• Il Barbiere di Siviglia - Oper
    Il Barbiere di Siviglia - Oper © trailerworks.de
  • Denis Velev (Don Basilio), Morgan Moody (Dr. Bartolo), Ks. Hannes Brock (Erzähler), Petr Sokolov (Figaro), Sunnyboy Dladla (Graf Almaviva) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarfrei)
  • Petr Sokolov (Figaro), Morgan Moody (Dr. Bartolo) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarfrei)
  • Petr Sokolov (Figaro), Aytaj Shikhalizada (Rosina) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarfrei)
  • Morgan Moody (Dr. Bartolo), Aytaj Shikhalizada (Rosina) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Sunnyboy Dladla (Graf Almaviva), Petr Sokolov (Figaro), Aytaj Shikhalizada (Rosina) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Petr Sokolov (Figaro) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Sunnyboy Dladla (Graf Almaviva) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Sunnyboy Dladla (Graf Almaviva), Petr Sokolov (Figaro) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Petr Sokolov (Figaro) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Denis Velev (Don Basilio), Morgan Moody (Dr. Bartolo) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)
  • Aytaj Shikhalizada (Rosina), Sunnyboy Dladla (Graf Almaviva) © Anke Sundermeier, Stage Picture (Bild honorarpflichtig)

Il barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla)

Opernhaus

Commedia von Gioachino Rossini. Libretto von Cesare Sterbini. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Alles könnte ganz einfach sein, denn Graf Almaviva ist es gewohnt zu bekommen was er will. Nun liebt er Rosina, die Pflegetochter von Doktor Bartolo, der selbst ein Auge auf sein Mündel und dessen Mitgift geworfen hat. Doch Almaviva will Rosina nicht mit seinem Status, sondern mit seiner Leidenschaft für sich gewinnen, weshalb er sich als mittelloser Student ausgibt. Mit Hilfe Figaros gelingt es ihm in das Haus des Doktors zu gelangen: Erst als betrunkener Soldat, dann als Musikmeister Alonso verkleidet kann er mit seiner Geliebten Briefchen und Zärtlichkeiten austauschen. Als Bartolo die Maskerade durchschaut, wirft er den dreisten Nebenbuhler aus dem Haus. Figaros Plan scheint zu scheitern, doch Almaviva kann zu nächtlicher Stunde Rosina von seiner Treue überzeugen und – nach Auflösung des Inkognitos – auf der Stelle heiraten.

Ohne Frage ist Il barbiere di Siviglia die bekannteste Komposition von Gioachino Rossini und eine der meistgespielten Opern überhaupt. Die Musik Rossinis hat einen unglaublichen Drive, hier jagt ein Ohrwurm den anderen! Als einer der produktivsten Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts versteht er es, mit seinen schnellen Tempi und mitreißenden Melodien einen geradezu schwindelerregenden Frohsinn zu erzeugen. Rossini ist ein Meister der Komödie: Wie ein geschickter Marionettenspieler führt er die Figuren und mittendrin ist natürlich der wohl berühmteste Intrigant, Revoluzzer und Frisör der Opernwelt: Figaro, der Barbier von Sevilla!

Martin G. Berger, der seine Theaterkarriere als Regieassistent an der Oper Dortmund begann, gilt heute als einer der spannendsten und vielversprechendsten Nachwuchsregisseure. Seine Leidenschaft für humorvolle Stoffe und die Lust an scharfsinnigem Unterhaltungstheater prädestinieren Berger dafür, Rossinis Meisterwerk auf die Bühne zu bringen. Dabei wird er mit verschiedenen Formen der Komödie spielen und auch die Sinnlichkeit dieses Werkes zur Geltung bringen.

Besetzung

Pressestimmen

„Berger macht unter tätiger Mithilfe der Puppenbauerin Rachel Pattison und des Kostümbildners Alexander Djurkov-Hotter aus Rossinis Opernhelden eine Riege tolldreister und am Ende ziemlich trauriger Puppen. Die Kostüme übersteigern die Merkmale der Buffa-Typen ins Phantastische, die Sänger hängen in ihrem Fluggeschirr wie Marionetten an ihren Fäden. Und wie Marionetten können sie sogar fliegen – Graf Almaviva zum Beispiel schwebt in seinem Silber-Outfit auf die Bühne wie ein glamouröser Deus ex machina. Und genau dieses Puppenhafte und Maschinenartige passt schon mal sehr gut zu Rossinis Musik und Dramaturgie. Deren Figuren sind ja tatsächlich aus den Typen der Commedia dell’arte hervorgegangen; und die musikalische Vitalität schnurrt wie eine gut geölte Maschine, immer schneller Nummer auf Nummer setzend, ein perfekt aufeinander abgestimmtes Räderwerk, das unaufhaltsam in Richtung Finale saust. Allein schon aus dieser artifiziellen Verfremdung aller Bewegungsabläufe gewinnt Berger eine überbordende Komik, wenn beispielsweise ein Sänger oder eine Sängerin hoch in den Lüften Kantilenen schmettert oder die Akteure wie am Bungee-Seil über die Bühne pendeln.“
Die Deutsche Bühne

