• Endspiel - Schauspiel
    Endspiel - Schauspiel © Schauspiel Dortmund
  • Uwe Schmieder und Frank Genser © Birgit Hupfeld
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Endspiel

Studio (Schauspiel)

Ein Stück in einem Akt von Samuel Beckett in deutscher Sprache

Dieser Klassiker des Absurden Theaters strahlt bis in unsere Gegenwart: In Wolfram Lotz’ Einige Nachrichten an das All begegnen wir Hamm und Clovs geistigen Enkeln Lum und Purl wieder. Die beiden Schauspieler Frank Genser und Uwe Schmieder purzeln mitsamt Kostümen und Bühnenbild direkt von der Leinwand aus dieser Inszenierung in Becketts Endspiel hinein.

"Ich will Poesie in das Drama bringen, eine Poesie, die das Nichts durchschritten hat und in einem neuen Raum einen neuen Anfang findet."
Samuel Beckett

Samuel Becketts weltberühmtes Schauspiel über Hamm und seinen Diener Clov: ein clowneskes Gespann am Ende der Zeit. Der eine ist blind und kann nicht laufen, der andere kann sehen, aber nicht sitzen. Ersterer sieht die Welt durch die Augen des anderen und dieser mit dem Fernrohr durch die Fenster die Außenwelt: auf der einen Seite die menschenleere Landschaft, auf der anderen Seite das unendlich graue Meer. Aufeinander angewiesen, haben sie nichts Besseres zu tun, als sich wieder und wieder zu streiten und gegenseitig aufs Korn zu nehmen: geistreich, bissig, intelligent.

Besetzung

Pressestimmen

„Die Zuschauer der Premiere erlebten eine tief bewegende, tragikomische Groteske mit zwei fantastischen Schauspielern. Hamm und Clov heißen die beiden Anti-Helden im Text von 1957. Voges nennt sie Lum und Purl, denn die Darsteller Frank Genser und Uwe Schmieder treten als jenes clowneske Paar auf, als das sie schon im Film ,Einige Nachrichten an das All' die Herzen gewannen. […] Voges verfremdet die Nicht-Handlung mit so viel technischer Raffinesse, dass man 80 Minuten lang staunt. Fast jeder Schritt, jede Aktion erzeugt seltsame, mal laute, mal lustige Geräusche und Lichteffekte. Genser und Schmieder suchen Trost und entwickeln darin den Charme und die Komik trauriger Clowns. Beide zeigen eine grandiose Leistung bis zur physischen Erschöpfung.“
RuhrNachrichten, 13.11.2012

"Aus Hamm und Clov sind Lum und Purl geworden, doch Beckett ist Beckett geblieben. Im Studio des Dortmunder Schauspiels geht Samuel Becketts Einakter ‚Endspiel’ richtig unter die Haut – und in die Ohren. […] Man übertreibt nicht, wenn man konstatiert: Was die beiden da veranstalten, ist schlicht und einfach genial. Der Sounddesigner Mario Simon […] markiert jeden Schritt, jede Bewegung mit einem Laut aus seinem Geräusche-Repertoire, dass es nur so steppt und knarzt, rattert und scheppert, die ganze schöne Vorstellung lang. Selbst wenn Purl seinen Kiefer zurückschiebt, ist das mit ‚Musik’ verbunden. Keine vorgefertigten Geräusche, alles live und sekundengenau. Verblüffend. […] Ein Beckett als ‚Auskopplung’ aus dem Stück eines jungen deutschen Dramatikers? Kein Problem, wird sich Voges gedacht haben – in einer Welt, in der eh alles ‚verdreht’ ist. Und wenn das zu solch überzeugenden Resultaten führt.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung/Westfälische Rundschau, 13.11.2012

„Die Regie überzieht und überzeichnet effekt- und deshalb affektvoll. […] Lum und Purl sind auf der Beckett-Bühne ebenso sehenswert grotesk-traurige Figuren wie auf der Lotz-Leinwand. […] Spannend ist die Zusammenführung beider Abende. […] Mit seiner Beckett-Inszenierung bekennt sich Voges wieder zum möglichen Theater.“
nachtkritik.de, 11.11.2012

Kommentare

Sieders, 15. November 2012
Ich war in einer der Hauptproben und muss sagen, dass mich das Stück sehr beeindruckt hat. Ich bin ein absoluter Fan des absurden Theaters, besonders von Beckett. Habe bisher schon mehrere Inszenierungen gesehen, die alle sehr unterschiedlich waren. Die schauspielerische Leistung war genial in diesem Stück, Bühne und Licht ebenfalls. Das einzige, das mir fehlte, waren die Rollen der Eltern von Hamm (Name des Hausherrn im Original von Beckett). Ich fand es immer spannend zu sehen, wie diese Rollen umgesetzt wurden bisher. Aber obwohl mir die Rollen fehlten, war das Stück dennoch absolut überzeugend. Es freut mich besonders deshalb, weil ich wirklich sehr enttäuscht von der letzten Spielzeit war und sogar schon überlegt hatte, mein Abo zu kündigen... Aber dieses Stück macht wieder Lust auf gutes Theater!
Margit Geilenbrügge, 17. Februar 2013
17. Februar, 2013 Ich möchte den beiden Schauspielern, Frank Genser und Uwe Schmieder sehr herzlich danken für ihre großartige Leistung! Ich bin sehr bewegt und inspiriert nach Hause gegangen. Gäbe es solche Darbietungen öfter, würde ich wieder mehr ins Theater gehen. Danke nochmals. Margit Geilenbrügge
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ENDE: 19:20 Uhr

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