• Alice - Ballett
    Alice - Ballett © trailerworks.de
  • Probeneinblick Alice - Ballett
    Probeneinblick Alice - Ballett © trailerworks.de
  • Ida Kallanvaara (Kleine Alice), Giuseppe Ragona (Kater) © Bjoern Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Corps de ballet © Bjoern Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Manon Kolanowski (Große Alice), Ida Kallanvaara (Kleine Alice), Sae Tamura (Königin) © Bjoern Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Ida Kallanvaara (Kleine Alice), Dustin True (Raupe)  © Bjoern Hickmann, Stage Picture (honorarfrei)
  • Sae Tamura (Koenigin), Corps de ballet © Bjoern Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Giuseppe Ragona (Kater), Denise Chiarioni (Katze) © Bjoern Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Ester Ferrini, Amanda Vieira (Zwillinge) © Bjoern Hickmann, Stage Picture (honorarpflichtig)
  • Jana Nenadovic (Große Alice), Ida Kallanvaara (Kleine Alice), Sae Tamura (Königin) © Bettina Stoeß, (honorarpflichtig)
  • Giuseppe Ragona (Kater), Ida Kallanvaara (Kleine Alice) © Bettina Stoeß, honorarpflichtig

Gastspiel: Ballett Dortmund on Tour mit „Alice“

Theater Schweinfurt

Ballett von Mauro Bigonzetti. Nach Lewis Carrolls Alice’s Adventures in Wonderland. 

Original und Livemusik von Antongiulio Galeandro – Lorella Monti - Enza Prestia - Enza Pagliara - Cristina Vetrone

Vorverkauf unter: www.theater-schweinfurt.de


Der italienische Starchoreograf Mauro Bigonzetti, lange Zeit Leiter des wegweisenden Atterballetto, ist ein Ausnahmekünstler der Ballettwelt. In seinen Arbeiten betreten die Tänzer mit nahezu jedem Schritt Neuland, und jede Bewegung stößt für das Publikum Türen zu immer fantastischeren Räumen der Bewegungskunst auf.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich Bigonzetti der furiosen Welt des hintergründigen Klassikers von Lewis Carroll nähern würde. Und er hat es getan! 2014 präsentierte die Gauthier Dance Company im Theaterhaus Stuttgart die Premiere einer Kreation, die bisher zu den gewagtesten und zugleich stringentesten von Mauro Bigonzetti zählt.

Die halluzinatorische Atmosphäre reizt mich, das Spiel mit den unendlichen Möglichkeiten“, bekennt der Künstler, für den Träume stets Gratwanderungen zwischen überspitzten und verrückten Wirklichkeiten sind.

Fantastisch, erschreckend und hypnotisch schön, überraschend und überwältigend, kaum anders lässt sich der fulminant überbordende Aberwitz beschreiben, mit dem Bigonzetti seine Protagonistin zusammen mit dem weißen Kaninchen durch die Anders-Welt jenseits des Spiegels schickt, in eine Sphäre, in der die Gesetzmäßigkeiten der Vernunft auf den Kopf gestellt werden.

Ich bin stolz, Ihnen diese einzigartige Kreation mit unserer Compagnie präsentieren zu dürfen!“ (Xin Peng Wang)

Besetzung

Pressestimmen

„Es ist ein Wunderland des Tanzes, das Bigonzetti knapp vier Jahre nach der Uraufführung in Stuttgart mit Bühnen-, Video- und Lichtdesigner Carlo Cerri und dem OOOPStudio im Dortmunder Opernhaus auf die Bühne gebracht hat. Ein Tanztheater zum Staunen mit Bildern in 3D-Animationen und einem spektakulären Bewegungskanon.
So etwas hat man noch nicht im Ballett gesehen. Und das liegt auch daran, dass die Musiker, die süditalienische Gruppe Assurd sowie Antongiulio Galeandro und Enza Pagliara, kostümiert zu Darstellern auf der Bühne werden.
Und daran, dass die vortreffliche Dortmunder Compagnie eindrucksvoll zeigt, dass sie derart anspruchsvolles, auch artistisch herausforderndes Ballett in Perfektion präsentieren kann. Das Premierenpublikum am Samstag war zutiefst fasziniert.
Giacomo Altovino ist als Kaninchen mit weißem Felllätzchen – ein Nager mit Raubtierherz, ein temperamentvoller, virtuos getanzter Beschützer der Alice. Virtuosität ist überhaupt in diesem verrückten Ballett Bigonzettis großes Thema. Der Pas-de-Sept, den er für sieben verschlungene Körper choreografiert hat, ist ein irrwitziges tänzerisches Bravourstück – wie auch die Teezeremonie, ein Sitzballett bei der glatzköpfigen Königin (tolle Ausstrahlung: Sae Tamura).
Und auch der Pas-de-deux von Katze und Kater (sehr geschmeidig in den Bewegungen: Denise Chiarioni und Giuseppe Ragona sind Beispiele dafür, wie genau Bigonzetti die Charaktere zeichnet, aber trotzdem viel Raum für Fantasie lässt.
Riesenjubel für Bigonzetti. Und der Weltstar war bei den Proben von der tollen Dortmunder Company so begeistert, dass er für sie nun ein neues Ballett kreieren will.“
Ruhr Nachrichten