„Um das Publikum glücklich zu machen, hatten Inszenierung und Ausstattung schon gereicht, aber auch musikalisch setzt diese Produktion mit einem durchweg großartigen, sehr spielfreudigen Ensemble Maßstäbe. Aytaj Shikhalizada ist als Rosina sensationell. Die warme Tiefe und Koloratursicherheit ihres Mezzos sind der Wahnsinn. Sunnyboy Dladla lässt seinen schlanken, eleganten, leicht geführten Rossini-Tenor wunderbar leuchten.
Zwei großartige Baritone hat die Inszenierung: Petr Sokolov ist als Figaro ein vortrefflicher Komödiant mit geschmeidig geführter Stimme und Morgan Moody als Dr. Bartolo ein gewitzter Buffo. Bassist Denis Velev hat auch Mut zur Akrobatik auf Rollschuhen, und Vera Fischer kriecht als Schnecke in die Rolle der Haushälterin Berta.
Motonori Kobayashi zündet am Pult der bestens aufgelegten Dortmunder Philharmoniker im höher gefahrenen Graben mit viel Tempo ein musikalisches Feuerwerk mit Rossini-Raketen. Ganz toll. Diese Inszenierung hat das Zeug dazu, ein Publikumsrenner zu werden.“
Ruhr Nachrichten

„Sunnyboy Dladla (Graf) ist ein schlanker, edel in die Höhe emporschnellender Rossini-Tenor aus dem Bilderbuch. Mit Aytaj Shikhalizadas Rosina besitzt Dortmund das rare Glück eines extrem koloraturfähigen Mezzosoprans – dazu der bronzene Schimmer ihres sinnlichen Timbres: zauberhaft!“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Gesungen wird auf beachtlichen Niveau, allen voran von Sunnyboy Dladla. Das neue Ensemblemitglied gibt den Grafen höhensicher, mit leuchtender Strahlkraft. Dagegen gibt Aytaj Shikhalizadas voller, erdiger Mezzo einen schönen Kontrast. Sokolovs Figaro ist spielerisch, eher lyrisch als spöttisch.“
Westfälischer Anzeiger

„Zwei große Opernpremieren und dazwischen ein Klangprojekt mit ca. 800 Mitwirkenden, das sich von der Fußgängerzone bis zum Opernhaus erstreckt: Der neue Intendant Heribert Germeshausen hat sich für seinen Start an der Oper Dortmund am Eröffnungswochenende viel vorgenommen, und am Schluss kann man guten Gewissens konstatieren, dass er dabei den Mund nicht zu voll genommen hat. Nach einer musikalisch hochrangigen Eröffnung mit Verdis Klassiker Aida wird der Einstand mit Rossinis wohl berühmtester Buffo-Oper, Il barbiere di Siviglia, zu einem ruhmreichen Abschluss gebracht. Dabei wirken die Dortmunder Philharmoniker auch am dritten Tag noch genauso frisch wie in der Eröffnungspremiere und lassen Rossinis flotte Crescendi mit viel Spielwitz aufblühen.
Musikalisch und darstellerisch überzeugt das Ensemble auf ganzer Linie. Sunnyboy Dladla stattet den verliebten Grafen mit lyrischem Tenor aus, der in den Höhen große Strahlkraft besitzt. In seiner Auftrittskavatine "Ecco ridente in cielo", in der Almaviva der von ihm verehrten Rosina ein Ständchen unter dem Fenster bringt, begeistert er mit sauberer und beweglicher Stimmführung.“
Online Musik Magazin

„Und doch wirkt das Ensemble auf der Marionettenbühne wie wachgeküsst, es agiert spielfreudig und lässt auch mehr von seinen stimmlichen Qualitäten hören: Sunnyboy Dladla (Almaviva) seine Lust auf hohe Töne, Aytaj Shikhalizada (Rosina), ein echter Mezzo, technisch versiert und mit Ausstrahlung, ihre stupende Koloratursicherheit. Morgan Moodys Bartolo hat Eloquenz und Witz, Vera Fischer als Haushälterin Berta ist eine schon sehr komische Schnecke.“
Opernwelt

