• Lohengrin - Oper
    Lohengrin - Oper © Piotr Gregorowicz
  • Christina Nilsson (Elsa von Brabant), Daniel Behle (Lohengrin) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarfrei)
  • Christina Nilsson (Elsa von Brabant), Daniel Behle (Lohengrin) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarfrei)
  • Daniel Behle (Lohengrin), Christina Nilsson (Elsa von Brabant) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarfrei)
  • Stéphanie Müther (Ortrud), Christina Nilsson (Elsa von Brabant) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Christina Nilsson (Elsa von Brabant), Joachim Goltz (Friedrich von Telramund) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Shavleg Armasi (Heinrich der Vogler), Morgan Moody (Heerrufer des Königs) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Michael Siemon (Lohengrin), Christina Nilsson (Elsa von Brabant) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Hyona Kim (Ortrud) © Thomas Jauk, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)

Lohengrin

Opernhaus

Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner
Libretto vom Komponisten
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

(Im Rahmen des Wagner-Kosmos I)

Die Anklage wiegt schwer: Elsa, die Tochter des Herzogs von Brabant, wird des Mordes an ihrem Bruder Gottfried beschuldigt. Ihre Kläger sind Telramund und Ortrud, die sie damit um ihre Herrschaftsansprüche bringen wollen. Der König überlässt das Urteil dem Entscheid Gottes, zwei Ritter sollen im Zweikampf sein Werkzeug sein. Elsa ruft dafür den Mann zu Hilfe, der ihr zuvor im Traum erschienen war. Wie durch ein Wunder erhört sie der strahlende Held und erkämpft Elsas Recht. Die Verlierer sinnen auf Rache – da kommt es ihnen gelegen, dass der Ritter ein großes Geheimnis um seinen Namen und seine Herkunft macht. Er hat eingewilligt, Elsa zu heiraten, wenn sie ihn niemals danach befragen wird. Sie lässt sich darauf ein, doch hinterlistig drängt Ortrud Elsa zu der verbotenen Frage und insistiert so lange, bis diese nachgibt. Die Folge ist fatal: Lohengrin verkündet, dass er der Sohn des Gralskönigs Parzival ist. Doch nach dieser Offenbarung muss er Elsa verlassen, die entseelt in den Armen des erlösten Gottfried zu Boden sinkt.

Zart und mit einer unglaublichen Schönheit, die nicht von dieser Welt zu sein scheint, beginnt der von Wagner selbst als „romantische Oper“ bezeichnete Lohengrin. Das Stück markierte eine neue Qualität in seinem Schaffen, so ist das Orchester mit seinem mal innigen, mal pathetischen Klang nun Träger des Bühnengeschehens. In seiner revolutionären Phase entstanden, verbindet Wagner darin historische Ereignisse mit seinen philosophischen Ideen und schafft so eine politische Parabel.

Bitte beachten: Die letzte Vorstellung wird von Ks. Kwangchul Youn gesungen − Der südkoreanische Opernsänger zählt zu den führenden Bässen unserer Zeit und war zwischen 1996 und 2015 regelmäßiger Gast bei den Bayreuther Festspielen, wo er mit seinen stets gefeierten Interpretationen neue Maßstäbe setzte.

Besetzung

Pressestimmen

"Dortmunds neuer Lohengrin ist musikalisch ein Ereignis. Dass wir die Riesenriege der Stimmen beim neuen Lohengrin im Rücken haben, dass das Piano der Herren sanft den Raum flutet und die Gänsehaut des Wagnerianers ungemein fördert, ist nur ein Coup von vielen dieses Abends. Man kann nach fast viereinhalb Stunden nicht anders als zu sagen: Diesen Lohengrin sollte man gehört haben!

Gehört hat die Welt vor allem das Debüt Daniel Behles. Zwar war er schon Loge/Froh (Rheingold) und David (Meistersinger), aber der Schwanenritter, vor dem selbst Nicolai Gedda bis auf einen Testlauf in Schweden Fracksausen hatte, ist eine ganz andere Hausnummer im Wagner-Fach. Der Abend wird nicht allein Behles Triumph, dafür ist das Ensemble zu brillant besetzt. Das hier könnte auch in München oder Berlin zu hören sein, in Dortmund vielleicht gar noch unverbrauchter, weil frei von gefährdeten Altstars.

