• Geächtet (Disgraced) - Schauspiel
    Geächtet (Disgraced) - Schauspiel © Schauspiel Dortmund
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Gastspiel in Liechtenstein: Geächtet (Disgraced)

TAK Theater Liechtenstein

von Ayad Akhtar

>> Vorverkauf beim TAK Theater Liechtenstein

Skurril, schnell und voll feiner, böser Ironie!

„Regisseur "Kay Voges sprengt in seiner Inszenierung die Grenzen des Edelboulevards!“ (Deutschlandradio Kultur)

„Intensives, spannendes, mitreißendes Kammerspiel“ (Ruhrnachrichten)

New York. Ein Apartment in der Upper East Side. Emily und ihr Mann Amir haben seine Kollegin Jory und deren Mann Isaac zum Dinner eingeladen. Alle vier sind gebildet, wortgewandt, geben sich aufgeklärt und kultiviert; ausnahmslos Umstände, die – ihr überproportionales Einkommen eingerechnet – einen Konflikt um Religion unwahrscheinlich erscheinen lassen. Doch der Firnis ist dünn: Hinter den vier schimmernden Biographien stecken verschiedene Geschichten vom Ankommen in einer Einwanderungs-Gesellschaft, die den Aufstieg eines Jeden gegen Leistung verspricht. Da ist Amir, erfolgreicher Anwalt für Wirtschaftsrecht, der sich als pakistanischstämmiger Muslim von seiner Religion losgesagt hat. Seine Frau Emily, weiß und protestantisch, ist eine von islamischer Kunst inspirierte Malerin und steht kurz vor dem Durchbruch – den sie Isaac, einem der wichtigsten Kuratoren der New Yorker Kunst-Szene, verdanken könnte. Isaac ist amerikanischer Jude und mit Jory, einer afroamerikanischen Juristin und Kollegin von Amir verheiratet. Berufl iches und Privates vermengen sich bei Salat und Brot und Wein – bis die Rede auf 9/11 kommt und von dort auf den Islam und Religion, später Iran und Israel, Ahmadinedschad und Netanjahu, Migration und Terrorismus. Themen, die den Figuren allesamt Bekenntnisse abfordern und Streit über vergessen geglaubte oder versteckte Ressentiments entfachen. Am Ende ist, wie in jedem guten Boulevard-Stück, nichts mehr wie es war...

Geächtet, 2012 in Chicago uraufgeführt und 2016 erstmals in Deutschland zu sehen, ist das Stück der Stunde: Ayad Akhtar hat ein Stück geschrieben über die prägende Kraft von Religion und ethnischer Zugehörigkeit; es stellt auf persönliche berührende Art und Weise die Frage nach der Überwindbarkeit religiöser Gegensätze: Wie tief reichen die Wurzeln religiöser Erziehung – für Muslime, Juden, Christen? Kann eine wirkliche Emanzipation vom Glauben gelingen? Und – dies ist in unseren bewegten Zeiten vielleicht die wichtigste Frage: Vermag man hinter dem eigenen Bild des Muslims, egal ob gläubig oder nicht, den Menschenzu sehen? Geächtet, 2013 mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet, ist ein bewegendes Stück Gegenwartsdramatik, komisch und tragisch zugleich, voll geschliffener Dialoge und einer feinen, bösen Ironie.

Ayad Akhtar, geboren 1970 in New York, wuchs als Sohn pakistanischer Einwanderer in Wisconsin auf und studierte Schauspiel und Regie in den USA und Italien. Akhtar schreibt für Theater, Film und Fernsehen. Sein erster Roman erschien 2012 – in Himmelsstürmer schildert er die Suche einer ganzen Generation junger gläubiger Muslime nach einem richtigen Leben in der westlichen Welt. Mit seinem 2012 in Chicago uraufgeführten Theaterstück Geächtet gewann er 2013 den Pulitzer-Preis.

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Geächtet (Disgraced) findet im MEGASTORE in Dortmund Hörde statt. Und so kommen Sie hin: Anfahrtsbeschreibung.

Besetzung

Pressestimmen

„Die Pulitzer-Preis gekrönte Komödie Geächtet des amerikanisch-pakistanischen Dramatikers Ayad Akhtar erobert derzeit deutsche Bühnen. Dortmunds Schauspielintendant Kay Voges macht aus dem Stück über vermeintlich säkulare und doch in Religion verstrickte Menschen mitreißendes Theater.
Ayad Akhtar versammelt Menschen auf der Bühne, die ihre religiösen Prägungen längst hinter sich gelassen haben. Oder das zumindest glauben. Denn wenn die coole Intellektuellenfassade bröckelt, kommen doch wieder Vorurteile, Hass und Angst zum Vorschein.
Geächtet ist ein gut gebautes Dialogstück. Dortmunds Schauspielintendant Kay Voges sprengt in seiner Inszenierung die Grenzen des Edelboulevards. Die großartigen Schauspieler sind weiß geschminkt, tragen rote Kontaktlinsen und silbrige Perücken im Stil von Andy Warhol. Die Dialoge bleiben zivilisiert, die Körpersprache ist enthemmt. Videos zitieren die amerikanische, pakistanische und israelische Flagge im verfremdeten Stil der white flag von Jasper Johns. Mit grotesken Choreografien und überraschenden Musikeinsätzen treibt Kay Voges die Aufführung in die Nähe der Farce. Doch nie darüber hinaus, die Schauspieler verkörpern Menschen, deren Verzweiflung steigt. So wird aus einem mittelmäßigen Stück ein mitreißender Theaterabend.“
Deutschlandradio Kultur, 8. Februar 2016

