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Furcht und Elend des Dritten Reiches

Schauspielhaus

Von Bertolt Brecht. Mit arabischen Übertiteln

Mit arabischen Übertiteln

الخوف والبؤس في الرايخ الثالث

برتولت بريشت

مع ترجمة إلى العربية


Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg: Ein Amtsrichter, der zu jeder Rechtsbeugung bereit ist, wenn er nur wüsste, welche politisch verlangt ist, ohne dass er sein Gesicht verliert. Ein SA-Mann, der in privater Runde einen Arbeitslosen im Spiel provoziert, um ihn aufs Glatteis zu führen – aber ist das wirklich nur ein Spiel? Eine jüdische Frau unmittelbar vor ihrer Flucht: Sie verabschiedet sich „auf Reisen“ – doch Freunde und selbst ihr Mann wissen Bescheid und spielen mit. Eltern, die fürchten, dass ihr eigener Sohn sie bespitzelt. Das sind nur einige Szenen, die Bertolt Brecht zu seinem Kaleidoskop Furcht und Elend des Dritten Reiches zusammengestellt hat. Sie spiegeln den Zustand einer totalitären Gesellschaft, in der sich Gedanken und Überzeugungen zu einem Klima der Angst zusammenballen. Auf „Zeitungsnotizen und Augenzeugenberichten“ beruhend fangen die Szenen den Geist ein, der im Hitler-Deutschland der 1930er Jahre herrschte – ein vergiftetes politisches Klima, das auf das Leben der kleinen Leute übergreift.

Deutschland 2016: Neuerlich herrscht ein Klima der Angst, das Populismus und Teile des Journalismus bereitwillig befeuern. Furcht und Elend des Dritten Reiches klingt wie ein Echo vergangener Tage, das seinen Widerhall im Jetzt findet: So sah es damals in unserem Land aus – und wie heute?

Das 24 Szenen umfassende Stück Furcht und Elend des Dritten Reiches gehört zu Brechts bekanntesten Werken und ist zugleich Sascha Hawemanns zweite Inszenierung am Schauspiel Dortmund.

Besetzung

  • Regie: Sascha Hawemann
  • Bühne: Wolf Gutjahr
  • Kostüme: Ines Burisch
  • Live-Musik: Xell
  • Licht: Sibylle Stuck
  • Dramaturgie: Dirk Baumann
  • Regieassistenz: Maximilian Lindemann
  • Bühnenbildassistenz: Maria Reyes Perez
  • Kostümassistenz: Yaroslava Sydorenko, Jacqueline Yvette Lang
  • Inspizienz: Tilla Wienand
  • Soufflage: Ginelle Lindemann
  • Arabische Übertragung: Samir Grees, Rim Najmi

Pressestimmen

„Ist das weltweite Grauen der 40er Jahre vergessen? Nein, mit ‚Furcht und Elend des Dritten Reiches‘ erweckt es Regisseur Sascha Hawemann auf der Bühne des Dortmunder Theaters zum Leben, erschreckend aktuell. (...) Gezeigt werden elf Szenen. Drei davon: Eine Frau packt, ein Richter bereitet sich vor, ein Paar heiratet - Alltag in Deutschland. Und das Dortmunder Theater wirft in schwarzweiß Bilder des bedeutendsten Dramatikers an die Wand, engagiert einen syrischen Flüchtling und einen bulgarischen Live-Musiker und präsentiert mit dem brutalen Realismus dieses Reigens über Furcht, Schrecken, Verrat und Verstummen großes Theater. (...) In Zeiten, wenn postfaktisch, also ein Denken und Handeln, bei dem Fakten nicht mehr im Mittelpunkt stehen, zum Wort des Jahres ernannt wird, Hetze nicht nur online zunimmt und Nationalismus und Populismus Wahlen bestimmen, hat das Dortmunder Schauspiel einen guten Griff getan. Langer Applaus bei der ausverkauften Premiere gibt ihm recht.“
lokalkompass.de, 12.12.2016

„Hawemann (…) möchte auch verweisen auf die wachsende Hetze im Internet, auf fortschreitenden Nationalismus und Populismus nicht nur in Europa. Was ihm eindrucksvoll gelingt. (…) Es mögen Vignetten sein, die der Autor aneinanderreiht, beim Dortmunder Ensemble jedoch werden sie zu anrührendem, großem Theater. (…) Es ist ein spannender, manchmal auch verstörender Abend, der im Gestern an das Heute erinnert. Langer, begeisterter Applaus.“
Westfälische Allgemeine Zeitung, 12.12.2016

„Ein an Aktualität kaum zu überbietender Stoff. (…) Was für die einen Furcht und Elend bedeutet, ist für die anderen nationalistische Verheißung, Genugtuung nach historischer Schmach, allfälliges Herrenmenschentum. SS-Mann Theo mit seinen blitzblank polierten Stiefeln ist so ein Verblendeter, ihm ähnlich seine Verlobte Anna, hörig aus Liebe und blind für alles andere. Vielleicht kann man jungen Menschen wie ihnen noch ihre intellektuelle Unbedarftheit zugutehalten. Bei anderen, Älteren jedoch erodieren Werte, Recht, Haltungen ins Bodenlose, sie sind es schon längst.
Auf gespenstische Weise gemahnt dieser kollektive Moralverlust an heutige Zeiten mit erfolgreichen ‚Populisten‘, mit Pegida, Doppelpaßverbot und ‚Das wird man ja wohl noch sagen dürfen‘.“
revierpassagen.de, 11.12.2016

