• Furcht und Hoffnung - Schauspiel
    Furcht und Hoffnung - Schauspiel © Mario Simon
  • Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye, Marlena Keil © Birgit Hupfeld
  • Tobias Hoeft (Live-Kamera), Marlena Keil, Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Julia Schubert, Ekkehard Freye, Marlena Keil © Birgit Hupfeld
  • Julia Schubert, Marlena Keil, Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
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  • Ekkehard Freye, Marlena Keil, Tobias Hoeft (Live-Kamera) © Birgit Hupfeld
  • Marlena Keil, Ekkehard Freye, Tobias Hoeft (Live-Kamera), Julia Schubert © Birgit Hupfeld
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  • Julia Schubert, Ekkehard Freye (Bär) © Birgit Hupfeld
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Furcht und Hoffnung in Deutschland: Ich bin das Volk

Megastore

Szenen aus dem deutschen Alltag
von Franz Xaver Kroetz. Fassung von Wiebke Rüter

Die Küche ist sein letzter Rückzugsort: Seit Willi arbeitslos geworden ist, verlässt er die Wohnung nicht mehr. Seine Frau Martha verdient den Unterhalt - und schmeißt noch den Haushalt dazu. Wenig überraschend, dass ihre Ehe in die Krise gerät: Während Martha besonnen bleibt, wird Willi zunehmend wunderlich und aggressiv. Er hört Stimmen und Klopfzeichen.

Eine Dokumentarfilmerin wird auf das Ehepaar angesetzt, eine Studie über das abgründige Leben der Arbeitslosen zu drehen. Zunächst widerwillig macht sie Willis und Marthas Küche zum Drehort - und bemerkt nicht, wie sie im Laufe ihrer Arbeit Stück für Stück selbst in die merkwürdige Welt hineingesogen wird, die sie doch eigentlich nur abbilden soll. Was ist hier Wahrheit, was ist Fiktion? Und wo kommen plötzlich all diese vaterländisch und rassistisch denkenden Figuren her? Die Filmerin ist außer sich. Aus dieser Hölle gibt es offensichtlich kein Erwachen.

Der Volkstheater-Autor Franz Xaver Kroetz (*1946 in München) hat in den 1980ern und 1990ern die richtigen Stücke zur rechten Zeit geschrieben. In Furcht und Hoffnung in Deutschland (von 1983) fängt er in Szenensplittern das Elend der ‚kleinen Leute’ ein. Kroetz hat ein feines Sensorium für die ‚German Angst’, die einem aus seinen „Szenen aus dem deutschen Alltag“ schier entgegenzuspringen scheint. Und in Ich bin das Volk von 1994, einer Revue „volkstümlicher Szenen aus dem neuen Deutschland“, bricht dann der Hass, der Rassismus, der Populismus hervor. Aus Angstbürgern werden Wutbürger.

Die Regisseurin Wiebke Rüter hat aus den beiden Texten ein atmosphärisches Stück für drei Schauspieler komponiert, das den Zuschauer mit hinein nimmt in das verstörende und unterhaltsame Kroetz-Figurenuniversum - irgendwo auf der Grenze zwischen nationalem Alptraum und gruseligem Heimatfilm.

Besetzung

  • Willi, Parteivorsitzender, Chefredakteur, Ehemann: Ekkehard Freye
  • Martha (Willis Frau), Redakteurin, Modellbauerin, Vermieterin, Tochter: Marlena Keil
  • Dokumentarfilmerin, Frau Tschernie, Ehefrau: Julia Schubert
  • Live-Kamera, Bär: Tobias Hoeft

Pressestimmen

„Wiebke Rüter, seit 2013 Regieassistentin in Dortmund, gibt ein bemerkenswertes Regiedebüt. Die Episoden sind elegant miteinander verknüpft, mit Video, Musik… und Slapstick-Theater. Das dreiköpfige Ensemble zeigt sich in mehreren Rollen in ausgezeichneter Verfassung. Ekkehard Freye wechselt fließend vom hoffnungslos verzweifelten Willi zum arroganten Populisten. Marlena Keil spielt die Arbeiterfrau Martha, langmütig, und danach die Chefin eines Fernsehsenders, ganz intolerant. Julia Schubert plappert als namenlose deutsche Frau naiv unbedarfte Vorurteile nach einem One-Night-Stand mit einem Ausländer. Die Dortmunder Aufführung zeigt auf engagiert unterhaltsame Weise, dass die 20 Jahre alten Kroetz-Texte noch Biss besitzen. Sie sind beunruhigend aktuell.“
WDR Scala

„Schlaglichter zur deutschen Befindlichkeit aus der Feder von Franz Xaver Kroetz (…) Das Stück pendelt zwischen Groteske, böser Farce, Polit-Comedy, wenn es dem deutschen Michel den Angstpuls fühlt: Ich hab keinen Job, und jetzt kommen die Fremden! Fliegend wechselt das groß aufspielende Trio in diverse Rollen. Ein schmerzlich komisches Panoptikum deutscher Wüteriche, nahe am Tagesgeschehen.“
Ruhr Nachrichten

„Die junge Regisseurin Wiebke Rüter hat im Megastore zwei Stücke von Franz Xaver Kroetz zu einem eindringlichen Abend montiert. Der bayrische Dramatiker reagierte damit unter anderem auf eine erste Serie von Anschlägen auf Flüchtlingsheime in den 1990er Jahren, kurz nach der Wiedervereinigung. Damals stiegen die Zahlen der Asylbewerber sprunghaft an. Die Politik reagierte mit dem ‚Asylkompromiss‘ von 1993, der das Grundrecht auf Asyl beschnitt und Sozialleistungen für Flüchtlinge einschränkte. An Kroetz’ Szenen lässt sich ablesen, wie sehr die ausländerfeindlichen Sprüche der Gegenwart Echo sind von Aussagen von Politikern, die einmal eine Regierung trugen.“
Westfälischer Anzeiger

„Großartig schafft es die Schauspielerin Julia Schubert, die rassistisch-verbrämte, naiv-biedere Lüsternheit der deutschen Sekretärin zu zeigen, die schließlich von einem Braunbär von der Bühne getragen wird. Das Monster und das Mädchen. (…) Wenn Marlena Keil von der guten Tradition des Brennens in Deutschland spricht, an die sich die Asylanten eben anpassen sollten,  dann erreicht es fast die zynische Sprach- und Kalauerkunst einer Jelinek.“
SWR 2

„Insgesamt ein gelungener und wichtiger Beitrag zur aktuellen Situation in Deutschland. Schön, dass sich das Schauspiel Dortmund immer wieder solchen Themen annimmt.“
Dortmunder Kulturblog

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20. Mai 2017

Beginn: 19:30 Uhr

ENDE: 21:00 Uhr

Einführung: 19:00 Uhr

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