• Gerardo Garciacano (Dr. Falke), Luke Stoker (Frank), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Ileana Mateescu (Prinz Orlofsky), Emily Newton (Rosalinde), Ashley Thouret (Adele), Enny Kim (Ida) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Fritz Steinbacher (Dr. Blind), Emily Newton (Rosalinde), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Gerardo Garciacano (Dr. Falke), Ileana Mateescu (Prinz Orlofsky), Luke Stoker (Frank), Ashley Thouret (Adele), Enny Kim (Ida), Fritz Eckenga (Frosch) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Emily Newton (Rosalinde), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Ashley Thouret (Adele) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Chor der Oper Dormund © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Joshua Whitener (Alfred), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Emily Newton (Rosalinde) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Luke Stoker (Frank), Ashley Thouret (Adele) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Fritz Eckenga (Frosch) © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Gerardo Garciacano (Dr. Falke), Luke Stoker (Frank), Ileana Mateescu (Prinz Orlofsky), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Ashley Thouret (Adele), Chor der Oper Dortmund © Björn Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)

Die Fledermaus

Opernhaus Dortmund

Operette von Johann Strauß (Sohn)
Libretto von Richard Genée. Konzertante Aufführung

Rentier Eisenstein muss ins Gefängnis, nur ein paar Tage wegen einer kleinen Beamtenbeleidigung. Aber gibt es da auch Champagner? Lieber nichts riskieren: Statt ins Kittchen verabschiedet sich Eisenstein auf ein Fest beim melancholischen Fürsten Orlofsky. Rosalinde Eisenstein hingegen nutzt die vermeintliche Auszeit ihres Mannes hinter schwedischen Gardinen dazu, ihren früheren Liebhaber Alfred zu empfangen, dessen Tenorstimme sie immer noch in Wallungen bringt. Der wandert dann zwar an Eisensteins Stelle hinter Gitter, doch der Rest des Personals trifft sich, mehr oder weniger verkleidet, auf Orlofskys Soiree, wo sich eine der rasantesten und witzigsten Verwechslungskomödien in der Geschichte der Operette abzuspielen beginnt.

Die Fledermaus ist Glanz- und einsamer Höhepunkt der Wiener Operette, wie auch Strauß selbst ihn später nie mehr erreichte. Alles, was den Reiz der Operette ausmacht, findet sich in diesem Stück: Es wird gelogen, geliebt, sich verkleidet, verstellt und vor allem unglaublich viel gesoffen. Im Reich von König Champagner dem Ersten ist Lust am Betrug so unbesiegbar wie die Lust am Leben und an der Musik. Mag sein, dass hier eine Gesellschaft auf den Untergang zutaumelt – aber dann doch auf jeden Fall nicht nüchtern und mit allerbester Laune.

