• Bildnis des Dorian Gray - Schauspiel
    Bildnis des Dorian Gray - Schauspiel © Mario Simon
  • Dortmunder Sprechchor als Dorian Gray (Projektion) und Tante Agathe © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Tante Agathe und Lord Henry © Birgit Hupfeld
  • Als Dorian: Jörg Karweick, Leonie Uliczka, Lea Sofie Wesner, Sigrid Täubert, Birgit Korte, Solveig Erdmann, Günter Ott © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Dorian Gray (Projektion) und Tante Agathe © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Tante Agathe © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Basil, Agathe, Dorian Gray, Lord Henry © Birgit Hupfeld
  • Elke Kalwa-Feige, Bärbel Capelle, Lilli Fehr-Rutter, Maria Schriewer, Reinhilde Walkenhorst, Traudel Gundula Richard, Barbara Born-Wildt © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Basil, Dorian Gray und Lord Henry © Birgit Hupfeld
  • Sabine Hensel, Christoph Schubert (im Hintergrund), Petra Maria Roth, Heidi Ott, Karin Knoll © Birgit Hupfeld
  • Sabine Weiland, Jörg Schubert, Bärbel Capelle, Birgit Rumpel, Elisabeth Stamm, Christoph Schubert, Reinhilde Walkenhorst © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor und Kindersprechchor © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Basil © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Lord Henry © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Tante Agathe und Dorian Gray © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Dorian Gray © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor und Kindersprechchor © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Dorian Gray und Basil © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Dorian Gray und Basil © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor als Dorian Gray, Basil und Lord Henry © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Kindersprechchor © Birgit Hupfeld

Das Bildnis des Dorian Gray

MEGASTORE

Von Thorsten Bihegue nach Oscar Wilde - Mit dem Dortmunder Sprechchor

Dorian Gray ist der attraktivste Jüngling, den Londons Clubs zu bieten haben. Eine reizende kleine Unschuld, die Männer wie Frauen betört, auch und gerade weil sie nichts von ihrer Attraktivität weiß. Als nun der Maler Basil ein hinreißendes Portrait von Dorian anfertigt, spricht dieser – bestärkt durch den Einfluss des diabolischen Intellektuellen Lord Henry und plötzlich überwältigt von der eigenen Schönheit – einen folgenschweren Wunsch aus: Ach, wenn doch nur das Bild altern und ich selbst für immer jung bleiben könnte…

Jedoch: Gib Acht Kind, wovon Du träumst. Dorians Wunsch geht in Erfüllung, entpuppt sich aber nur oberflächlich (im wahrsten Sinne des Wortes) als Segen. Sein Leben wird zu einem schrecklichen Versteckspiel. Reihenweise gehen die Menschen an der Liebe zu ihm und seiner makellosen Schönheit zugrunde, eine Liebe, die er nicht erwidern kann, während er Ablenkung und Befriedigung mit Drogen, Prostituierten, Gelagen und dekadenten Sammelleidenschaften sucht, aber nicht findet. Jede Sünde lässt sein Portrait entstellter aussehen, er versteckt es auf dem Dachboden. Eines Tages, viele Jahre später, stellt ihn der Maler Basil zur Rede und fragt nach dem Portrait. Dorian nimmt ihn mit – hinauf auf den Speicher und greift zum Messer…

Oscar Wildes Klassiker ist ein meisterhafter Krimi, eine Farce, ein philosophischer Wurf – ein gnadenloser, grandios komponierter Angriff auf die doppelte Moral der englischen Salons im späten 19. Jahrhundert. Heute, 125 Jahre später, lesen sich viele Sätze des Buches, als würden sie unserer Zeit und unserer ganz eigenen Doppelmoral gelten: Die unvergessliche Figur des Intellektuellen Lord Henry z. B. würde auch heute in jeder Gesellschaft für echtes moralisches Entsetzen und geheime Faszination sorgen. Und Dorian Gray? Er verkörpert das überzeitliche Wünschen der Menschen nach Schönheit, Macht und ewigem Leben – und zugleich die dunkle, abgründige Rückseite dieses Wünschens.

