• Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Björn Gabriel, Bettina Lieder, Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Kevin Wilke, Uwe Rohbeck, Marlena Keil, Uwe Schmieder © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck, Christian Freund, Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Kevin Wilke, Merle Wasmuth, Marlena Keil © Birgit Hupfeld
  • Mario Lopatta, Sprechchor, Uwe Schmieder, Björn Gabriel, Frieder Langenberger © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck, Ekkehard Freye © Birgit Hupfeld
  • Merle Wasmuth © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck, Frieder Langenberger, Björn Gabriel, Christian Freund © Birgit Hupfeld
  • Björn Gabriel, Bettina Lieder, Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
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  • Marlena Keil, Christian Freund, Björn Gabriel, Uwe Rohbeck, Bettina Lieder, Ekkehard Freye, Kevin Wilke, Merle Wasmuth © Birgit Hupfeld
  • Kevin Wilke, Merle Wasmuth, Christian Freund, Marlena Keil, Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Christian Freund, Merle Wasmuth, Bérénice Brause, Uwe Rohbeck, Ekkehard Freye, Marlena Keil © Birgit Hupfeld
  • Mario Lopatta, Uwe Schmieder, Sprechchor, Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Uwe Schmieder, Mario Lopatta, Sprechchor, Björn Gabriel, Frieder Langenberger, Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld
  • Ensemble © Birgit Hupfeld

Tartuffe

Schauspielhaus

von Molière. Deutsch von Luc Bondy und Peter Stephan Jungk. Unter Verwendung vereinzelter Passagen aus PeterLichts „Tartuffe oder Das Schwein der Weisen“

„Standing Ovations für einen rasanten, scharfsinnigen Abend.“ (Westfälischern Anzeiger, 2.12.2018)

Es ist eine der teuflischsten Komödien der Weltliteratur: Molières Tartuffe lädt in die aberwitzige Welt einer Familie, die in einem Kosmos voller Lügen um die Wahrheit ringt.

Sechs Menschen, verteilt auf drei Generationen: Da ist Pernelle mit Söhnen Cléante und Orgon, dessen zwei Kinder  Mariane und Damis sowie Elmire, Orgons Frau (und Stiefmutter der Kinder). Geldsorgen gibt es keine, man hat sogar Dienstboten wie die kluge Dorine und wohnt in einem schönen Haus. Aber in dieses hat sich jemand eingenistet: Hausgast Tartuffe, in den Hausherr Orgon so vernarrt ist, dass er eine gewichtige Tatsache übersieht – Tartuffe ist eine Betrüger, seine angebliche Frömmigkeit und Weisheit nur raffinierte Strategie.

Was nicht einmal ein großes Geheimnis ist, denn auch wenn Kinder, Ehefrau und Schwager anfangs noch nicht wissen können, was genau Tartuffe plant, so merken sie doch schnell, dass er ein Heuchler ist, dem es um Macht und Profit geht. Doch ihre ersten Versuche, Orgon die Augen zu öffnen, scheitern kolossal.

Denn Orgon möchte unbedingt glauben: an den Himmel, die klare Trennung zwischen Gut und Böse und an Tartuffe – den Mann, der ihm Ordnung, Sicherheit und den Frieden auf Erden verspricht. Als Orgon plötzlich beschließt, seine eigentlich mit dem jungen Valère verlobte Tochter Mariane mit Tartuffe zu verheiraten, schmiedet seine Familie einen Plan, um den Betrüger zu entlarven...

Regisseur Gordon Kämmerer (*1984) studierte Schauspiel in Leipzig und Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Er arbeitet regelmäßig u.a. am Schauspiel Leipzig, dem Staatsschauspiel Hannover und dem Schauspiel Dortmund (hier zuletzt Kasimir und Karoline und Biedermann und die Brandstifter / Fahrenheit 451).

Besetzung

Pressestimmen

„Gleich am Anfang bringt Uwe Schmieder als Orgons Mutter die Sache auf den Punkt: 'Glaubende sind gesünder als Nichtglaubende'. Mit wenigen Eingriffen transponiert die Inszenierung Molières Satire ins 21. Jahrhundert, in die Zeit von Bionahrung und Psychoworkshops. Nicht zufällig sehen alle hier durch den weißen Einheitslook aus, als folgten sie einem Motivationsguru.
Uwe Rohbeck brilliert als Orgon. Das ist kein verblödeter Jünger, sondern ein Mann, der genießt, wie er seine Familie triezt und peinigt dadurch, dass er sich so ganz Tartuffe hingibt. Wenn Ekkehard Freye als sein vernünftiger Schwager ihm ins Gewissen redet, dann zerbröselt Rohbeck eine Toastscheibe und wirft die Krümel ins Publikum. als füttere er Tauben. Der Mann hat besseres zu tun als Argumente anhören. Und durch diese scheinbar völlig banale Geste kann Rohbeck die Zeile zur Pointe spitzen, dass Mariane und Tartuffe selig sein werden 'wie zwei Turteltauben'. Björn Gabriel verleiht Tartuffe eine grandiose Verlogenheit, einen dauerbeleidigten, wehleidigen Ton, der jederzeit in Berechnung umschlagen kann.  (…) Standing Ovations für einen rasanten, scharfsinnigen Abend.“
Westfälischer Anzeiger, 2.12.2018