„Regisseur Kay Voges versucht gar nicht erst, das Thesenhafte des Stücks zu kaschieren. Er betont vielmehr die Künstlichkeit und schärft damit den Blick für die Probleme. […] Das anspruchsvolle Konzept wird vom starken Ensemble perfekt realisiert. Bettina Lieder ist als Emily im einen Moment die dozierende Islamversteherin und hechelt im nächsten auf dem Boden vor Isaac, wie Hund nach der Wurst giert sie nach seiner Gunst. Merle Wasmuth spielt wunderbar mit Ghetto-Klischees und dem Zorn der Aufsteigerin. Merlin Sandmeyer ist Amirs Neffe Abe, erst überangepasstes Straßenkid, dann jugendlicher Salafist. Und Carlos Lobo reizt kongenial die Brüche und Widersprüche des in die Religion gepressten Islamhassers aus.
In dieser kraftvollen Inszenierung sind auch Details bemerkenswert: Am Ende werfen Emily, Jory und Isaac ihre Eheringe vor Amirs Füße. Darin klingt die Ringparabel in Nathan der Weise an. Die Streitenden negieren die abschließende Geste in Lessings Toleranzdrama. Hier gibt es keine Aussöhnung. Großer Beifall für eine Inszenierung, die den zeitnahen, aber konventionellen Text gedankenreich aufschließt.“
Westfälischer Anzeiger,
8. Februar 2016

„Rassismus ist die unsichtbare Kraft, die in Geächtet die Menschen in die Katastrophe treibt – auf höchst finstere, elegante und boshaft unterhaltsame Weise. Denn Geächtet (Disgraced) ist der böse Zwilling des Erfolgsstückes Der Gott des Gemetzels von Jasmina Reza. So subtil sich dieses Theaterstück anpirscht, so heftig packte Regisseur Kay Voges die Problematik beim Schopf. Worum es geht muss hier niemand fragen. Die Videoprojektionen von Mario Simon – eine US-Flagge, der pakistanische Halbmond und der Davidsstern – auf der weißen Bühne von Michael Sieberock-Serafimowitsch sind Antwort genug. […] Ein – vor allem in der zweiten Hälfte – intensives, spannendes, mitreißendes Kammerspiel.“
Ruhr Nachrichten,
8. Februar 2016

„Mona Ulrich ebnet in ihren Kostümen gezielt alle Anflüge einer ethnischen Zuordnung ein. Alle Personen haben weiße Haare, weiße Haut und rote Augen. Die Herkunft der Personen ist nicht sichtbar, ethnische Zugehörigkeit ist somit nicht mehr angeboren, sondern erlernt. Die Albinos in Dortmund hätten es eigentlich sehr leicht, sich über religiöse und ethnische Unterschiede hinwegzusetzen, doch sie tun es nicht. Ihre Unterschiede sind nicht in den Gencode eingeschrieben, sondern in ihre Psychologie. Damit umgeht die Inszenierung nicht nur die vieldiskutierte ethnisch korrekte Besetzung des postmigrantischen Theaters, sondern verleiht dem Stück eine gehörige Portion mehr Tiefe. Die Frage nach der Konstruktion ethnischer und religiöser Identität tritt in den Vordergrund.
Als Konstruktion stellt Kay Voges zunächst die soziale Rolle in den Fokus. So lange Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, pflegen alle Personen des Stückes eine dadaistisch anmutende soziale Pose. Das überdrehte, manierierte Spiel von Carlos Lobo, Bettina Lieder, Frank Genser, Merle Wasmuth und als Gast Merlin Sandmeyer erinnert in der ersten Hälfte des Abends an die Arbeiten von Herbert Fritsch. Alles ist Pose, die in Perfektion und bis zum Exzess durchexerziert wird. Da wackeln die Frauen sexy bis zum Hüftschaden, der Kurator gibt sich exaltiert und tuntig, bis seine Hand wie ferngesteuert auf den nächstgelegenen weiblichen Busen wandert, und der Anwalt stapft viril durch die Szene. Unterlegt mit einem herrlich debilen NDW-Pling-Plong von Tommy Finke.
Erst als beim Abendessen alle sozialen Posen fallen, bricht unter dieser manierierten Fassade die echte Persönlichkeit hervor und das schmutzige Wühlen in sorgsam verborgenen Ressentiments wird zur wahren Identität. Das ist die bittere These dieser Inszenierung, die das Ensemble spielerisch großartig umsetzt. Dass der glaubhafte und nahtlose Wechsel vom manierierten Anfang in eine echte Psychologie gelingt, ist die große Leistung des Ensembles.“
ruhrbarone.de / Honke Rambow, 8. Februar 2016

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Gastspiel

05. Dezember 2017

Beginn: 20:00 Uhr

ENDE: 21:30 Uhr

Einführung: 19:20 Uhr

TAK Theater Liechtenstein

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