• Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck  © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye, Uwe Rohbeck, Julia Schubert, Caroline Hanke und Axel Holst © Birgit Hupfeld
  • Ekkehard Freye, Uwe Rohbeck und Axel Holst © Birgit Hupfeld
  • Caroline Hanke und Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Axel Holst, Caroline Hanke, Uwe Rohbeck und Julia Schubert © Birgit Hupfeld
  • Caroline Hanke, Uwe Rohbeck und Julia Schubert © Birgit Hupfeld

Kannibale und Liebe

Schauspielhaus Dortmund (Studio)

Eine True-Crime-Tragödie von Jörg Buttgereit
ab 18 Jahren

Uraufführung

Sie gehören zu den berühmtesten Filmen der Kinogeschichte: Hitchcocks Psycho, der Horrorfilm Das Schweigen der Lämmer und der frühe Splatterfilm The Texas Chainsaw Massacre. Doch wer kennt heute noch die wahre Begebenheit, auf der diese Filme beruhen?

1957. In dem winzigen Ort Plainfield, Wisconsin, wird die 58-jährige Ladenbesitzerin Bernice Worden aus ihrem Geschäft entführt. Als Polizisten ein Farmhaus in der Nähe überprüfen, finden sie ihren ausgeweideten und geköpften Körper sowie Teile von mindestens 15 verschiedenen anderen Leichen – darunter eine Sammlung Nasen, Masken aus Gesichtshaut, Fressnäpfe aus Totenschädeln und in der Pfanne auf dem Herd ein menschliches Herz. Das Farmhaus gehört Edward T. Gein, zu diesem Zeitpunkt fünfzig Jahre alt. Unter dem Namen Der Schlächter von Plainfield wird er zum berüchtigsten Verbrecher seiner Zeit: Nach dem Tod der vergötterten Mutter hat er mindestens zwei Frauen ermordet und zahlreiche Leichen auf Friedhöfen ausgegraben und verstümmelt. Gein gesteht zwei Morde, die er allerdings nicht als Verbrechen anzusehen scheint: Als schuldunfähig eingestuft überweist man ihn in die Psychiatrie, wo er bis zu seinem Tod 1984 bleibt.

Jörg Buttgereits Kannibale und Liebe untersucht Geins bemerkenswerten „Nachruhm“ im Kino und in der Rockmusik und erzählt die Geschichte des Anti-Helden Ed Gein mit zahlreichen Polizei-Originaldokumenten in Wort und Bild. Was zieht uns zum Grauen hin?

Jörg Buttgereit (*1963) ist Regisseur und Autor diverser Arthouse-Horrorfilme, arte-TVDokumentationen, Theaterstücke und Hörspiele. Am Schauspiel Dortmund debütierte er in der vergangenen Spielzeit mit dem Double-Feature GREEN FRANKENSTEIN und SEXMONSTER! und begeisterte Kritik und Zuschauer gleichermaßen.

Besetzung

  • Regie: Jörg Buttgereit
  • Bühne und Kostüme: Susanne Priebs
  • Video: Maria Goinda
  • Licht: Rolf Giese
  • Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz
  • Regieassistenz: Tilman Oestereich
  • Ausstattungsassistenz: Nelja Kalk
  • Inspizienz: Klaus Kudert
  • Soufflage: SuSe Kipp

Pressestimmen

„Kannibale, Liebe und der ganz authentische Horror im Theater Dortmund. Der Autor und Filmemacher Jörg Buttgereit bereichert das Dortmunder Theater nun schon zum zweiten Mal mit seiner Vorliebe für Trash. Nach einem Abend über typische B-Pictures nimmt er sich nun den amerikanischen Mörder und Grabräuber Ed Gein vor. Er sucht nach dem Menschen im Monster. (...) Das eigentliche Ereignis ist der Schauspieler Uwe Rohbeck, der geradezu unheimlich intensiv Ed Gein lebendig werden lässt. In einer langen Verhörsituation wächst er mehr und mehr in diese Figur hinein, gibt Einblick in das befremdliche Seelenleben eines Einsamen, dem mit der Mutter auch die letzte Kommunikationsmöglichkeit abhanden kam. Immer dämonischer wirkt er im Lauf der Vernehmung, bei der er Frauenkleidung trägt. Seine Leidenschaft für alles Tote (‚dieser Geruch’) erwächst aus ihm selbst – Gein hatte keinen Fernseher, ging selten ins Kino. Am Ende aber ist er wieder dieses seltsam kindgleiche Wesen, das uns verloren ansieht. Und dem man dann nichts mehr von dem zutraut, was hier verhandelt wurde. Buttgereits Trash-Theater ist etwas für Leute, die das Makabre lieben und für die es im Kino erst gegen Mitternacht interessant wird. Also bitte mehr davon.“
derwesten.de, 23.10.2012

