• Wen Wei Zhang (Osmin, l.), Fritz Steinbacher (Pedrillo) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Eleonore Marguerre (Konstanze), Serdar Somuncu (Selim), Chor, Statisterie © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Serdar Somuncu (Selim), Eleonore Marguerre (Konstanze), Tamara Weimerich (Blonde) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Lucian Krasznec (Belmonte), Eleonore Marguerre (Konstanze) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Lucian Krasznec (Belmonte, l.), Eleonore Marguerre (Konstanze), Tamara Weimerich (Blonde), Fritz Steinbacher (Pedrillo) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Fritz Steinbacher (Pedrillo), Eleonore Marguerre (Konstanze), Tamara Weimerich (Blonde) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Eleonore Marguerre (Konstanze), Lucian Krasznec (Belmonte) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Serdar Somuncu (Selim, l.), Lucian Krasznec (Belmonte) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Serdar Somuncu (Selim, l.), Eleonore Marguerre (Konstanze), Wein Wei Zhang (Osmin), Statist © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Eleonore Marguerre (Konstanze), Serdar Somuncu (Selim, oben), Tamara Weimerich (Blonde, unten) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Eleonore Marguerre (Konstanze, l.), Serdar Somuncu (Selim), Tamara Weimerich (Blonde) © Björn Hickmann / Stage Picture
  • Wen Wei Zhang (Osmin) © Björn Hickmann / Stage Picture

Die Entführung aus dem Serail

Opernhaus Dortmund

Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d. J.
mit Serdar Somuncu in der Rolle des Bassa Selim

Eine Übernahme vom Nationaltheater Mannheim

Im Haus des Bassa Selim breitet sich keine multikulturelle Gemütlichkeit aus. Das Bemühen um Völkerverständigung und den Respekt vor fremden Kulturen sucht man hier vergebens. Die Voraussetzungen sind allerdings auch nicht gerade günstig. Der Bassa, selbst ein Spanier, der zum Islam konvertiert ist, hat auf dem Sklavenmarkt Konstanze und ihre Diener Blonde und Pedrillo erstanden. Bei einem Piratenüberfall wurden sie von Konstanzes Verlobtem Belmonte getrennt, der nun verzweifelt auf der Suche nach seiner Geliebten ist. Doch auf die schöne Konstanze hat auch der Bassa selbst ein Auge geworfen. Und er hat seinem Vorarbeiter Osmin ein ziemlich aufmüpfiges Geschenk gemacht: Blonde, die nicht ohne Weiteres gewillt ist, ihren Freund Pedrillo für einen Türken sitzen zu lassen, auch wenn der juristisch ihr Eigentümer ist. Schlechte Zeiten also für den Dialog der Kulturen – und dass Belmonte sich trickreich einschleicht und versucht, seine Getreuen zu entführen, kann man auch nicht als vertrauensbildende Maßnahme werten. Die Entführung scheitert, weil der für ihn ungewohnte Zypernwein Osmin nicht ganz so stark betäubt hat wie vorgesehen. Zu allem Überfluss erkennt der Bassa auch noch in Belmonte den Sohn seines ärgsten Feindes. Das müsste eigentlich übel ausgehen ... wenn wir nicht im Singspiel wären.

Die Entführung aus dem Serail, uraufgeführt im Jahr 1782, war schon Mozarts elfte Oper, aber sein erster wirklich durchschlagender Erfolg, den er in diesem Maße zu Lebzeiten nicht mehr wiederholen konnte. Ein Werk, das im Gewand der damals äußerst modischen Türkenoper um Probleme kreist, mit denen wir uns auch heute noch herumschlagen: Vorurteile, alltäglicher Rassismus und soziale Unterschiede, die oft das Einzige sind, was kulturübergreifend gültig bleibt. Mozart in der Dortmunder Nordstadt? Vielleicht. Jedenfalls zeigt der Schluss der Oper, dass interkulturelle Verständigung nicht immer Zeit hat, in Ruhe zu wachsen, sondern dass manchmal einfach jemand damit anfangen muss, auch wenn ihm der Sinn nach dem Gegenteil steht.