Der Dortmunder Sprechchor stellt sich den Fragen des Romans von Oscar Wilde. Er schlüpft in alle Rollen, gewohnt sprachgewandt, rhythmisch und musikalisch. Er zelebriert die Wilde‘schen Texte mit Emphase und Hingabe. Persönliche Interviews mit den Chormitgliedern werden in die Handlung des Romans gewoben: Wie begegnen wir dem Älterwerden und dem gesellschaftlichen Zwang zur fortwährenden Jugendlichkeit? Welche Sünden stehen uns ins Gesicht geschrieben, und welche haben wir auf unserem Speicher vor der Welt versteckt? Wen haben wir auf dem Gewissen? Wen mussten wir „töten“, um weiter leben zu können? Welche Moralvorstellungen halten uns vom Leben ab? Was würden wir mit einem unendlichen Vorrat an Schönheit tun?

Das Bildnis des Dorian Gray als philosophisches Kriminal-Stück und berührende Annäherung an hundert Menschen, die da gemeinsam auf der Bühne stehen: Dortmunder Gesichter, Geschichten und Stimmen, in die sich das Leben, sein Glück, sein Leid, einschreibt. Tag für Tag.

Der Dortmunder Sprechchor – das sind rund hundert Bürgerinnen und Bürger der Stadt zwischen 8 und 91 Jahren: ein unvorstellbarer Schatz an Geschichten und Erfahrungen. Er existiert seit dem Jahr 2010 und ist das 17. Ensemblemitglied am Schauspiel Dortmund. In über zwei Dutzend Inszenierungen stand der Chor auf einer der Dortmunder Bühnen, insgesamt mehr als 150 Mal. Das Bildnis des Dorian Gray ist nach Das phantastische Leben der Margot Maria Rakete (2013), Die Hamletmaschine (2014) und Kaspar Hauser und Die Sprachlosen aus Devil County (2015) die vierte Inszenierung, bei der der Chor als Protagonist auftritt. Leiter des Chores ist der Dramaturg Alexander Kerlin.

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Das Bildnis des Dorian Gray findet im MEGASTORE in Dortmund Hörde statt. Und so kommen Sie hin: Anfahrtsbeschreibung.

Besetzung

  • Mit dem: Dortmunder Sprechchor
  • Dorian Gray: Solveig Erdmann, Waltraud Grohmann, Jörg Karweick, Birgit Korte, Günter Ott, Ulrike Späth, Ulla Stadermann-Hellweg, Sigrid Täubert, Leonie Uliczka, Lea Sofie Wesner
  • Lord Henry: Regine Anacker, Gabriele Brozio, Anne Grundmann, Jürgen Hecker, Udo Höderath, Margret Kloda, Katrin Osbelt, Sylvia Reusse, Bärbel Schreckenberg, Roland Schröter-Liederwald
  • Basil: Sabine Bathe-Kruse, Heidemarie Brüne, Heide Buhren, Margret Corcilius, Bärbel Göbel, Peter Jacob, Ellamarie Kuke, Edgar Rupp, Anette Schäfer, Gisela Tripp, Andreas Vollmer
  • Chor/Tante Agathe: Gerlinde Albers, Barbara vor den Bäumen, Angelika Bammann, Dorothea Borghoff, Barbara Born-Wildt, Jo Bullmann, Bärbel Capelle, Barbara Domanski, Lilli Fehr-Rutter, Claudia Flenner-Nordhaus, Elke Grevel, Sabine Hensel, Angelika Jankowski, Rika Kaestner, Tassilo Kastner, Elke Kalwa-Feige, Karin Knoll, Petra Krug, Ulrike Müller, Inge Nieswand, Heidi Ott, Elisabeth Pavel-Wohlert, Elke Recks, Traudel Gundula Richard, Petra Maria Roth, Maria Rühling, Birgit Rumpel, Maria Schriewer, Jörg Schubert, Christoph Schubert, Elisabeth Stamm, Isabel Uliczka, Reinhilde Walkenhorst, Sabine Weiland
  • Sibyl Vane: Sabine Hensel, Karin Knoll, Heidi Ott, Petra Maria Roth
  • Die Weisen: Alexei Fihmann, Anastasia Fihmann, Carla Fischer, Rieke Grohmann, Nelly Jung, Shamayim Katz, Amelie Krämer, Ella Kruse, Alice Simon, Amelie Uliczka, Leonhardt Walkenhorst, Michal Zamir