„Es sind Schlaglichter auf das Leben im dritten Reich. Kleine Etüden über die Macht der Angst, des Misstrauens und der Lüge. Mal ganz im Privaten angesiedelt, dann wieder mehr im Politischen (…) Viel SA und SS marschiert durch den Text und schafft damit eine große historische Distanz, die aber immer wieder den Blick öffnet, um die allgemeinen Strukturen hinter den Ereignissen offenzulegen. Eben genau das erzeugt, was Brecht immer vorschwebte und was heute insbesondere bei diesem Text weit besser funktioniert als noch zu dessen Entstehungszeit. (…)
Hawemann gelingt mit seinem Ensemble auch ein unterhaltsamer Abend. Immer wieder blitzt Humor auf (…). Von direkten Bezügen zu unserer heutigen Lebensrealität hält Hawemann sich weitgehend fern. (…) Insgesamt gelingt Hawemann eine Inszenierung ohne vordergründige Aktualisierung, was uns dieser Brecht-Text heute erzählen kann, insbesondere indem er die historische Distanz deutlich gewähren lässt.“
ruhrbarone.de, 12.12.2016

„Auch heute erodiert der humanistische Konsens der Zivilgesellschaft, wo manche zwischen ‚denen‘ und ‚uns‘ unterscheiden und das Wort von der Volksgemeinschaft wieder salonfähig ist. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Stück seine Aktualität, wenn es schlaglichtartig zeigt, wie der Alltag in der Volksgemeinschaft aussah. Duckmäuser und Leisetreter leben in einem Klima von Furcht und Paranoia. Angst essen Seele auf. (…) Die Inszenierung seziert einen ‚Volkskörper‘, der vergiftet ist. Wie sehr, zeigen die ‚Anekdoten‘, die die Brautleute (Bettina Lieder, Frank Genser) von ihrer Hochzeit erzählen. Hawemann legt ihnen das Protokoll des Massenmordes von Babi Jar in den Mund. Vorher hat das Stück mit Comic-schrillem, bravourös gespieltem, virtuos eingefädeltem Aberwitz gearbeitet, jetzt wird es zynisch und bitterböse. Vergiftete Seelen sind das eine, Millionen von Leichen die wahre Bilanz von Ausgrenzung und Hass. Daran zu erinnern, ist die Leistung dieser sehenswerten Brecht-Interpretation.“
Ruhr Nachrichten, 12.12.2016

„Der Autor ist anwesend an diesem Abend. (…) Uwe Schmieder erklärt dem Publikum in der Rolle als Bertolt Brecht das epische Theater (...). Mit dem hübschen Kunstgriff macht Regisseur Sascha Hawemann seine Inszenierung gleich transparent. Und er rückt das Stück ohne gewaltsame Aktualisierung an die Gegenwart heran.
Brecht schrieb die 30 Szenen in den 1930er Jahren als aktuelle Kommentare, (…). Vor allem das Klima von Verunsicherung und allgemeinem Misstrauen zeichnen die Szenen prägnant. Die Darsteller in Dortmund tragen moderne Sportkleidung. Sie könnten gerade vom Westenhellweg in die leere Halle im Megastore gekommen sein, die durch eine niedrige doppelte Holzwand voller Papiere von den Zuschauerrängen getrennt ist (Bühne: Wolf Gutjahr, Kostüme: Ines Burisch). Sie lassen sich ganz auf den Text ein. (...) Die Schauspieler machen die Angst sichtbar, zeigen Bürger, die mit gutem Grund besorgt sind. (...) Der Abend zeichnet präzise die Menschen, denen die bürgerlichen Sicherheiten verloren gingen. Die Verunsicherung findet sich heute ja wieder. Hawemann belässt es bei atmosphärischen Momenten (…). Der Abend wirkt intensiv genug aus Brechts Text. (…) Viel Beifall für einen starken Abend.“
Westfälischer Anzeiger, 12.12.2016

Kommentare

Georg Dahlmann, 27. Dezember 2016
Das Befeuern der Angst durch populistische Scharfmacher und Journalisten wirkt, wie ich in selbst geführten sowie unfreiwillig mit- gehörten Gesprächen zunehmend feststellen muss. Das nicht endende Wiederaufgreifen der - von wem auch immer befeuerten - Ereignisse in der Silvesternacht 20015/16 und die immer offener zu Tage tretende Hetze in den inzwischen gleichgeschalteten Tageszeitungen des Ruhrgebietes lassen meine in Schülertagen empfundenen Zweifel an Brechts Ausspruch vom "Schoß", der" fruchtbar noch" ist, als traurigen Irrtum erscheinen. Ich frage mich, wie Regierungen und Meinungsmacher diese Art von "Information" verantworten können. Oder sind sie an der Erhaltung und Weiterentwicklung der demokratischen Errungenschaften nach dem Sieg über den Faschismus nicht (mehr) interessiert?
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14. Januar 2017

Beginn: 19:30 Uhr

ENDE: 21:40 Uhr

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