Elsa etwa, die Lohengrin herbeisehnt, da Schurken sie fürs Verschwinden ihres Bruders ans Messer liefern wollen, ist Christina Nilsson. Die junge Schwedin tritt den staunenswerten Beweis an, dass mädchenhaftes Timbre und eine kraftvolle Fanfare keine Feinde sind.

Und erst ihre Gegenspielerin! Das Zauberweib Ortrud singt Stéphanie Müther mit Riesenstimme zum Fürchten schön. Kein Wunder, dass sie ein Bild von der Wand herunterschmettert. Kein Wunder erst recht, dass Telramund (seine erotische Hörigkeit zeigt der Abend nicht eben undeutlich) bis zum Tod ihre Marionette bleibt – Joachim Goltz singt den wankenden Widersacher Lohengrins mit drahtiger Energie, nie als kraftmeiernde Karikatur.

Die Musik erhält im großen Schwarz der tiefen Bühne viel Raum. Das lässt Dortmunds Philharmonikern unter Gabriel Feltz schillernd prachtvoll agieren: Es waltet seidige  Delikatesse neben martialischer Präzision, sie schmettern und sie schmeicheln. Fabelhaft!"
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

"Einen so tollen Lohengrin wird man so schnell nicht wieder hören. Wegen der großartigen musikalischen Leistung muss man diesen Lohengrin gesehen haben. Daniel Behle gibt sein Debüt in dieser Wagner-Rolle. Und das ist ein Ereignis. So schön ausgesungen, mit einer so traumhaften Leichtigkeit und Innigkeit in der Stimme hat man den Lohengrin noch nicht gehört und hört vieles in Wagners Musik ganz neu. Christina Nilsson passt mit ihrem schlank geführten, leuchtenden Sopran als Elsa hervorragend zu Behles Tenor. Hervorragend ist auch Joachim Goltz als Telramund mit einem starken, dunklen Bariton besetzt, der noch kräftiger ist als der Bass von Shavleg Armasi als König Heinrich. Telramunds Schwertkampf mit Lohengrin ist in der Inszenierung auch sehr dürftig. Stéphanie Müther singt eine hochdramatische Ortrud, mit vielen Farben aus dem italienischen Fach. Gewohnt souverän gestaltet Morgan Moody die Partie des Heerufers.

Musikalisch ist das ein Wagner-Fest."
Ruhr Nachrichten

"Unter den Sängern hat mir vor allem Daniel Behles Lohengrin gefallen. Er kommt ja vom lyrischen Fach und verleugnet das auch hier, bei seinem Debüt in einer dramatischen Partie, nicht. Gerade die berüchtigten heiklen Piano-Klänge – „mein Lieber Schwan“! – gelingen ihm großartig, weil er da genau die richtige Balance aus Zartheit, Einfühlsamkeit und Stabilität findet. Sehr eindringlich war auch der dunkel-glühende, aber nie wüst chargierende Telramund von Joachim Goltz. Christina Nilsson, die 28 Jahre jung ihr Debüt als Elsa gab, hat eine hübsche, helle, funkelnde, dabei aber durchaus tragfähige Stimme."
Die Deutsche Bühne

"Der zweite Aufzug von Wagners Lohengrin an der Dortmunder Oper hatte Festspielniveau."
WDR

"In Dortmund ist ein musikalisch bemerkenswerter Abend zu erleben. Feltz liest die Musik mit lyrischem, melodischem Zugriff, doch immer auch mit sinfonischer Nüchternheit, die den Solisten sehr entgegenkommt. Bayreuth-Tenor Daniel Behle gibt ein bemerkenswertes Lohengrin-Debüt als eher leiser, sensibler Held, aber seine Stimme beweist immer wieder höchste elegante Tragfähigkeit."
Westfälischer Anzeiger

"Behle legt den Lohengrin so intim, so weich und so lyrisch an, wie man ihn kaum je erlebt hat. Die schwedische Sopranistin Christina Nilsson als hingebungsvoll naive Elsa zeichnet ihre Partie mit inniger Leuchtkraft. In seiner überzeugendsten Einstudierung seit Jahren gelingt Generalmusikdirektor Gabriel Feltz mit den souveränen Philharmonikern eine Quadratur des Kreises. Straff dirigiert, erweist sich Wagners suggestive Musik in Dortmund als verströmendes Fließen mit großen Bögen und detailgenau wahrgenommenen verästelten Nebenarmen."
Recklinghäuser Zeitung

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12. Januar 2020

Beginn: 17:00 Uhr

ENDE: 21:40 Uhr

Einführung: 16:15 Uhr

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