Kommentare

Matthias Beideck, 12. Oktober 2018
Den detailgenauen und treffsicheren Worten von J. Gaß / RN ist eigentlich nichts hinzuzufügen, daher nur einige persönliche Anmerkungen. Die Trauer um die lieben Dahingegangenen sitzt immer noch tief, aber das Leben muß ja weitergehen, also der Sprung ins kalte Wasser mit zwei Premieren in drei Tagen. Aida in dezenter Inszenierung (kein Manko), gute bis sehr gute Leistungen der Sänger, meine Favoriten Elena O'Connor als Titelheldin und Shavleg Armasi als Ramfis, aber die bisherige Truppe hätte das sicher mindestens genausogut hinbekommen. Dann der Barbier: zu Anfang gleich ein guter Geist aus alten Tagen mit Hannes Brock als Märchenerzähler. Das Marionettenspiel eine witzige Idee, jedoch manchmal auch ablenkend, das Bühnenbild sehr gelungen und die überbordend phantastischen Kostüme und Puppen absolut faszinierend. Später nimmt die Sache dann an Fahrt auf, und am Ende des ersten Teils steht vom Bühnenbild wirklich kein Stein mehr auf dem anderen, sogar Motonori Kobayashi hat seinen Frack eingebüßt, was ihn natürlich nicht hindert, weiter wie gewohnt schwungvoll-mitreißend zu dirigieren. Durchgängig hohes sängerisches Niveau, Denis Velev schon in Aida sehr gut, herausragend unser bewährter Recke Morgan Moody. Mit einer wirklich neuen, besonderen Gesangsqualität die außergewöhnlich schöne Stimme von Sunnyboy Dladla und nicht nur für mich das stimmliche Highlight des Wochenendes Aytaj Shikhalizada, die auch schauspielerisch keine Wünsche offen läßt. Fazit: wer bereit ist für den Aufbruch zu neuen Ufern sollte sich diesen Barbier nicht entgehen lassen, der dazu beigetragen hat, meine Abschiedswehmut zu lindern durch doch ganz hoffnungsvolle und auch aufregende Aussichten.
Cornelia , 14. Oktober 2018
Eine amüsante und abwechslungsreiche Inszenierung! Das Bühnenbild und die Kostüme lassen die Zuschauer*innen staunen und oftmals schmunzeln. Die Sänger*innen überzeugen nicht nur stimmlich sondern auch durch ihr schauspielerisches Talent. Das Orchester im erhöhten Graben hat mir gut gefallen. Leider habe ich - trotz einiger Gespräche in den Pausen - nicht alles Symbolhafte verstanden. Aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch, es war toll zuzuhören und zuzuschauen! Weiter so!
Cornelia , 14. Oktober 2018
Lieber Herr Berger, was hat das wurmartige Tier in der Inszenierung zu bedeuten? Soll es den Höllenhund darstellen?
Melanie Beese, 15. Oktober 2018
Liebe Cornelia, auch ich habe die Aufführung des Barbier von Sevilla als sehr anregend empfunden...Auch mir geht es ähnlich, dass ich auch nach 2 Aufführungsbesuchen immer noch nicht alles symbolhafte verstanden habe...Aber das erschließt sich meist auch erst, wenn man das Stück mehrere Male gesehen hat, was ich auch tun werde...
C. Bender / Theater Dortmund, 16. Oktober 2018
Hallo Cornelia, hierbei handelt es sich um "Lotte", einen um das x-fache vergrößerten Einzeller, der dem experimentierenden Basilio als Haustier zur Seite gestellt wurde. Sie stammt also aus seinem Labor. In der Tat ist Lotte während der Probenphase immer "hündischer" geworden, hat einige Wesenszüge von Hunden übernommen und sich zu einem regelrechten Wachtier entwickelt. Was sie allerdings beibehalten hat ist das einzelne große Auge. Ursprünglich war hier die Videokamera für die Basilio-Arie versteckt, das hat sich allerdings nicht als praktikabel erwiesen.
Cornelia , 20. Oktober 2018
Hallo Frau Beese, hallo Frau Bender, danke für Ihre Gedanken anregende Rückmeldungen.
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Premiere

07. Oktober 2018

Beginn: 18:00 Uhr

ENDE: 20:50 Uhr

Einführung: 17:15 Uhr

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