Schauspiel

Trailer: Kinderkriegen 4.0

von Kathrin Röggla

Trailer: Kinderkriegen 4.0
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Kinderkriegen 4.0

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft!“

… hören wir überall. Auch im Ruhe-Abteil des ICE, in dem Kathrin Rögglas Kinderkriegen seinen Anlauf nimmt ... Doch lieber wäre es den Reisenden schon, wenn diese Zukunftsträger*innen nicht hier, sondern im Kinderabteil reisen würden…

Ganz schön viel Druck, der da auf den kommenden Generationen lastet: Die Zukunft sein, aber gleichzeitig nicht stören und sich anpassen. Ganz schön viel Druck, der da auf den Eltern lastet: Die Zukunft zukunftsfähig heranziehen und dabei gleichzeitig die totale Selbsterfüllung und wahnsinniges Eltern-Glück zu empfinden. Ganz schön viel Druck, der da auf Menschen lastet, die keine Kinder bekommen können oder wollen… Nicht in der Lage, die Zukunft zu schaffen – da stimmt doch was nicht. Die Zukunft nicht schaffen wollen – da stimmt doch was nicht.

Die nächste Generation bleibt in Kinderkriegen unsichtbar, stattdessen schubsen sich der SPÄTBERUFENE, die OMA, die ALTE MUTTER, die RABENMUTTER, der BUNDESTAGSABGEORDNETE, DER ENGAGIERTE und die KINDERLOSE in den Ring der Verurteilung.

In einem satirischen Horror-Trip verarbeitet Kinderkriegen den gesellschaftlichen Druck, der auf allen Menschen – insbesondere Frauen – lastet, sich zum Thema Kinderkriegen und Kinderhaben zu verhalten und die Bilder der Gesellschaft zu erfüllen.

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Besetzung

Alte Mutter Bettina Engelhardt
Spätberufener Ekkehard Freye
Oma Martina Eitner-Acheampong
Rabenmutter Nika Mišković
Bundestagsabgeordneter Adi Hrustemović
Kinderlose Linda Elsner
Der Engagierte Christopher Heisler
Spieler*innen in der digitalen Welt Marlena KeilDortmunder Sprechchor (Bärbel Schreckenberg, Birgit Rumpel, Gisela Tripp, Heike Lorenz, Maike Fischer-Wagner, Rita Wahle-Voss, Sabine Bathe-Kruse, Solveig Erdmann, Sylvia Reusse, Ulrike Späth)

Regie Julia Wissert
Bühne Moïra Gilliéron
Kostüme Nicola Gördes
Musik Yotam Schlezinger
Video Daniela Sülwold
Dramaturgie Hannah Saar
Licht Markus Fuchs
Ton Christoph Waßenberg
Regieassistenz Anna Tenti
Bühnenbildassistenz Christiane ThomasMeike Kurella
Inspizienz Monika Gies-Hasmann
Soufflage Ruth Ziegler

Meinungen

Kritiken und Pressestimmen

Ruhr Nachrichten

„‚Kinderkriegen 4.0‘ lüftet humoristisch durch, was an Erziehungs- und Rollenmodellen auf dem Markt ist. (…)
Kathrin Röggla legt den Streithähnen (und dem Chor im Video) fein gedrechselte, gallige Spitzen in den Mund. Sie kreiert Schlagworte wie Prekärglobalisierte und Elterndiktatur, spottet über die Mode-Diagnose ‚Hochbegabung‘.“

21. März 2022
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)

„Julia Wissert glückt mit ‚Kinderkriegen 4.0‘ eine turbulent inszenierte Komödie. (…)
Eine Menge Sorgfalt verwendet Wissert darauf, ihr kraftvoll agierendes Ensemble zu einer Einheit zu formen, jeder Darsteller bekommt seinen leuchtenden Moment. Ganz vorn mit dabei: die starke Nika Mišković als zornige Rabenmutter und die großartige Martina Eitner-Acheampong als Oma. (…)
Am Ende, soviel sei verraten, dreht Wissert mutig an der Spirale des Wahnsinns. Die rabiaten letzten zehn Minuten dieser Aufführung machen großen Spaß.“

21. März 2022
nachtkritik.de

„Das Ensemble spricht und spielt gut, strukturiert den Text, der ja keine Geschichte forttreibt, sondern eher ein Jelinek-artiges Assoziationsgeflecht darstellt, setzt Spitzen und Pointen, stellt sich zu ausdrucksstarken Tableaus auf.“

20. März 2022
Westfälischer Anzeiger

„Die durchweg starken Darsteller nutzen voller Spielfreude die Chancen, die sich da eröffnen. Wenn Bettina Engelhardt als Alte Mutter über ihr Leiden am Muttersein klagt (ihr Schlafzimmer sei gefüllt mit ihren Schlaflosigkeiten), wenn sie überall Bekannte trifft, aus Kita, Pekip-Gruppe, Babyschwimmen, Kinderturnen, da wird das Kinderbespaßungsprogramm absurd überzeichnet.

Man muss zum Beispiel Ekkehard Freye sehen, wie er mit einer Kettensäge erst ‚Schnauze‘ schreit und dann eine Suada gegen die Infantilisierung ausstößt, gegen ‚Holzikeagrashüpferwahnsinn‘, ‚Marienkäferschaumgummileidenswesen‘ und ‚Pawpatrolmaschinenfeuer‘. Wenn man wissen will, wie Ausflippen geht: Hier sieht man es. Großer Beifall.“

21. März 2022
WDR 5 Scala

„Und der Text steht absolut im Fokus, die Figuren liefern sich auf diesem Steg so einen ganz starken Schlagabtausch, diskutieren, sind verzweifelt, schreien sich an. Besonders gut gefallen hat mir Martina Eitner-Acheampong als Oma und auch Nika Mišković als Rabenmutter.“

21. März 2022

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