• Marlena Keil, Björn Gabriel, Caroline Hanke, Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Alida Bohnen, Max Ranft, Berna Celebi © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm), Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm), Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm), Caroline Hanke, Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck, Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck, Marlena Keil © Birgit Hupfeld
  • Max Ranft, Alida Bohnen, Björn Gabriel © Birgit Hupfeld
  • Marlena Keil, Alida Bohnen, Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Marlena Keil, Alida Bohnen © Birgit Hupfeld
  • Berna Celebi, Max Ranft © Birgit Hupfeld
  • Caroline Hanke © Birgit Hupfeld
  • Uwe Rohbeck © Birgit Hupfeld
  • Alida Bohnen, Max Ranft © Birgit Hupfeld
  • Berna Celebi © Birgit Hupfeld
  • Marlena Keil, Max Ranft, Berna Celebi, Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm) © Birgit Hupfeld
  • Caroline Hanke, Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm) © Birgit Hupfeld

Der Widersacher

Studio (Schauspielhaus)

nach dem gleichnamigen Roman von Emmanuel Carrère. Aus dem Französischen von Claudia Hamm

Es gibt Geschichten, denen man nicht glauben mag, obwohl sie wahr sind. Jean-Claude Romand lebt ein erfolgreiches Leben: eine glückliche Ehe, zwei kleine Kinder und eine bedeutende Position bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nachbarn und Freunde schätzen ihn als kompetent, freundlich, vielleicht etwas langweilig, aber letztlich als jemanden, der sein Leben im Griff hat. Bis er im Januar 1993 seine Frau, seine beiden Kinder, seine Eltern sowie deren Hund ermordet.

Erst Ermittlungen der Polizei bringen die Wahrheit über Jean-Claude Romand ans Licht: Seine gesamte Existenz war nichts als Fassade! Die Arbeit bei der WHO, wichtige Geschäftsreisen, berühmte Kollegen – alles frei erfunden! In Wahrheit verbrachte er die Zeit auf Raststätten oder ziellos durch die Wälder streifend. Jahrzehntelang hatte Romand ein gigantisches Bauwerk aus Lügen errichtet, bis es in einer Eruption aus Gewalt in sich zusammenstürzte.

Der Schriftsteller Emmanuel Carrère geht auf Spurensuche, besucht Romand im Gefängnis, recherchiert vor Ort, befragt ehemalige Freunde. Wie konnte die Hochstapelei so lange unbemerkt bleiben? Gibt es einen Unterschied zwischen der Oberfläche und dem Wirklichen? Wie zerbrechlich sind unsere Masken? Sein so spannender wie einfühlsamer Tatsachenroman, in Frankreich längst ein Klassiker, wurde nach der Neuübersetzung 2018 auch in Deutschland frenetisch gefeiert.

Ed. Hauswirth seziert den Fall Romand: als Annäherung an das Monströse, als dämonische Irrfahrt – und als zutiefst menschliche Auseinandersetzung mit dem Widersacher, der in uns allen steckt.

Besetzung

Pressestimmen

„Im Zentrum dieser Inszenierung steht ein unbedingtes Interesse an der unglaublichen Geschichte des Jean-Claude Romand, steht das Bestreben, dem Publikum diesen Inhalt getreulich zu erklären. Dieses Theaterstück hat ein Anliegen, erschöpft sich nicht in formalen Spielereien. Bleibt die Frage nach dem Warum. Hauswirths Inszenierung weicht ihr nicht aus, versucht Antworten aber mit wohltuender Dezenz. Von den Annehmlichkeiten des bildungsbürgerlichen Milieus wäre hier sicherlich zu reden, vom guten Leben in vermeintlich vorgezeichneten Lebensbahnen. (…) Viel Applaus für einen bewegenden Theaterabend mit spannendem Inhalt und anspruchsvoller Sprechkultur.“
Revierpassagen

„Eine eindringliche Chronik eines unerhörten Verbrechens!“
Westfälischer Anzeiger

„Den Schriftsteller Emmanuel Carrère hat diese monströse Tat nicht ruhen lassen. Sein ungemein erfolgreiches Recherche-Buch Der Widersacher hat der Regisseur Ed. Hauswirth jetzt im Studio des Dortmunder Theaters zur Grundlage eines verstörenden Stückes gemacht. Hier taucht der Zuschauer mitten hinein in das Unfassbare, nimmt nach und nach auf, was der Autor bei seiner Spurensuche zusammengetragen hat. (…) Zwei trefflich unterhaltsame Stunden!“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Wenn das Ende nicht so tragisch wäre, könnte man von einer Langzeit-Performance oder einem ambitionierten Schelmenstück sprechen: Viele Jahre führte Jean-Claude Romand seine Frau, Nachbarn und Bekannte hinters Licht. (…) Zu sehen gibt es in der Inszenierung keinen Krimi, sondern das Protokoll einer traurig-komischen Verirrung, an deren Ende eine Sackgasse und fünf Morde warten. Wie getrieben muss jemand sein, der viele Jahre ein Doppelleben führt, für das er einen wahren Lügenpalast erbaut? Wie mag es in diesem Menschen aussehen? Das Stück ist keine Verbrechenschronik wie Truman Capotes Kaltblütig. Es thrillert nicht sonderlich, weil es mehr auf eine Millieustudie mit grotesken Zügen hinausläuft.“
Ruhr Nachrichten

  • Marlena Keil, Björn Gabriel, Caroline Hanke, Uwe Rohbeck
  • Alida Bohnen, Max Ranft, Berna Celebi
  • Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm), Björn Gabriel
  • Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm), Björn Gabriel
  • Uwe Rohbeck (im Bärenkostüm), Caroline Hanke, Björn Gabriel
  • Uwe Rohbeck, Björn Gabriel
  • Uwe Rohbeck, Marlena Keil
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12. Januar 2020

Beginn: 18:30 Uhr

ENDE: 20:25 Uhr

Einführung: 18:00 Uhr

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