Oper

Operettenglanz zur Weihnachtszeit

Erfolgsoperette „Gräfin Mariza“ feiert am 03. Dezember Premiere

Tanja Christine Kuhn (c) Bjoern Hickmann

Gräfin Mariza ist eine der bekanntesten und buntesten Operetten dieses sehr vielfältigen Musiktheatergenres. Titel, wie „Komm mit nach Varazdin”, "Wenn es Abend wird, grüß mir mein Wien“ und „Wo wohnt die Liebe?“ gehören heute immer noch zu den beliebtesten Titeln der Operettenmusik. Die Inszenierung von Thomas Enzinger feiert am Samstag, 03. Dezember, um 19:30 Uhr im Opernhaus Premiere.

Die Premiere von Gräfin Mariza bildet den zweiten Teil der diesjährigen 20er Jahre Trilogie der Oper Dortmund, die mit der umjubelten Premiere von Cabaret im September begann und mit der Gala Roaring Oper(etta) ihren Abschluss findet. 

Die Operette Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán wurde am 28. Februar 1924 im Theater an der Wien uraufgeführt. Marizas Gutsverwalter ist der verarmte Graf Tassilo, der unter dem Namen Bela Török seinen Dienst verrichtet. Er hofft, seiner Schwester Lisa eine standesgemäße Mitgift geben zu können. Zu der angeblichen Verlobungsfeier der Gräfin, die sich bloß Ruhe vor Verehrern wünscht, ist auch Lisa eingeladen und denkt, Tassilo würde den Verwalter nur spielen. Auch Mariza erlebt eine Überraschung, denn der erfundene Verlobte Baron Zsupán existiert wirklich und taucht auf dem rauschenden Fest auf.

Gräfin Mariza ist Kálmáns persönlichste Operette. Als Kind erlebte er, wie sein Vater, ein Kaufmann, Bankrott anmelden musste und die Familie ihr ganzes Hab und Gut verlor. In diesem Werk zollt er der Klangwelt seines Heimatlandes Ungarn Tribut und setzt für die damalige Zeit moderne Tänze wie Foxtrott, Csárdás-Rhythmen oder Slowfox ein. Im Zentrum der Operette steht ein gebrochener Held. Der Kontrast zwischen Lachen und Weinen ist typisch für Kálmáns Werke und besonders effektvoll in diesem Werk hineinkomponiert. Wie sein Vater verlor auch Kálmán 1938 alles, als er wegen seiner jüdischen Abstammung nach Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland Wien verlassen musste. 

Regisseur Thomas Enzinger ist als ein ausgewiesener Fachmann im Bereich der Operette bekannt und hat an der Oper Dortmund bereits für zahlreiche Erfolge gesorgt, zuletzt mit Die lustige Witwe. In der Titelpartie als Gräfin Mariza wird Tanja Christine Kuhn zu erleben sein. Die Sopranistin gehört seit dieser Spielzeit zum Ensemble der Dortmunder Oper. Graf Tassilo wird von Alexander Geller gesungen, der bereits an der Oper Graz und der Königlichen Oper in Kopenhagen Erfolge feierte. Das ehemalige Ensemblemitglied Kammersänger Hannes Brock singt die Rolle des Penižek.

Karten sind an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 und im Webshop erhältlich