„Bigonzettis eigenwillige und auf über zwei Stunden gedehnte Deutung des berühmten Stoffs Alice im Wunderland von Lewis Carroll hat kaum etwas von einem niedlichen Märchen. Dafür sorgt die raue, geerdete Volksmusik aus Süditalien. Die Musikanten Antongiulio Galeandro, Enza Pagliara und die dreiköpfige Frauengesangsgruppe ASSURD sind Teil der Choreografie und wandeln durch das Wunderland mit Fabeltieren.
Dortmunds exzellente Solisten und Gruppe (Hofgesellschaft) kommen in vielen Tableaus zum Zuge, brillieren in exaltierten Pas-de-deux, trickreichen Drehungen, athletischen Sprung- und Hebefiguren. Sexuell aufgeladen winden sich Kater und Katze (Giuseppe Ragona und Denise Chiarioni) , die Raupe (Dustin True) und, neben dem Kaninchen, immer wieder dessen Widersacher der Hutmacher (Michael Samuel Blaško). Anfangs humpelt er auf einem Zylinder hinein, dann schleimt er, schlängelt sich und prahlt mit Virtuosentum. Ebenso der rasante Wechsel von Videoprojektion von Carlo Cerri und das OOOPStudio: sie gleiten von einer Palastbibliothek, aus der die Bücher herauspurzeln, in Prachtsäle, dann in überdimensionale Klöppelspitzen und tanzende Tassen. Magisches Wunderland mit starken Tänzern - sehenswert ist Alice in Dortmund.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Die Videoinstallation von Carlo Cerri (der auch Bühne und Licht verantwortet) öffnet die Perspektive ins Märchenhafte. Sie zeigt zu Beginn leere Bilderrahmen, zieht den Blick hinein in eine Bibliothek, in dem einem virtuelle Bücher alsbald um die Ohren fliegen. Die Bibliothek morpht zu einem heruntergekommenen Palast, der kippt und mit Wasser vollläuft. Die bezaubernden, detailreichen und doch aufgeräumten Bilder erinnern in der Farbgebung ein wenig an die Alice-Filme von Tim Burton.
Ida Kallanvaara gibt die 'kleine Alice' puppenhaft, noch weich und suchend, zugleich hingebungsvoll, wenn sie sich vom Kaninchen praktisch herumschleudern lässt. Die 'große Alice' sollte von Jana Nenadovic vom Juniorballett NRW getanzt werden. Sie hat sich aber verletzt. So ist Anna Süheyla Harms von der Gauthier Dance Company zu sehen, für die Bigonzetti die Rolle geschaffen hat. Sie ist eckig in ihrer Größe, raumgreifend, ein reiferer, zugleich spielerischerer, weniger verträumter Gegenpol. Kallanvaara und Harms bilden ein Quartett mit dem Hutmacher, mit diabolischer Geste auf die Bühne gebracht von Michael Samuel Blaško, und dem Kaninchen. Giacomo Altovino tanzt wie eine überdrehte Schraube, kickt die Luft, dreht barfuß Tripledrehungen; ein toller Auftritt.
Großen Applaus und Respekt verdient die Leistung der Gruppe, aus der sich immer wieder Einzelakteure herausschälen wie Denise Chiarioni und Giuseppe Ragona, die als 'Kater' und 'Katze' ein Duett tanzen, in dem sich sogar die Füße zu umkrallen scheinen, aber auch Dustin True, der als Raupe schwindelerregende Schlängeleien auf die Bühne bringt.“
Westfälischer Anzeiger  

