Schauspiel

Schauspiel lädt zum Spielen ein

„105mal68“ – an drei Orten in der Stadt

Dortmunder Hafen mit Skizze (c) Cordula Körber

105 mal 68 Meter ist die Größe eines Fußballfeldes. Es ist auch die Größe der drei Orte in Dortmund, die das Schauspiel ab dem 04. Juni verwandelt und damit unter dem Titel 105mal68 zu einem besonderen Spiel in und mit der Stadt einlädt.
Zusammen mit der Gamedesignerin und Regisseurin Christiane Hütter und vielen Bürger*innen der Stadt sind drei Welten entstanden, in denen andere Regeln gelten als die, die wir in unserem Alltag kennen.

Was erwartet das Publikum? An drei Orten in der Stadt können die Zuschauer*innen die üblichen, gesellschaftlichen Konventionen verändern und acht Tage lang konkret ausprobieren, wie zum Beispiel Umverteilung funktionieren und eine Gesellschaft aussehen könnte, in der das Wichtigste gelingende Beziehungen sind. Wie könnte eine Welt ohne Geld aussehen oder was für gemeinwohlorientierte Währungen könnte man für sie erfinden? Die drei Welten werden zu einem besonderen Ökosystem, unterstützt durch eine App, die sich jede*r auf www.utopienvergleich.de herunterladen kann, und Augmented Reality, die der physischen Welt eine phantastische, virtuelle Ebene hinzufügt, in die man als Spieler*in eintauchen kann.

Die drei Orte, Fredenbaumpark, Hafen und Fußballfeld (Rolandplatz), werden am 04. Juni feierlich eröffnet und können im Anschluss an allen Vorstellungstagen von 16 bis ca. 20 Uhr eigenständig besucht werden. Das Spiel mit der Stadt hält jeden Tag Neues bereit: von ganz praktischen Workshops zum Upcycling oder Pflanzen auf dem Balkon, über Super Slowdating im Fredenbaumpark, Live-Konzerten am Hafen bis zum Fußballhacken ist für jede*n was dabei.
Im Fredenbaumpark wird zudem die Queer Wedding Chapel eröffnet, in der man – ob spontan oder von langer Hand geplant – heiraten kann, wen man will!
Am Hafen (Speicherstraße 100) dreht sich alles ums Gemeinwohl. Dafür muss das Publikum wahlweise auch mal den Puls hochtreiben oder um die Wette entspannen, damit alles im Einklang bleibt und nicht am Ende die Naturgewalten des Kanals ausbrechen. Beim Live Action Role Play oder Konzert von und für Pflanzen finden die Zuschauer*innen neue Symbiosen zwischen Mensch, Natur und Technik.
Auf dem Rolandplatz (Lindenhorster Straße 34) nördlich des Parks kann jede*r eigene Utopien verwirklichen. Der brach liegende Fußballplatz wird zum Utopiengarten, in dem alle in verschiedenen Workshops ihre eigenen Ideen entwickeln, pflanzen und gemeinschaftlich pflegen können. Hier findet alles einen neuen Zweck!

Neben Christiane Hütter sind Cordula Körber für die Ausstattung, Sarah Buser und Judith Hanke für Augmented Reality, Michael Sträubig und Kolja Kleinschmidt für App Design, Kirsten Möller als Dramaturgin und Alina Aleshchenko als Produktionsleitung an 105mal68 beteiligt. Aus dem Ensemble sind Anton Andreew, Alexander Darkow, Ekkehard Freye und Raphael Westermeier sowie der Dortmunder Sprechchor und Statist*innen dabei.

Da sich das Spiel über die Zeit weiterentwickelt und jeden Tag neue Überraschungen und Aktionen bereithält, gilt das Ticket vom 04.-12. Juni, so dass man auch mit einem Ticket mehrfach mitspielen kann. Der Fußweg zwischen den Orten beträgt jeweils ca. 15 min. An jedem Ort sind Parkplätze vorhanden für die Anreise mit dem Auto.
Das Stadtspiel findet draußen statt, festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen. Eine Karte der Welten und mehr Infos gibt es auf www.utopienvergleich.de. Treffpunkt für die Eröffnung am 04. Juni ist um 16:30 Uhr der Platanenplatz im Fredenbaumpark. Für die weiteren Spieltage gibt es keine Reihenfolge der drei Welten, alle können individuell in der Zeit von 16 bis 20 Uhr besucht werden.

Tickets für 15 € (8 € ermäßigt) sind im Webshop, an der Theaterkasse um Kundencenter (Platz der Alten Synagoge) und der Tickethotline (0231/50 27 222) erhältlich.

Wer neugierig geworden ist erfährt am Sonntag, 29. Mai, um 11 Uhr beim Cappuccino an der Ape(lina) im Gespräch mit Sarah Buser, Entwicklerin der Augmented Reality zu 105mal68, und Dramaturgin Kirsten Möller mehr über die Produktion. Der morgendliche Kaffeetalk findet im Institut des Schauspiels statt, der Eintritt ist frei.