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Ein Mythos beginnt - Wagner-Kosmos I

Opernhaus

Festival und interdisziplinäres Symposion

Handelt es sich um Richard Wagner, so ist es manchmal schwierig zu entscheiden, was Mythos und was Wahrheit ist. Zahlreiche Anekdoten, Unterstellungen und Gerüchte gibt es zu diesem Komponisten. Doch ist sein Werk nicht ohne Vorläufer entstanden, sondern zeigt sich bei näherer Betrachtung als kühne Fortsetzung verschiedenster Strömungen des frühen 19. Jahrhunderts. Um dies aufzufächern, wird Wagners Arbeit in den kommenden Jahren an der Oper Dortmund systematisch in den Kontext seiner Zeit gestellt, der Blick auf die Vorläufer, Weggefährten, Antipoden und Nachfolger gerichtet. Den Auftakt dafür bildet das Festival Wagner-Kosmos, bei dem jeweils eine Wagner-Oper beziehungsreich mit ein oder zwei Opern von historisch bedeutsamen, heute zu Unrecht vergessenen Komponisten kombiniert und von hochkarätigen wissenschaftlichen Symbiosen flankiert wird.

Der Wagner-Kosmos I wird erstmalig vom 21. bis 24. Mai 2020 in der Oper Dortmund stattfinden. Eröffnet wird er am 21. Mai in feierlichem Rahmen mit der Erstaufführung der 3. Fassung von Gaspare Spontinis Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko in französischer Sprache (Musikalische Leitung: Motonori Kobayashi, Regie: Eva-Maria Höckmayr). Ein gemeinsamer Ausklang findet bei der anschließenden Premierenfeier statt.

An den beiden darauffolgenden Symposiums-Tagen erwartet die Gäste ein spannendes Programm mit renommierten Fachexperten. Der Schwerpunkt des Symposions liegt auf der deutschen Romantischen Oper und der französischen Grand opéra mit Fernand Cortez, Die Stumme von Portici und Lohengrin.
So wird es am 22. Mai eine Key Note von Prof. Dr. Anselm Gerhard (Universität Bern) geben, der Vorträge von Dr. Laura Möckli (Hochschule der Künste Bern) und Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Universität Mainz) sowie eine Podiumsdiskussion zu „Wagner heute“ folgen mit u. a. Gabriel Feltz  (Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund und der Dortmunder Philharmoniker). Der Abend wird mit einem Vorstellungsbesuch von Wagners Lohengrin (Musikalische Leitung: Gabriel Feltz, Regie: Ingo Kerkhof) abgerundet, wobei als Lohengrin der bei den Bayreuther Festspielen 2017 und 2018 gefeierte Tenor Daniel Behle auf der Bühne steht, der in dieser Produktion sein Rollendebüt gibt. Die Partie des Heinrich wird der südkoreanische Opernsänger Kwangchul Youn singen, der zu den führenden Bässen der Gegenwart zählt und als regelmäßiger Gast von 1996 bis 2015 bei den Bayreuther Festspielen neue Maßstäbe setzte mit seinen stets gefeierten Interpretationen.

Der dritte Tag steht dem in nichts nach: Vortragende sind Prof. Dr. Matthias Brzoska (Folkwang Universität der Künste), Prof. Dr. Anno Mungen (Universität Bayreuth), Bettina Bartz (deutsche Übersetzung Die Stumme von Portici) und Prof. Dr. Inga Mai Groote (Universität Zürich), als Teilnehmer der Podiumsdiskussion können wir uns u. a. auf Albrecht Thiemann (Chefredakteur Opernwelt), Dr. Arne Langer (Chefdramaturg Theater Erfurt) und Dr. Ulrich Etscheid (Bärenreiter Verlag) freuen, die von Dr. Merle Fahrholz (Chefdramaturgin und stellvertretende Opernintendantin am Theater Dortmund) moderiert wird. Es wird ein Schlaglicht auf die politischen Dimensionen von Daniel-François-Esprit Aubers Revolutionsoper Die Stumme von Portici (La muette di Portici) geworfen, die am Abend in einer Inszenierung des legendären Starregisseurs Peter Konwitschny ein ganz besonderes Programm-Highlight darstellt. Der Wagner-Kosmos als Ganzes wird am vierten Tag mit einem Operngottesdienst zu Fernand Cortez in St. Reinoldi abgeschlossen. 


(Weitere Programmpunkte sind geplant, Änderungen sind vorbehalten.)

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Festival / Symposium

21. Mai 2020

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