Kommentare

Mareike Wildesmann , 28. März 2019
Wir (eine Freundin und ich) haben uns die Geschichte und den Sinn hinter allem nicht wirklich erschließen können, obwohl wir uns sonst sehr regelmäßig mit dem Ballet und außergewöhnlichen Interpretationen beschäftigen. Gibts es eine Erklärung bzw. Interpretation der Aufführung?
Theater Dortmund/C. Bender, 28. März 2019
Sehr geehrte Frau Wildesmann, zu den meisten unserer Ballette gibt es eine dreiviertel Stunde vor Beginn eine Einführung in die jeweilige Inszenierung, so auch zu ALICE. Aber auch in unserem Opernhausblog finden Sie Wissenswertes zu den Produktionen, zu ALICE in diesem Artikel: http://www.opernhausblog.de/2018/01/10-dinge-die-sie-ueber-alice-wissen-sollten/ Desweiteren verkauft unser Foyerpersonal zum Stückpreis von je 2,50 € Programmhefte, in denen Sie Erklärungen und Hintergründe zum Stück finden. Sollten Sie im Nachhinein noch ein Exemplar erwerben wollen, so ist dies über unseren Webshop möglich: https://ticket.theaterdo.de/eventim.webshop/webticket/itemgroups Herzliche Grüße, C. Bender/Theater Dortmund
Christiane Simmon, 28. März 2019
Wunderbar! Die Symbiose der Live-Musik und großer Tanzkunst. Meine allergrößte Hochachtung vor den Sängerinnen, Musikern und Tänzern. Ich werde das Ballett mit Sicherheit noch einmal ansehen.
Theater Dortmund/C. Bender, 28. März 2019
Sehr geehrte Frau Doffiné, die CD der Gruppe Assurd mit der Musik zu "Alice" wird während den Vorstellungen am Stand der Ballettfreunde Dortmund im Opernfoyer verkauft. Beste Grüße, C. Bender (Theater Dortmund)
Silke Doffiné, 28. März 2019
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe gestern die Ballettaufführung Alice im Wunderland besucht und war sehr angetan. Beeindruckt haben mich auch sehr die Musiker. Gibt es vielleicht eine CD mit der Musik zu Alice zu kaufen? Schöne Grüße Silke Doffiné
Uli, 28. März 2019
Grandios. Das Beste, was wir seid Langem gesehen haben. Das Stück werden wir uns noch mal anschauen.
Cornelia, 28. März 2019
Es war - mal wieder - ein sehr gelungener Ballettabend! Die Tänzerinnen und Tänzer sind in ihren Kostümen toll anzuschauen und ihre tänzerische Leistung bewundernswert. Am besten gefallen hat mir Giacomo Altovino als das weiße Kaninchen. Die Musikerinnen und Musiker aus Süditalien sind hervorragend, das Zusammenspiel von Tanz und Muisk auf der Bühne einmalig. Zwei Stunden lang Unterhaltung auf höchstem Niveau!!!
Anne Gerlach, 28. März 2019
Es war eine der schönsten, faszinierendsten Aufführungen, die ich je gesehen habe - Musik, Video, Tanz, Kostüme - alles zusammen gab wunderbare, poetische Bilder! Und zugleich kam eine sehr nachdenkliche Stimmung auf, nicht zum ersten Mal bei den Ballettabenden der letzten Zeit: Wo sind so wunderbare Tänzer wie etwa Arsen Azatyan, Risa Tateishi geblieben, warum sind Jelena - Ana Stupar oder Andrei Morariu, die uns mit ihrer Ausdruckskraft verzaubert haben, kaum noch zu sehen? Und selbst, wenn persönliche oder Altersgründe der Grund sein sollten für einen Weggang - eine Würdigung, Verabschiedung, wenigstens freundliche Notiz zu diesen jungen Menschen, die sich oft buchstäblich "die Seele aus dem Leib tanzen" wäre nicht nur ihnen sondern auch uns als Zuschauern, die sich mit "ihren" Tänzern identifizieren, angemessen. Möglich??
Margit Geilenbrügge, 28. März 2019
Möchte mich Frau Huth in beiden Aspekten anschließen. Es war eine ganz besondere Aufführung!! - Vielen Dank an alle Beteiligte! Was mir nicht ganz einleuchtete, war die Handlung - besonders das Motiv der Verdoppelung z.B. durch die aneinandergebundenen Säuglinge...
E. Huth, 28. März 2019
Guten Tag, Eine grandiose Vorstellung, ich war bei dabei, Generalsprobe gestern. Dennoch habe ich etwas Aufklärungsbedarf. Wo finde ich eine Erklärung der dargestellten Bilder? E. Huth
Theater Dortmund/C. Bender, 28. März 2019
Hallo Frau Huth, meinen Sie die Ausstellung der Kostümbildnerin Helena de Medeiros? Auf der linken Seite des Opernfoyers finden Sie eine Tafel mit einer kleinen Einführung in die Werke der Künstlerin, aber auch online haben wir dazu einige Worte veröffentlicht: https://www.theaterdo.de/aktuell/detailansicht/article/ballett-dortmund-werke-von-helena-de-medeiros-zu-alice-werden-ausgestellt/
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