, dazu das Spiel der Schatten gegen Ende fast eine Handlungsebene für sich. Der Chor sorgte direkt zu Beginn für den ersten Knalleffekt und beschleunigte die Aufmerksamkeit des Publikums so schnell von 0 auf 100 wie es kein Porsche schafft. Auf diesem Niveau ging es dann weiter, auch schauspielerisch, die individuellen Darstellungen sogar in den Massenszenen immer wieder bemerkenswert. Alle Einzelrollen bestens besetzt, in der Titelrolle Lance Ryan, als Tristan hier noch in bester Erinnerung, stimmlich äußerst eindrucksvoll, schauspielerisch überzeugend als von Anfang an beschädigter Held, der später auf angsterregende Weise in den Wahnsinn abgleitet. An seiner Seite Emily Newton als Idealbesetzung der Desdemona: niemand kann Schmerzen in allen Farben und Intensitäten so ergreifend gestalten wie sie. Wen das nicht rührt, der muß schon so ein gefühlskaltes Scheusal wie Jago sein, und in dieser üblen Rolle, zu der auch noch gehört, daß alle ihn mögen und ihm vertrauen, ist Sangmin Lee so beängstigend gut (sein Credo ein unvergeßlicher Höhepunkt des Abends), daß man ihm das ursprünglich auf den Schauspieler E. v. Stroheim bezogene Prädikat "the man you will love to hate!" zukommen lassen möchte. Und das Orchester? Es gab wohl Verstimmungen wegen der Terminplanung, gleichzeitig spielten im Konzerthaus die Wiener Philharmoniker. Nach der Leistung unseres Orchesters unter Leitung von Gabriel Feltz (die es aber auch unter den Herren Kobayashi und Armbruster regelmäßig erbringt) frage ich mich als nichtprofessioneller Genuß-Musikhörer: was haben die Wiener eigentlich, was unsere nicht haben? Alles in allem ein würdiges Abschiedsgeschenk von Jens-Daniel Herzog: ein faszinierender Opernabend, der einen nicht losläßt, das Publikum so gebannt, daß es keinen Szenenapplaus gab bis zum Schluß, dann aber um so mehr: elf Minuten, als letzte Grausamkeit des Abends durch brutales Schließen des Vorhangs mittendrin beendet.
C. Bender/Theater Dortmund, 27. März 2017
Sehr geehrter Herr Beideck, Jens-Daniel Herzog wird auch in der Spielzeit 2017/18 noch Intendant der Oper Dortmund sein. Deshalb ist "Otello" nicht seine Abschiedsinszenierung. Das Programm für die kommende Spielzeit werden wir MItte Mai veröffentlichen. Sie dürfen also gespannt sein, bei welchen Werken er hier noch Regie führen wird. Herzliche Grüße, Claudia Bender (Onlinemarketing | Theater Dortmund)
Detlef Weimer, 28. März 2017
Eine sensationell gute Premiere, die Maßstäbe setzen wird! Leider hat das Publikum den starken Auftritt von Lance Ryan nicht angemessen honoriert - "sein" Schlussapplaus fiel dürftig aus.
Wolf-Dietrich Chmieleck, 02. April 2017
Am 1. April erlebten wir einen großen Opernabend, der mehr Publikum verdient gehabt hätte. Auch die Einführung war hervorragend. Einzig der Schriftzug über der Bühne war manchmal vor dem hellen Bühnenbild schlecht lesbar. Vielen Dank für dieses tolle Opernerlebnis.
Gino Rossi, 03. April 2017
Sehr geehrter Herr Weimar, hören Sie sich doch bitte einmal eine Aufnahme von Placido Domingo als Otello an. Die erforderliche Vielseitigkeit der Stimme für die passenden Klangfarben kann Lance Ryan zumindest in dieser Oper nicht bieten. Vielleicht ist er aber auch durch die teils brutale Rolle und Inszenierung ständig in ein Korsett gepresst, welches Einfluß auf seine Klangfarbe hat.
Jens Flachmann, 08. Mai 2017
Lieber Herr Rossi, mir ging es genauso wie Ihnen: Auch mir ist wirklich kein Tenor eingefallen, der den Otello SEIT der Darstellung von Domingo so eindringlich gestaltet hat wie jetzt Lance Ryan in Dortmund - ich vermute doch, dass es das war, was Sie sagen wollten ... Und bei diesem Rollenporträt in Herzogs grandioser Inszenierung geht es ohnehin nicht um irgendeine wie auch immer zu bewertende "Vielfalt der Klangfarben", sondern um die Konsequenz der Darstellung - und die ist Lance Ryan in bewundernswerter Weise gelungen. Ein bewegender Abend - der zusammen mit Voges'/Glass' "Einstein" das Dortmunder Theater in dieser Spielzeit zu meinem ganz großen Favoriten unter den unterschätzten Theatern der Republik macht ...
Dieter Hoppe, 08. Mai 2017
Für mich waren Emily Newton als Desdemona und Sangmin Lee als Jago die Sänger des Abends und das gilt sowohl für die sängerische als auch die schauspielerische Leistiung. Beeindruckend waren auch die Leistungen der Chöre. Bei Lance Ryan wird ein Problem vieler Tenöre in dramatischen Rollen, u.a. auch in Wagner Opern sichtbar. Forte und Mezzoforte alles ok, Piano geht garnicht. Hier fehlt die Lyrik. Noch ein Wort zur Inszenierung. Durch das strahlende Weiß des Raumes konnten die Übertitel nur mühsam gelesen werden. Im Original wird Desdemona erwürgt; diese Hinrichtung empfand ich grausam.
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07. April 2017

Beginn: 19:30 Uhr

ENDE: 22:30 Uhr

Einführung: 18:45 Uhr

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