Pressestimmen

„Thorsten Bihegue verdichtet Oscar Wildes Text, fügt persönliche Statements der Chormitglieder hinzu, amüsiert durch Wortspiel, Rede und Gegenrede, Ironie und Sarkasmus. Mal verbünden sich die Choristen mit dem Publikum, mal treten sie in altgriechischer Tradition als Mahnende auf, dann wieder reflektieren sie sich kritisch selbst. Textversiert und collagenartig, wie das Stück aufgebaut ist, verzichten Bihegue und Co-Regisseur Alexander Kerlin bewusst auf Illusion. Derart authentisch dargestellt, erscheint die Endlichkeit als unabdingbare Logik des Lebens, und das ist beinahe schon wieder tröstlich." WDR 5 Scala, 20. Juni 2016

„Ein kraftvolles Bühnenerlebnis. (...) Präzise, rhythmisch und melodisch wird artikuliert. Diese Eindringlichkeit nutzt sich in 80 Minuten überhaupt nicht ab, un den Figuren verleiht sie große Deutlichkeit. (...) Zu schön!" Westfälischer Anzeiger, 20. Juni 2016

„Regisseur Thorsten Bihegue und Dramaturg Alexander Kerlin haben was ganz Geschicktes gemacht: Sie haben die Figuren, die in den Roman von Oscar Wilde prägen, auf den Chor aufgeteilt: also die Figur Dorian Gray selber, dann der Maler Basil und sein Freund Lord Henry. (...) Der Chor ist ziemlich gut, muss man so sagen." Deutschland Radio Kultur, 18. Juni 2016

„Als Zuschauer ertappt man sich dabei, wie man von einem Gesicht zum anderen huscht und dabei interessante Unterschiede entdeckt, wie jeder seine Rolle interpretiert. (...) Ein gelungener Theaterabend." Dortmunder Kulturblog, 20. Juni 2016

„Der Sprechchor, den das Dortmunder Schauspiel als sein 17. Ensemblemitglied bezeichnet, ist raus aus dem beengten Studio und rein in die Ausweichspielstätte Megastore in Hörde. Und das ist gut so. (...) Es ist zunächst ungewöhnlich, sämtliche Dialoge in einem handlungsbasierten Stück im Chor zu hören. Auf Seiten der Akteure erfordert das ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision. Doch diese Schwierigkeit meistert der Sprechchor mit Bravour – da spürt man die mittlerweile fünfjährige Erfahrung. (...) Gelungen. " Ruhr Nachrichten, 20. Juni 2016

Kommentare

Jörg Achim Zoll, 18. Juni 2016
Oscar Wilde in Deutschland und auf Deutsch, das geht eigentlich grundsätzlich schief. Zu fremd sind uns feine Ironie, messerscharfer Witz und schillernde Ambivalenz. Wir brauchen es ja mehr plakativ. Was für eine überraschende Offenbarung ist da diese Inszenierung! Ein echtes Juwel! Ungewöhnlich, höchst ästhetisch, wagemutig und ausdrucksstark in den Stilmitteln. Dabei trotz aller eingestreuten Fremdtexte überraschend nah am Text und an der linearen Handlung der Vorlage. Dazu der "Sprechchor" in Höchstform. Am Schluss sah ich vor meinem geistigen Auge Oscar Wilde am Rand der Bühne, in der einen Hand die brennende Zigarette, die andere Hand in der Hosentasche, wie er sagt: "Absolutely delightful. Very well done."
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26. Juni 2016

Beginn: 18:00 Uhr

ENDE: 19:45 Uhr

Einführung: 17:30 Uhr

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