Philharmoniker

Dortmund als Schmelztiegel der Kulturen

Das 9. Philharmonische Konzert mit Werken von Mozart und Fazıl Say

(c) Sophia Hegewald

In ihrem 9. Philharmonischen Konzert der aktuellen Spielzeit präsentieren die Dortmunder Philharmoniker eine Hommage an die kulturelle Vielfalt Dortmunds. Das Konzert findet am Dienstag, den 21. Mai und Mittwoch, den 22. Mai 2024, jeweils um 19:30 Uhr im Konzerthaus statt. Die Dortmunder Philharmoniker spielen unter dem Dirigat von Howard Griffiths die Istanbul-Sinfonie op.28 von Fazıl Say sowie die Ouvertüre zu Figaros Hochzeit und das 17. Klavierkonzert in G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Begleitet werden die Philharmoniker dabei von der Pianistin Claire Huangci.

Dortmund ist ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen. Der Erfolg Dortmunds ist untrennbar mit der kulturellen Vielfalt verbunden, die auch die Gastarbeiter in die Stadt gebracht haben. Heute zeichnen Weltoffenheit, Internationalität und eine gewisse Gelassenheit im Umgang mit anderen Sitten und Gebräuchen die Dortmunder Stadtgesellschaft ebenso aus wie das Bewusstsein für kulturellen Reichtum. Mit dem 9. Philharmonischen Konzert werden die Faszination der türkischen Kultur wie auch die Begeisterung für neue Kulturen, welche sich tief musikalisch eingeschmolzen hat, erlebbar. 

Nach dem großen Erfolg des Ney-Flötenkonzerts Hezarfen in der vergangenen Saison steht ein weiteres Werk des weltberühmten türkischen Komponisten und Pianisten Fazıl Say, die Istanbul-Sinfonie, auf dem Programm. Say entwirft in dem großformatigen Werk das nostalgische Bild eines traumversunkenen Istanbuls, changierend zwischen der Vergangenheit im Großosmanischen Reich und im frühen 20. Jahrhundert. Die Dortmunder Philharmoniker laden zu einer farbenfrohen, fantastischen Reise ein, zu deren speziellem Kolorit wie in Hezarfen zahlreiche traditionelle türkische Instrumente beitragen.

Als Weltbürger spiegelt sich die kulturelle Offenheit Mozarts sowohl in seiner Ouvertüre zu Figaros Hochzeit als auch in seinem 17. Klavierkonzert wider. Beide Werke entstanden, als er in Wien unangefochten von Erfolg zu Erfolg eilte. Mozart verfügte nicht nur über alle wichtigen Nationalstile seiner Zeit, die er in seine eigene Klangsprache einschmolz, sondern auch über große interkulturelle Kompetenzen. In Mailand und Paris fühlte sich der Komponist ebenso zuhause wie in München, Mannheim oder Prag. Der Reiseweltmeister seiner Epoche hat längere Wegstrecken zurückgelegt als irgendjemand seiner Zeitgenossen. Mit Claire Huangci als Solistin in Mozarts 17. Klavierkonzert ist eine der interessantesten jüngeren Pianistinnen zu hören.

Der gebürtige Brite Howard Griffiths hinterließ in seiner langjährigen Tätigkeit als Chefdirigent des Züricher Kammerorchesters sowie des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt tiefe Spuren. Darüber hinaus begeisterte Griffiths weltweit als Gastdirigent am Pult vieler führender Orchester, besonders in Deutschland, England und der Schweiz, und arbeitete dabei mit zahlreichen berühmten Solisten, wie Maurice André oder Thomas Zehetmair, zusammen. Sowohl sein Engagement für zeitgenössische Musik, welches ihn unter anderem Fazıl Says Instanbul-Sinfonie uraufführen ließen, als auch seine Aufnahmetätigkeit, bei der er jüngst mit Claire Huangci sehr erfolgreich das G-Dur Konzert von Mozart eingespielt hat, prägen seine Karriere. 

Bereits in frühen Jahren ist das Talent der amerikanische Pianistin Claire Huangci aufgefallen. Auf ihre Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia und der Musikhochschule Hannover folgten große Einspielungen sowie die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen internationalen Wettbewerben, wie dem Gewinn des Concours Géza Anda in 2018. Inzwischen konzertiert die junge Pianistin regelmäßig mit bekannten Orchestern und Dirigenten und tritt bei bedeutenden Festivals auf.

Karten für das 9. Philharmonisches Konzert: Schmelztiegel der Kulturen sind an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder im Webshop >> erhältlich.