Besetzung

  • Selim, Bassa:
  • Konstanze, Geliebte des Belmonte: Eleonore Marguerre
  • Blonde, ihre Zofe: Tamara Weimerich
  • Belmonte: Lucian Krasznec
  • Pedrillo, Belmontes Diener: Fritz Steinbacher
  • Osmin, Aufseher des Bassa:
  • Mit dem: Opernchor des Theater Dortmund
  • Mit dem : Opern-Kinderchor der Chorakademie Dortmund
  • Mit den: Dortmunder Philharmonikern
  • Mit der: Statisterie des Theater Dortmund

Pressestimmen

„Das Konzept geht auf. Es passt zu Mozarts Musik und zum Libretto und bietet eine andere Sicht auf ein Serail, das für uns viele Jahrhunderte und Kilometer weg ist. Das Premierenpublikum feierte die Regie einhellig. (…) Viel revolutionärer als die Szenerie ist Herzogs Ansatz, Konstanze als Frau zu zeigen, der die Gefangenschaft bei Selim nicht ganz unlieb ist. Sie liebt Belmonte, zeigt aber auch Gefühle für Selim. (…) Eindrucksvoll ist, wie punktgenau Herzog die Figuren zu Musik und Text spielen lässt. Wer sich statt des Hinterhofs ein Serail wie 1782 wünscht, sollte sich diese Inszenierung trotzdem wegen der vorzüglichen Solistenbesetzung nicht entgehen lassen.“ Ruhr Nachrichten, 19. Mai 2014

„Somuncu stattet den Bassa Selim als gefährlichen Machtmenschen mit Macho-Allüren aus. Solange Konstanze sich seinem Werben gegenüber offen zeigt, gibt er sich zwar großzügig, wird allerdings sofort aggressiv, wenn sie sich ihm entzieht. Eleonore Marguerre glänzt als Konstanze mit glasklaren und beweglichen Koloraturen, die auch in den Höhen absolut rein klingen.“
OnlineMusikMa
gazin, 18. Mai 2014

„Alles in allem: eine schlüssige Interpretation, die sehr viel mit uns selbst zu tun hat!“
Neue Musikzeitung, 18. Mai 2014

Kommentare

, 18. Mai 2014
Die Entführung aus dem Serail in der Nordstadt, demnächst Tosca in der Kanalisation? Schlimm zu sehen, wie Steuergelder hier ver- prasst werden. Man hätte lieger dafür die stinkenden Toiletten er- neuern sollen..... Einer der her zog.
Dr.Plagwitz, 18. Mai 2014
Die brutalen Szenen waren unerträglich.Runterlassen der Hosen bringt immer bestimmte Lacher-Usw.usw.
Susanne +Jürgen Baran aus Bönen, 18. Mai 2014
Sehr geehrtes Ensemble, wir haben den Opernabend überaus genossen und keinerlei Kritikpunkte. Vielen Dank für das grossartige Musikerlebnis. Susanne +Jürgen Baran aus Bönen
J.S., 19. Mai 2014
Steuergelder werden dann viel mehr verprasst, wenn sich Oper nicht nach vorne entwickelt und gesellschaftliche Relevanz sucht, sondern in Traditionen für Eliten stecken bleibt. Genau das passiert hier nicht, gut und weiter so!
Musti, 31. Mai 2014
War heute das erstemal in einer Oper. Es hat mir sehr gefallen. Das war nicht das letzte mal. Danke für den schönen Abend
harschne, 19. Juni 2014
Ich hätte etwas verpasst, wenn ich nicht dort gewesen wäre (Besuch am 07.06.). Die Inszenierung ist spannend und temporeich und die Musik hat mir außerordenlich gut gefallen.
willi schmitz, 23. Juni 2014
Ja, wenn die Musik nicht so gut wäre, denn, was da an Brutalität und verfehlter Interpretation geboten wurde, entsprach sicher nicht dem Sinn des Singspiels von Mozart, das ja eigentlich ein Loblied auf Liebe und Treue ist. Schade, darunter musste notgedrungen das Missverhältnis von Geschehen auf der Bühne zur Musik leiden.
  • Wen Wei Zhang (Osmin, l.), Fritz Steinbacher (Pedrillo)
  • Eleonore Marguerre (Konstanze), Serdar Somuncu (Selim), Chor, Statisterie
  • Serdar Somuncu (Selim), Eleonore Marguerre (Konstanze), Tamara Weimerich (Blonde)
  • Lucian Krasznec (Belmonte), Eleonore Marguerre (Konstanze)
  • Lucian Krasznec (Belmonte, l.), Eleonore Marguerre (Konstanze), Tamara Weimerich (Blonde), Fritz Steinbacher (Pedrillo)
  • Fritz Steinbacher (Pedrillo), Eleonore Marguerre (Konstanze), Tamara Weimerich (Blonde)
  • Eleonore Marguerre (Konstanze), Lucian Krasznec (Belmonte)
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17. Mai 2014

Beginn: 19:30 Uhr

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