„Gordon Kämmerer (Regie und Bühne) frisiert Molières Tartuffe zu einer schrillen, lauten, temporeichen Farce, die konsequent und mit Lust in die Vollen geht. (…) Zum Gelingen des Abends ist der Beitrag der Darsteller ganz erheblich. Sie bewegen sich an der Grenze zum Overacting, manchmal regiert Stummfilmgestik. Obwohl Kämmerer mit Kasperltheater und Stummfilmkomödie jongliert, fängt er das Stück immer kurz vor der Vollklamotte ab, so wie das starke Ensemble seinem Affen nur dosiert Zucker gibt. Tartuffe goes Pop, Trash und Comedy: flott, witzig und sehr unterhaltsam.“
Ruhr Nachrichten, 2.12.2018

„Kämmerer benutzt neben der aktualisierenden Übersetzung von Luc Bondy und Peter Stefan Jungk einige Passagen aus PeterLichts radikaler Molière-Überschreibung Tartuffe oder Das Schwein der Weisen. Diese Licht'schen Dialoge, die ganz dicht über den Molièreschen schweben, aber kaum mit ihnen verbunden sind, gehören zu den besten Szenen des Dortmunder Abends: Damis, der blindwütige Sohn Orgons (Christian Freund), schleudert Mme. Pernelle, die Tartuffe 'geil' findet, entgegen: Es gibt kein geiles Leben im Ungeilen! Oder der Überredungsdialog, in dem Vater Orgon (Uwe Rohbeck) seiner Tochter Mariane (Merle Wasmuth) die Heirat, genauer 'Zurverfügungstellung' ihres Körpers im Kontext ihrer 'Lebensführung als ganzheitliches System', mit Tartuffe (Björn Gabriel) verkündet. Dann folgt statt des Dialogs zwischen der Zofe Dorine (Marlena Keil) und Mariane über die Heiratspläne eine stumme Szene. Marianne würgt, gurgelt, ächzt, Dorine schreit. Alles ohne Worte, pure unartikulierte Emotion.“
nachtkritik.de

Kommentare

Andreas Schröter, 02. Dezember 2018
Ich war gestern in der Premiere von „Tartuffe“ im Schauspielhaus. Nach der „Parallelwelt“ ist das der zweite große Hit am Schauspiel Dortmund in dieser Spielzeit. Wahnsinn, mit welcher Kreativität das Team um Regisseur Gordon Kämmerer diesen Molière-Klassiker aufgebürstet hat. Wer da angestaubtes Bildungsbürgertum-Theater mit Gähn-Garantie erwartet, wird eines Besseren belehrt. Die Inszenierung strotzt nur so vor (modernem) Sprachwitz, Humor, visuellen Effekten und allgemeinem Einfallsreichtum. Tartuffe (Björn Gabriell) haust - umgeben von riesigen Putten – in einem heruntergekommenen Wohnwagen. Allein dieses Bühnenbild versinnbildlicht auf geniale Weise schon den hochstaplerischen und betrügerischen Charakter dieser Figur. Es macht schlicht Spaß, die Dortmunder Schauspiel-Granden um Uwe Schmieder, Merle Wasmuth, Bettina Lieder, Uwe Rohbeck und all den anderen dabei zuzusehen, wie sie den Hausherrn und seine Mutter davon überzeugen, dass Tartuffe ein Betrüger ist. Höhepunkt ist womöglich eine superwitzige Szene, die per Videotechnik aus dem Inneren des Wohnwagens übertragen wird und in der Elmire versucht, Tartuffe zu verführen. Einen kurzen, aber wuchtigen Auftritt hat der Dortmunder Sprechchor, der Tartuffe am Ende festnimmt, sowie zwei Schauspieler (Frieder Langenberger und, Mario Lopatta) vom Schauspielstudio Graz mit einigen homoerotischen Einlagen. Eingerahmt ist das Ganze in eine Art Techno-Tanztheater, bei dem man am liebsten aufspringen und mittanzen möchte. Bei der Premiere gibt’s am Ende zu Recht Standing Ovations. Natürlich melden sich beim Rausgehen auch wieder die ewigen Nörgler zu Wort, die mit hochgezogener Augenbraue ironisch fragen: „Was würde wohl Molière dazu sagen …?“ Ich muss sagen, es ist mir völlig egal, was Molière dazu sagen würde. Wir leben nicht mehr im 17. Jahrhundert, sondern im Jahre 2018, und da hat ein Schauspielteam geradezu die Pflicht, einen solchen Stoff in die Gegenwart zu übertragen. Andernfalls müsste sich das Schauspiel in „Schauspielmuseum“ umbenennen.
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18. Mai 2019

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