• Nach Manila - Schauspiel
    Nach Manila - Schauspiel © Mario Simon
  • Mario Simon (Kamera), Merle Wasmuth, Björn Gabriel, Raafat Daboul © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor, Caroline Hanke, Merle Wasmuth © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor, Merle Wasmuth, Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Dortmunder Sprechchor, Björn Gabriel, Raaft Daboul, Merle Wasmuth © Birgit Hupfeld
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  • Theaterpartisanen, Raafat Daboul, Zuschauer © Birgit Hupfeld
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Nach Manila

Megastore

Von Laokoon

Eine Stadt, drei Schicksale und eine Industrie, von der nur wenige wissen: Maggy, Nasim und Dodong sind "Clickarbeiter" in Manila auf den Philippinen. Sie sichten und sperren Fotos, die auf Facebook, Tinder und anderen sozialen Netzwerken Anstoß erregen könnten: Pornografie, Gewalt und Missbrauch. Eine Autorin aus dem Westen versucht, dem Leben und der Arbeit der Clickarbeiter auf die Spur zu kommen – und verwickelt sich dabei immer tiefer in die Abgründe unserer digitalen Gegenwart: Wie kann es sein, dass die sozialen Netzwerke so "sauber" sind - frei von gewalttätigen oder pornografischen Bildern? Wo wird der ganze digitale Müll eigentlich abgeladen? Wer sortiert ihn? Und mit welchen Folgen für die Seele?

War es einmal Christus, der die Sünden der Welt auf sich nehmen wollte, so sind es nun die katholischen Filipinos, die diesen Job für den Rest der Welt übernehmen. Ereignet sich hier die Passionsgeschichte des Internetzeitalters? Kann man das Böse löschen? Mit jeder neuen Antwort stößt die Autorin auf ein neues Mysterium.

Nach umfangreichen Ermittlungen auf den Philippinen berichteten zahlreiche große Medien über die Recherche der Gruppe Laokoon. Den beeindruckenden Pressespiegel zwischen ZDF aspekte, Tagesthemen, TAZ und Süddeutscher Zeitung finden Sie hier.

Die Gruppe Laokoon, u.a. Moritz Riesewieck, Hans Block, Christian Maith, Miriam Marto und Tina Ebert, fahndet nach dem Unfassbaren hinter der Realität. LAOKOON, von griech. laós [Krieger] und koeo [schauen], ist der Name eines trojanischen Priesters. Er sieht als einziger den Betrug und die Gefahr, die das hölzerne Pferd in sich verbirgt. Webseite: laokoon.group


In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Am 8. September erscheint im dtv Verlag Moritz Riesewiecks Buch Digitale Drecksarbeit. Wie uns Facebook und Co. von dem Bösen erlösen.

Besetzung

Pressestimmen

„Die Menschen, die am langen Prekariats-Arm auf die 'delete' oder 'ignore'-Buttons drücken, sind ein erschütterndes Beispiel wirtschaftlicher Ausbeutung und krankmachender Arbeitsverhältnisse. Drei Einzelschicksale machen in Dortmund deutlich, welche Folgen die tägliche Konfrontation mit Bildern von Vergewaltigungen, Selbstmordanschlägen, Kreuzigungen und Enthauptungen haben kann. (…) Dem 1985 geborenen Regisseur Moritz Riesewieck und seiner Gruppe Laokoon gelingt es die Zuschauer an diesem Abend mitzunehmen. (…) Die Aufführung am Theater Dortmund mit ihren großartigen Schauspielern macht die Lebenswelten der Netz-Müllmänner und -frauen nachvollziehbar.“
Nachtkritik, 3. Juni 2017

„Mit Dortmunder Sprechchor und dem Jugendclub Theaterpartisanen ist ein gewaltiges Personal aufgeboten, das sicherstellt, dass aus dieser Recherchearbeit ein richtiger Theaterabend wird. Die eindreiviertel Stunden Nach Manila sind eine bildgewaltige Tour de Force; dass die Geschichten der prekären Computerarbeiter*Innen nahe gehen, ist dabei den ausgezeichneten Darstellenden zu verdanken. (…) Die erstaunlichste Leistung des Abends kommt von Raafat Daboul als Dodong. Der junge Syrer arbeitet sich hier erstmals an größeren Textmengen ab und zeichnet sehr souverän einen manischen Charakter.“
Ruhrbarone, 5. Juni 2017

„Gerade Dortmund ist ein Zentrum für die Frage, wie man mit dem Theater zu einer anderen Form von Wahrhaftigkeit oder Glaubwürdigkeit kommen kann. Das ist wieder ein durchaus gelungener Versuch, sich mit einem Inhalt auseinanderzusetzen, der bei uns in den Medien noch nicht so ausgewalzt worden ist. (…) Es ist ein hochspannendes Thema, wie immer in Dortmund grandios gespielt. Ein hochinteressanter Abend.“
WDR 5 Scala, 7. Juni 2017

„Was es mit Menschen macht, sich dieser Flut von Dreck des Internets auszusetzen, davon erzählt eindringlich das Stück des Autorenkollektivs Laokoon um Riesewieck. Die Uraufführung reiht sich damit in andere Welterkundungsformate ein, die zu einem Markenzeichen des Dortmunder Schauspiels wurden, wie Die schwarze Flotte, Trump und Flammende Köpfe. (…) Die Sachverhalte, die die vier großartigen Darsteller ausbreiten, genügen allemal für einen aufklärerischen, aufrüttelnden Abend.“
Westfälischer Anzeiger, 6. Juni 2017

