• Zwerg Nase - KJT
    Zwerg Nase - KJT © Peter Kirschke
  • Thorsten Schmidt, Bettina Zobel, Bianka Lammert © Birgit Hupfeld
  • Bianka Lammert, Thorsten Schmidt © Birgit Hupfeld
  • Jan Westphal, Bettina Zobel, Thorsten Schmidt, Statistin © Birgit Hupfeld
  • Bianka Lammert, Jan Westphal, Ann-Kathrin Hinz © Birgit Hupfeld
  • Johanna Weißert, Statisterie © Birgit Hupfeld
  • Johanna Weißert, Ann-Kathrin Hinz © Birgit Hupfeld
  • Johanna Weißert, Ann-Kathrin Hinz © Birgit Hupfeld
  • Jan Westphal, Statist, Johanna Weißert, Thorsten Schmidt, Andreas Ksienzyk © Birgit Hupfeld
  • Johanna Weißert © Birgit Hupfeld
  • Thorsten Schmidt, Jan Westphal © Birgit Hupfeld
  • Thorsten Schmidt, Statistin, Jan Westphal, Andreas Ksienzyk, Statistin © Birgit Hupfeld
  • Ann-Kathrin Hinz, Johanna Weißert © Birgit Hupfeld
  • Rainer Kleinespel, Johanna Weißert, Andreas Ksienzyk © Birgit Hupfeld
  • Johanna Weißert, Ann-Kathrin Hinz © Birgit Hupfeld

Zwerg Nase

Schauspielhaus

Weihnachtsmärchen von Andreas Gruhn
Nach Wilhelm Hauff
Ab 6 Jahren

Jede Woche war auf dem Markplatz einer großen Stadt Wochenmarkt. Dort saßen auch ein armer Schuster und seine tüchtige Frau. Er saß an der Straße und flickte Schuhe und Pantoffeln, während sie Früchte und Gemüse verkaufte, das sie aus ihrem eigenen kleinen Garten zog. Das Wertvollste an ihrem Stand waren die seltenen Kräuter, die ihren Duft über den ganzen Markt verströmten. Stets an ihrer Seite saß ihr Sohn Jakob und pries die Waren heiter an: „Hierher, ihr Herren! Seht nur, welch schöner Kohl, wie wohlriechend die Kräuter. Hier auch frühe Birnen, ihr Frauen, frühe Äpfel und Aprikosen. Wer will kaufen?“

Da kam ein altes Weib über den Markt. Sie trug zerrissene und zerlumpte Kleider, hatte dreckige Hände und ein vom Alter zerfurchtes Gesicht. Sogleich beugte sie sich über die Körbe voller Gemüse, wanderte zu den Kräutern, beäugte jedes einzelne Kräutlein und schnüffelte daran mit ihrer langen spitzen Nase. Doch nachdem sie den ganzen Korb gemustert hatte, murmelte sie: „Schlechtes Zeug, schlechtes Kraut!“

Da ärgerte sich der kleine Jakob sehr über die schlechte Rede der Frau und beschimpfte sie mutig und laut, um seinem Ärger Platz zu machen. Doch das alte Weib lachte nur leise und murmelte mit heiserer Stimme: „Söhnchen, Söhnchen! Gefällt dir meine Nase, meine schöne lange Nase? – Sollst auch eine haben, mitten im Gesicht, bis übers Kinn herab.“

Was dann geschah, nun ja, ist ein Abenteuer und bis in die fernsten Länder erzählt man sich vom Zwerg Nase und dem Kräuterkrieg …

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