Kalender
Do, 13. – So, 16. Mai 2021

Wagner-Kosmos II

Macht und Manipulation

Festival und interdisziplinäres Symposion

Im zweiten Jahr der Reihe Wagner-Kosmos steht das im Mai 2021 stattfindende Festival und interdisziplinäre Symposion unter dem Titel Macht und Manipulation. Ebenso wie Richard Wagner war Camille Saint-Saëns ein Komponist, der sich mit seinem Werk immer wieder für eine national geprägte Musik einsetzte – der eine für Deutschland, der andere für Frankreich. Während Wagners Zeit in Paris 1859 bis 1861 wurden die beiden Künstler miteinander bekannt, doch das Verhältnis war stets gespalten: Einerseits bewunderte Saint-Saëns ihn, andererseits war er ein Gegner des französischen Wagnérisme. Dieses Spannungsfeld soll ebenso beleuchtet werden wie Wagners nicht nur im Lohengrin zu Tage tretender Nationalismus. Doch das Thema Politik und Musiktheater ist nicht nur dem 19. Jahrhundert vorbehalten: Bernhard Langs Der Hetzer, ein Auftragswerk der Oper Dortmund, ist eine Beschäftigung mit dem erschütternden wie zeitlosen Othello-Stoff Shakespeares, der musiktheatralen Verwandlung durch Verdi sowie der heutigen politischen Situation, in der die Hetze gegen das Andere keine Ausnahme ist.

Für das Symposion konnten hochkarätige Redner:innen und Diskutant:innen gewonnen werden, wie u. a. Detlef Brandenburg (Chefredakteur Die Deutsche Bühne), Prof. Dr. Arnold Jacobshagen (HfMT Köln), Stefan Keim (Journalist), Bernhard Lang (Komponist), Prof. Dr. Stephan Mösch (HFM Karlsruhe), Prof. Dr. Holger Noltze (TU Dortmund), Kai Anne Schuhmacher (Regisseurin), Prof. Dr. Michael Stegemann (TU Dortmund) und Prof. Dr. Arne Stollberg (HU Berlin).

Feierlich eröffnet wird der Wagner-Kosmos II mit der Premiere von Richard Wagners Die Walküre (Musikalische Leitung: Gabriel Feltz, Regie: Peter Konwitschny). Am zweiten Abend ist eine Vorstellung von Ernest Guirauds/Camille Saint-Saëns' Oper Frédégonde (Musikalische Leitung: Gabriel Feltz, Regie: Marie-Eve Signeyrole) zu erleben, während Bernhard Langs Uraufführung Der Hetzer (Musikalische Leitung: Philipp Armbruster, Regie: Kai Anne Schuhmacher) den hochspannenden Abschluss bildet.