Besetzung

Kommentare

Matthias Schlensker, 05. März 2017
Ich bin froh, eben aus der Premiere heil nach Hause (Bochum!) gekommen zu sein, denn Tränen in den Augen behindern doch ein wenig bei der Autofahrt. Diese Tränen sind mir selbstverständlich nicht aufgrund einer jammervollen Vorstellung in die Augen geschossen, sondern aufgrund einer mitreißenden, von Humor getragenen konzertanten Aufführung dieses Werkes, eines die Lachmuskeln strapazierenden Erlebnisses, das uns Orchester und Ensemble sowohl leichtfüßig, als auch souverän vermittelt haben. Mag ich Arnold Schönberg auch als musikalisch interessanten Wiener erachten, erschließt sich doch bei der eingängigen - aber nicht flachen - Musik von Johann Strauß Sohn der Bezug zum damaligen gesellschaftlichen Kontext in besonderer Weise. Zwei Entscheidungen der Intendanz haben sich hier als goldrichtig erwiesen. Zunächst ist hier die "Beschränkung" auf eine konzertante Aufführung zu loben, welche die Komik dieser Operette, die eine nüchtern kaum zu ertragende Gesellschaft, nämlich das auf das Metternich-Regime der Restauration folgende "Franz-Joseph-Land" aufs Korn nimmt, erst recht zur Geltung bringt und den Weg aufzeigt, sich eine solche restriktive "Ordnung" nicht nur schönzutrinken, sondern sie zugleich und statt dessen auszulachen. (Möge uns - und das meine ich voller Ernst - erspart bleiben, jemals unter einer solchen Gesellschaft zu leiden!) Als zweite Entscheidung der Intendanz lobe ich, Fritz Eckenga als "Frosch" und zugleich Conferencier in die Aufführung einzubinden. Ich selbst mag ihn nicht als "Comedian" bezeichnen, denn dazu verkörpert er nach meinem Dafürhalten eine viel zu hohe geistige Kapazität, die er heute auch dazu nutzen konnte, im letzten Akt Bezüge von der damaligen zu unserer heutigen Gesellschaft herzustellen. Obwohl er eigentlich Bochumer ist - von Bochumer "Komikern" wird man nach meiner Einschätzung sonst eher wenig verwöhnt -, hat er die der Operette innewohnende Komik hervorragend hervorgespielt, und ich bin dankbar dafür, von ihm gerade rechtzeitig vor dem Totlachen in die Pause entlassen worden zu sein. Um Fritz Eckenga aber vor lauter Lob nicht eingebildet werden zu lassen, spreche ich abschließend nochmals mein ehrliches Kompliment an die hervorragenden und sympathischen Dortmunder Sänger aus. Mögen wir hier noch manche mitreißende Vorstellung genießen!
  • Gerardo Garciacano (Dr. Falke), Luke Stoker (Frank), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Ileana Mateescu (Prinz Orlofsky), Emily Newton (Rosalinde), Ashley Thouret (Adele), Enny Kim (Ida)
  • Fritz Steinbacher (Dr. Blind), Emily Newton (Rosalinde), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein)
  • Gerardo Garciacano (Dr. Falke), Ileana Mateescu (Prinz Orlofsky), Luke Stoker (Frank), Ashley Thouret (Adele), Enny Kim (Ida), Fritz Eckenga (Frosch)
  • Emily Newton (Rosalinde), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Ashley Thouret (Adele)
  • Chor der Oper Dormund
  • Joshua Whitener (Alfred), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Emily Newton (Rosalinde)
  • Luke Stoker (Frank), Ashley Thouret (Adele)
  • Fritz Eckenga (Frosch)
  • Gerardo Garciacano (Dr. Falke), Luke Stoker (Frank), Ileana Mateescu (Prinz Orlofsky), Hannes Brock (Gabriel von Eisenstein), Ashley Thouret (Adele), Chor der Oper Dortmund
  • Kalender
  • Erinnerung
  • Weitersagen
  • Twitter
  • Facebook

Premiere

05. März 2017

Beginn: 18:00 Uhr

Opernhaus Dortmund

Termine

Sponsoren

Downloads

Navigationsleiste

Hier können Sie Ihre Suche verfeinern.
Probieren Sie es aus! Klicken Sie einfach auf diesen Pfeil, um sich weitere Filtermöglichkeiten anzeigen zu lassen.
Durch Ihre Auswahl erhalten Sie Informationen zum Theater Dortmund, dessen Programm, den engagierten Künstlern und unseren Services
Hier können Sie die Anzeige der Internetseite Ihren speziellen Bedürfnissen anpassen. So können Sie die Schriftgröße anpassen und auf eine kontraststärkere Ansicht umschalten.
Ihre zentrale Anlaufstelle für sämtliche spielzeitbezogenen Informationen, unserem Programm, dem Ensemble aller künstlerischen Sparten und unserem Angebot vom Einzelkartenkauf bis hin zum Abonnement. Sie wählen die Sparte aus, die Sie im Besonderen interessiert und holen sich entweder spielzeitbezogen Informationen zu den Premieren, Wiederaufnahmen, Extras (Sonderveranstaltungen), dem Ensemble oder Abonnements oder springen direkt ins Programm des aktuellen Monats, der Woche oder genau dem Tag, an dem Sie uns besuchen möchten. Und zur Not setzen Sie Ihre Auswahl zurück und finden neue Inhalte.
Immer im Blick haben Sie unsere Kontaktmöglichkeiten für alle Ihre Fragen und Wünsche.
Das Theater Dortmund immer ganz nah - für Sie und mit Ihnen.