„Die Bühne ist dunkel. Erst langsam schälen sich Konturen heraus. Eine junge Frau, die an einem Tisch sitzt. Ein Schaukelstuhl. Und ein Grabhügel samt Sarg. Alles ist in schwarzweiß gehalten, wie in einem billigen Horrorfilm aus den fünfziger Jahren. Die Geschichte, die hier erzählt wird, geschah 1957 im kleinen Städtchen Plainfield, im mittleren Westen der USA. Damals entdeckten Polizisten in einem herunter gekommenen Häuschen ohne Strom und Licht Teile von mindestens 15 Leichen. (...) Mit leiser Stimme rekonstruieren die Schauspieler, was vor 55 Jahren geschah. Sie spielen die Polizeiprotokolle von Ed Geins Vernehmung nach, tragen die Berichte der ermittelnden Beamten vor, versuchen psychologische und filmhistorische Analysen. Mit Ausnahme der Fotografien entstehen die Bilder in den Köpfen der Zuschauer.“
WDR 3, 21.10.2012

„Das Stück weidet sich nicht übermäßig am Scheusal, wählt nicht die große Geisterbahn. Buttgereit protokolliert, was 1957 in Wisconsin passierte. Bühne (Susanne Priebs) und Licht (Rolf Giese) kreieren das Schwarzweiß alter Fotos, passend zum O-Ton der Ermittler (Axel Holst, Ekkehard Freye), die angesichts des Schreckens um Nüchternheit ringen.“
RuhrNachrichten, 23.10.2012

„Dass das Muster auf der Tapete aus Gehirnen besteht, merkt man erst nach dem zweiten Blick. Genauso, dass der Lampenschirm aus Menschenhaut bestehen soll. Und man merkt auch erst im Verlauf von Kannibale und Liebe, dass dieses sehr launig angelegte Stück einen sehr ernsten Hintergrund hat. (...) Spätestens bei einer Art grausigem Dia-Vortrag wird klar: Dies ist kein Horrorklamauk. Captain Lloyd Schoephoerster deutet auf Originalfotos. Zu sehen ist eine nackte Frauenleiche. ‚Sie war vom Brustbein bis zum Abdomen ausgenommen worden – wie ein Hirsch.’ Demgegenüber steht das Häuflein Elend Ed Gein (brillant gespielt von Uwe Rohbeck), der auf die Frage, ob er die menschlichen Masken, die er nachts aus Gräbern klaute, getragen habe, freimütig gesteht: ‚Nicht lange, ich hatte immer so unheimlich viel zu tun.’ Solche Szenen lösen das Mitleid, den Ekel in Gelächter auf. Die lakonisch erzählte Geschichte ist nicht auf sensationsheischenden Grusel ausgelegt und trotzdem sehr unterhaltsam – erschreckend unterhaltsam, ist sie doch wie im Untertitel erwähnt eine Tragödie. Man fühlt sich ertappt.“
WAZ/Westfälische Rundschau, 23.10.2012

Kommentare

Patrick, 20. Mai 2012
Green Frankenstein und Sexmonster war ja ein grandioses Theaterstück. Buttgereit ist für mich sowieso einer der größten Künstler unserer Zeit, daher freue ich mich auch riesig auf das nächste Stück.
Sebastian, 03. Dezember 2012
Uwe Rohbeck als Ed Gein. Der absolute Knaller! Waren am Samstag da! Sehenswert!
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01. Dezember 2012

Beginn: 20:00 Uhr

ENDE: 21:30 Uhr

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