„Es ist nur ein verhältnismäßig kleiner Raum im Megastore, aber er birgt an diesem Abend die Sünden dieser Welt. Nach Manila lautet der Titel der neuesten Stückentwicklung des rührigen Hauses, doch was nach Reise und Urlaub klingt, meint in Wirklichkeit den dreckigen Job der dortigen „Clickarbeiter“. (…) Der geistige und körperliche Verfall der Arbeiter lässt nicht lange auf sich warten, was den Abend zu einem atemlosen Crescendo führt (großartig: Merle Wasmuth).“
WAZ, 7. Juni 2017

„Facebook ist in der Diskussion. Beispielsweise soll 'Hate Speech' (Hassreden) stärker bekämpft werden. Doch das sind immer zwei Seiten der Medaillen. Ist es wirklich gut, alles 'Schlechte' fern zu halten anstatt sich mit den (wahren) Ursachen dieses 'Bösen' in und außerhalb von uns auseinander zu setzten. Und wer setzt welche Kriterien?“
Ars Tremonia, 5. Juni 2017

„Für das Stück hat Riesewieck ein Alter Ego für sich selbst erschaffen – eine Autorin (Caroline Hanke), die vor Ort mit den Klickarbeitern spricht. Die leiden unter psychischen Störungen, hervorgerufen durch die permanente Beschäftigung mit Gewalt und Pornographie. Die Frau (die einmal mehr herausragend intensiv spielende Merle Wasmuth) hat einen Waschzwang und andere Neurosen, der erste Mann (Björn Gabriel) entwickelt perverse sexuelle Obsessionen, der zweite Mann (Schauspiel-Eleve Raafat Daboul aus Syrien) ist besessen vom grausamsten Video, das das Netz je gesehen hat.“
Dortmunder Kulturblog, 4. Juni 2017

„Die Auseinandersetzung mit aktuellen politisch-gesellschaftlichen Themen ist etwas, dass das Schauspiel Dortmund besonders in dieser Spielzeit mit Stücken wie Trump, Die Schwarze Flotte oder Flammende Köpfe zum Trend erhoben hat. Und das ist gut so. Das Schauspiel gibt sich damit eine Relevanz, die man an anderen Häusern vergeblich sucht.“
Ruhr Nachrichten, 5. Juni 2017

Kommentare

Matthias Schlensker, 14. Juni 2017
Die obenstehenden Pressestimmen spiegeln die Großartigkeit dieser Produktion, und ich pflichte ihnen in jeder Weise bei, gestatte mir aber noch einige Anmerkungen. Zunächst ist es nicht das erste Mal, dass das Dortmunder Schauspiel die Ferne in unsere unmittelbare Nähe rückt, und dabei erinnere ich an die in Zusammenarbeit mit dem Berliner Zentrum für Politische Schönheit im Jahre 2015 entstandene Produktion »2099«, die den Zuschauern die gemarterte Stadt Aleppo auf der Theaterbühne direkt vor Augen geführt hat. Diesmal wird das Publikum direkt nach Manila versetzt, und neben - zugleich zur Verdeutlichung - der eigentlichen Handlung werden ihm dortige Besonderheiten vor Augen geführt wie enorme Umweltprobleme - »Plastikstrände«, Müllberge, Gestank - oder religiöser Fanatismus, der manche Menschen dazu zwingt, sich regelmäßig zu Karfreitag selbst kreuzigen zu lassen - und der zugleich psychische Krankheit als solche Kranke aus der Gesellschaft ausschließenden Makel wertet: Genau hier stoßen wir auf die eigentliche Problematik des Stückes. Die »Clickarbeiter«, die zur Aufrechterhaltung von Facebooks heiler Welt schlimmstes nicht einzig sexuelle Gewalt zeigendes Material sichten und bedarfsweise aus jener Welt entfernen, werden zwangsläufig traumatisiert und dürfen es nicht zugeben - wo aber liegt das Problem dann in Europa oder in Silicon Valley? Zynisch wird aus einem Psalm zitiert: »So fern, wie der Osten vom Westen liegt, so weit wirft Gott unsere Schuld von uns fort.« Die Produktion »Nach Manila« führt uns aber direkt in diese scheinbar ferne Verantwortung hinein! Ein großes exzellentes und dank Mitwirkung von Sprechchor und Theaterpartisanen kopfstarkes Ensemble bietet eine schier übermenschliche Leistung, lässt nichts offen und bringt die Probleme auf den Punkt, auch wenn in der Natur des Stückes liegt, dass die Protagonisten eher idealisiert dargestellt werden. Selbst physisch werden die Grenzen der Darstellungsmöglichkeiten mehr als tangiert, was der Auftritt der Theaterpartisanen als kriechende Schnecken und Merle Wasmuths Selbstverspinnung in ihren Kokon aus Klarsichtfolie verdeutlichen. Überhaupt ist Merle Wasmuth - nicht zum ersten Mal - Heldin eines Theaterabends, dies aber vor allem aufgrund ihrer Fähigkeit, dargestellte Rollen mit der Kraft ihrer liebenswerten und wunderbaren Persönlichkeit zu beseelen, so die Empathie der Zuschauer zu wecken, die auf diesem Wege zu eigenem neuen Erleben und neuen Sichtweisen geführt werden. Deshalb sind wir alle Maggy - ebenso wie Nasim und Dodong. So lohnt es die Neugierigen, Lernwilligen und Erkenntnis Suchenden in jeder Weise, sich diesem Theaterabend hinzugeben.
  • Nach Manila - Schauspiel
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03. Juni 2017

Beginn: 19:30 Uhr

Einführung: 19:00 Uhr

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