• ÜBERG., unwichtig: UNFORM - Schauspiel
    ÜBERG., unwichtig: UNFORM - Schauspiel © Mario Simon
  • Christian Freund, Frank Genser, Andreas Beck, Friederike Tiefenbacher, Marlena Keil, Amelie Barth, Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Andreas Beck, Marlena Keil, Frank Genser © Birgit Hupfeld
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ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM

Studio (Schauspielhaus)

Ein europäisches Abendmahl von Werner Schwab

Wir sind in die Welt gevögelt und können nicht fliegen.“

Eine Kneipengesellschaft, abgehängt und abgehangen: Allabendlich treffen sich in der Kneipe nebenan dieselben Gestalten. Da ist der weltfremde Langzeitstudent Jürgen, der notgeile Schweindi mit seiner Hasi, die schlecht gealterte Herti mit ihrem Schläger Karli sowie die zwangsvulgäre Fotzi. Nur mit Müh und Not kann die Wirtin den Laden zusammenhalten – bis eines Abends ein junges, hübsches Paar das Lokal betritt, auf der voyeuristischen Suche nach einer neuen Top-Location für ihren Elendstourismus. Angestachelt von ihrer schamlos zur Schau gestellten Zufriedenheit wächst bei den Stammgästen die Gier – und die Mordlust.

Es ist ein schwarzhumoriges, groteskes Universum, in das der österreichische Kultautor Werner Schwab das Publikum entführt. Seine einzigartige, derbe wie tief philosophische Sprache verstört und fasziniert das Publikum nicht erst seit seinem frühen Tod 1994. Mal erinnert sie an Thomas Bernhards aufgeputschte Wortkaskaden, mal an den Volksmund, und allzu oft ist sie schlichtweg unverwechselbares „Schwabisch“. Ein unablässiger Sprachkampf gegen den eigenen Untergang in einer Welt, die die Figuren zu zermalmen droht.
Treffsicher seziert Schwab in seinem „europäischen Abendmahl“ eine monströse Gemeinschaft – reaktionäre Spießer, impotente Lustmolche und linke Weltverbesserer im Kampf gegen das Fremde von außen.

Besetzung

Pressestimmen

ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM ist zunächst einmal ein saftig-derber Schwank und allerbestes Schauspielerfutter. In einer runtergekommenen Kneipe sitzen Jürgen, der Lehrer und Intellektuelle des Ortes, das kinderlose Paar Hasi und Schweindi, der drollige Schläger Karl und seine etwas abgehalfterte Freundin Herta und die dauergeile, leicht debile Fotzi herum. Die Wirtin schenkt regelmäßig nach und die Gäste suhlen sich in ihrem eigenen Lebenselend und dem der anderen. Man beleidigt sich und haut sich auch schon mal auf die Goschn, aber so ist das Leben halt. Alles wie immer, wäre da nicht dieses saubere, unbekannte Paar, das still an einem Tisch sitzt und mit sich und der Welt ganz im Reinen zu sein scheint. Es bringt die gut austarierte Situation der Stammgäste durcheinander, erregt deren Neid und muss beseitigt werden, um die Ordnung wieder herzustellen. Kurzerhand wird es aufgefressen. Doch so ganz ist dadurch die Situation nicht gelöst. Und dann taucht es plötzlich wieder auf, sitzt wieder da, ist aber gar nicht mehr still, sondern plötzlich Herr der Ereignisse. In der Inszenierung von Johannes Lepper, die am 17.12. Premiere feierte, ist dieses Paar mit Edith Voges Nana Tchuinang und Raafat Daboul besetzt, die bei ihrem zweiten Auftritt Arabisch und Französisch miteinander sprechen. Sie sind diese imaginierte Bedrohung durch das Fremde, die in Europa heute den Rechtspopulismus erstarken lässt. Wie Schweini es einmal sagt: 'Wir sind doch Familienmenschen, eine richtig einheimische Familie.' Den abgehängten Einheimischen, die sich ihr Leben so gründlich selbst versauen, sind diese schönen, zufriedenen Fremden eine perfekte Projektionsfläche. Man kann sich fragen, ob Schwabs Text diese deutliche Aktualisierung braucht. Dadurch dass sie in der Dortmunder Aufführung aber so selbstverständlich daherkommt und nicht weiter kommentiert wird, entfaltet sie ganz unauffällig ihre Wirkung.
Vor allem aber wirkt dieser Abend, als habe Werner Schwab den Text diesem Ensemble auf den Leib geschrieben. Da ist natürlich wieder Andreas Beck, der als Schweini gleich eine ganze Reihe von Kabinettstückchen abliefert, ob beim Discodancing, Brot kotzend oder als jammerndes Riesenbaby. Fast noch bemerkenswerter ist aber, dass er mit seiner enormen Präsenz nicht alle anderen an die Wand spielt. Dass Marlena Keil mit adretter Flechtfrisur (Kostüme: Sabine Wegmann) ihm als Hasi Paroli bieten kann, war noch erwartbar – selbst wenn sie nur ihren Schlüpfer anzieht, ist das schon sehenswert. Doch auch Uwe Rohbeck als dauerdozierender Jürgen, hat seine ganz großartigen Monologe – über das Würstel zum Beispiel – und keiner kann 'Fotzi' so schön sagen wie er. Frank Genser gibt einen ungemein ekligen Karli mit zu Schlitzen verengten Augen, dem man in jeder Sekunde abnimmt, dass ihm nicht so recht bewusst ist, was der Unterschied zwischen Vögeln und Schlagen ist. Und seine Freundin Herta wird von Friederike Tiefenbacher mit krächzender Unterwürfigkeit ausgestattet, bis sie einen Turm aus Bierkisten erklimmt und verkündet, dass sie zuendegevögelt und deshalb jetzt wieder Jungfrau sei und sich in einer absurden Prozession von allen Anwesenden die Füße lecken lässt. Nicht zuletzt schlägt sich Christian Freund als Fotzi in diesem All-Star-Ensemble bravourös. Die ganz junge Amelie Barth behält als Wirtin den Überblick und bringt immer mal wieder souverän Ruhe in das entfesselte Geschehen. Johannes Lepper lässt dem Text und seinem Ensemble genügend Raum. Er setzt am Beginn klar auf den derben Schwank mit viel dreckigem Witz, lässt dann das Spiel zerfasern und die dunklen Untertöne deutlicher zu Tage treten, um am Schluss mit dem Wiedererscheinen des Paares noch einmal anzuziehen.
Das ist klug gebaut und zeigt, warum Werner Schwab zu den wichtigsten Theaterautoren des vergangenen Jahrhunderts gehört. Letzteres ist keine Selbstverständlichkeit, denn Schwab ist in vielem ein direkter Nachfahre von Ödön von Horvath. In jedem Fall sind seine Stücke für Darsteller wie Regie eine ähnlich große Herausforderung, da es immer darum geht, dass diese Personen, die so dumm und gemein daherkommen, doch auch immer an irgendeiner Stelle eine Würde aufscheinen lassen. Lepper gelingt diese Gratwanderung in Dortmund."
ruhrbarone.de, 18.12.2017

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07. Januar 2018

Beginn: 18:30 Uhr

ENDE: 20:25 Uhr

Einführung: 18:00 Uhr

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